info (Archivversion)

Gomera fasziniert durch steile Canyons und beeindruckende Naturlandschaften. Bizarres Vulkangestein kontrastiert dichte Wälder. Durch das Fehlen eines entsprechenden Flugplatzes hat der Massentourismus die Insel bislang kaum erreicht, es ist nirgends überlaufen. Obwohl mit EU-Mitteln ständig neue Wege geteert werden, finden sich noch immer einsame Pisten durch völlig abgelegene Landschaften.

Anreise: Verschiedene Charter-Gesellschaften fliegen die Nachbarinsel Teneriffa an, bei Hapag Lloyd beispielsweise kostet der Flug je nach Saison 600 bis 700 Mark. Restplätze bekommt man nicht selten wesentlich günstiger. Iberia fliegt Linie über Madrid oder Barcelona, Zwischenstops sind möglich. Auf Teneriffa geht es dann per Taxis weiter zum Hafen Los Cristianos und von dort mehrmals täglich mit der Fähre für rund 25 Mark (Motorrad 17 Mark) nach San Sebastián auf La Gomera oder mit dem Tragflügelboot direkt in das Valle Gran Rey. Wer sein eigenes Motorrad mitbringen will, kann für 480 Mark (eine Person mit Motorrad) von Cadiz in Südspanien einmal wöchentlich mit der Trasmediterranea nach Teneriffa übersetzen.Reisezeit: Die Kanaren bieten ganzjährig optimale Bedingungen, echtes Regenwetter ist äußerst selten. Die Tagestemperaturen liegen im Winter meist bei idealen 20 Grad. Entsprechend ist Hauptsaison von November bis April, was zu Ferienzeiten Quartier-Engpässe bedingt. Deutlich ruhiger ist es auf der Insel im Sommer, wobei der kühlende Kanarenstrom die Temperaturen an der Küste bei durchschnittlich 26 Grad. Die geringste Wahrscheinlichkeit von Wolken oder Regen besteht im Süden und Südwesten der Insel. Wer im hochgelegenen Inselinneren unterwegs ist, kann bei einer Tour in Wolkennebel kommen und wird sich über wärmere Kleidung freuen.Unterkünfte: Auf der Insel überwiegt die Ferienwohnung als Unterkunft; man hat Küche mit Kühlschrank und kann sich selbst versorgen. Im Hotel kostet das Doppelzimmer kostet rund 60 Mark ohne Frühstück, Einzelzimmer etwa 45 Mark. Der Nordteil der Insel ist touristisch weniger erschlossen. Hier sind Zimmer zehn bis 15 Mark billiger.Motorradvermietung: Bei Alofi Rentals in La Playa und in Vueltas im Valle Gran Rey gibt es Honda NX 250 ab knapp 70 Mark und Yamaha TW 125 bereits ab 40 Mark am Tag (Telefon und Fax 0034-922/805554). Wer schon von Teneriffa mit dem Motorrad anreisen möchte, kann sich von Motos Mar y Flor vom Flughafen abholen und mit einem fahrbaren Untersatz versehen lassen. Eine Honda SLR 650 kostet dort 100 Mark Tagespreis (Telefon 0034-922/731191, Fax 0034-922/731191).Literatur: Gut fotografiert und interessant geschrieben ist »Gomera mit Ausflügen nach Teneriffa und Hierro« von Petra Nau aus dem DuMont Verlag. Ausführlicher noch und mit verschiedenen Wandertips: »Gomera-Handbuch« von Adam Reifenberger aus dem Conrad Stein Verlag. Für Motorrad-Touren auch auf Piste ausreichend ist die Wanderkarte »La Gomera - Wanderrouten-Übersicht«, Maßstab 1:50.000, aus dem Goldstadtverlag, die überall auf der Insel erhältlich ist. Eine gute Übersicht bietet auch die Marco Polo-Generalkarte Teneriffa, La Palma, Hierro und Gomera in 1:150 000.Informationen: Spanischer Fremdenverkehrsverband, Grafenbergerallee 100, 40237 Düsseldorf, Telefon 0211/6803980, oder Oberanger 6, 80051 München, Telefon 089/530158.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote