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Nachdem der Westen der USA inzwischen vielen bekannt ist, wird es Zeit für die Geheimtips des Ostens. Denn die tollen Motorradstrecken in den Appalachen bieten Fahrgnügen pur. Und Motorradvermietung sind inzwischen ebenfalls zu finden.

Flug/Anreise: Da die Strecke zwischen den Metropolen New York und Atlanta verläuft, ist die Anreise unkompliziert. Viele Fluglinien haben die Strecken im Programm, Gabelflüge New York/Atlanta sind immer zu kriegen. Die amerikanische Continetal beispielsweise verlangt im Sommer 1999 ab 950 Mark für den Linienflug von Frankfurt oder Düsseldorf nach New York/Newark, und die sinnvolle Gabelvariante mit Rückreise von Atlanta kostet mit Preisen ab 975 Mark kaum mehr. Während der Ferienzeit ab Mitte Juni verteuern sich die Flüge jeweils um 300 bis 400 Mark. Alle Preise zuzüglich rund 100 Mark Abflugsteuern. Dokumente: Für Einreise und Motorradmiete ist ein gültiger Reisepaß sowie ein internationaler Führerschein nötig. Ein Reisekrankenversicherung ist empfehlenswert.Reisezeit:Die beschriebene Route läßt sich während des ganzen Sommerhalbjahrs bereisen. In der Ferienzeit ab Mitte Juni bis zum Labourday-Weekend Anfang September kann es allerdings zu Engpäßen bei Flug- und Quartierbuchung kommen. Auch wenn New York auf dem Breitengrad von Neapel liegt, sollte man sich bei der Tour für alle Klimazonen rüsten, da es in den Gebirgsregionen recht kühl werden kann. Ein warmer Pulli und Regenzeug gehören unbedingt ins Gepäck. Die Strecke: Die beschriebenen Touristik-Routen wie der Skyline Drive und der Blue Ridge Parkway sind der ganz besondere Tip für eine Ostküsten-Tour. Sie sind in allen Karten eingezeichnet und bilden eine direkte und landschaftlich sehr reizvolle Nord-Süd-Verbindung von Washington bis fast nach Atlanta. Diese Parkways sind für kommerzielle Fahrzeuge gesperrt, bieten äußerst gute Fahrbahnen und ein Kurvenniveau, das auch alpenverwöhnte Biker auf ihre Kosten kommen läßt. Solche Strecken sind im Osten der USA häufig zu finden und lohnen sich in jedem Fall. Einziges Manko: Sie verlaufen relativ weltabgeschieden. Wer eher Menschen und Orte kennenlernen möchte, sollte die Trassen gelegentlich verlassen und auf den umliegenden Highways auf Entdeckungsreise gehen.Mietmotorräder: In den letzten Jahren haben einige große Motorradvermieter auch die Ostküste der USA mit Anmietstationen erfaßt, wie in der umfassenden Übersicht »Mietmotorräder in Nordamerika« in MOTORRAD 11/1998 nachzulesen ist. Spezialisiert auf die Appalachen samt Skyline Drive und Blue Ridge Parkway hat sich Country Roads Motorcycling in New Jersey. Dort sind sowohl geführte Touren mit BMW oder Harley im Programm sowie Mietmaschinen für individuell organisierte Rundreisen oder Einwegtouren in den Süden beziehungsweise von dort zurück. Eine neuntägige geführte Tour von New York nach Atlanta kostet inklusive Mietmotorrad BMW R 1100 R (Harley etwas teurer), Verpflegung und Unterbringung 2850 US-Dollar (Beifahrer: 1985 Dollar). Wer lieber individuell reisen will, kann die BMW zehn Tage lang inklusive 2000 Freimeilen für 1120 Dollar mieten (15 Tage und 3000 Freimeilen: 1590 Dollar). Harleys und BMW-Cruiser sind ab 1250 Dollar zu haben, Versicherungen und Steuern jeweils inklusive. Sollte kein Kunde für die Rückreise zur Verfügung stehen, werden bei Einwegmieten nach Atlanta oder Orlando/Florida Rücktransportgebühren von 300 beziehungsweise 400 Dollar erhoben. Näheres bei Country Roads Motorcycling, PO Box 487; Basking Ridge NJ, 07920, Telefon 001-908/953-0933, Fax -8211 (deutschsprachig), sowie im Internet unter www.mcrental.com . Übernachten: Neben den üblichen Motelzimmern, die sich in den USA nicht nennenswert unterscheiden und ab etwa 45 Dollar für ein Doppelzimmer meist guten Standard liefern, verdienen die Bed and Breakfast-Quartiere, die in Amerika zunehmend im Kommend sind, eine ganz besondere Erwähnung. Vergleichbar mit einer Privat-Pension, ist man bei B&B in einer amerikanischen Familie untergebracht, lernt deren Alltag und Lebensstil kennen und überdies meist äußerst gastfreundliche Menschen. Leider ist die Übernachtungsart im Gegensatz zum britischen Vorbild nicht billig. Zwischen 90 und 150 Dollar müssen für ein B&B-Doppelzimmer einkalkuliert werden. Allerdings ist das Erlebnis fast immer den Preis wert, und die Häuser sind in der Regel ausgesprochen stilvoll. Adressen findet man in den örtlichen Tourist-Offices, den Yellow Pages (unter accommodation) und auch dem neuen USA-Buch des Terra Magica-Verlags »Übernachten mit Stil« für 29,80 Mark. Literatur: Einen besonderen Tip für die Tour gibt es in Sachen Landkarten. Hier hat sich die neue elfteilige USA-Serie von Hallwag (Rand McNally-Lizenzdruck) sehr bewährt. Die komplette Strecke ist im Blatt Nr. 8, »Southeast« im Maßstab 1:1.200 000 präzise nachvollziehbar. Neben Genauigkeit und Übersicht glänzt die 16,80 Mark teure Karte mit vielen nützlichen Details. Einen besonders intensiven Eindruck vom Südteil der Tour vermittelt das Geo Spezial »Südstaaten« für 14,80 Mark. Für den Norden bietet aus der Edition Erde der Band »Ostküste USA« für 39,80 Mark gute Hintergrundinfos. Konkrete Reisetips für die Strecke finden sich dagegen eher in dem umfassenden Vista Point-Führer »USA Querbeet« für 58 Mark.

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