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Um Korsika wirklich zu entdecken, bedarf es mehr als nur eines Urlaubs. Und um auch Wiederholungstätern ein paar neue Ideen zu geben, bieten wird diesmal gleich drei Streckenvorschläge.

Anreise: Der schnellste Weg zu den Fährhäfen in Savona und Livorno führt über die Schweiz durch Gotthard- oder San Bernhardino-Tunnel oder über den österreichischen Brenner. Von dort über Mailand weiter Richtung Genua beziehungsweise La Spezia. Fähre: Die häufigsten Verbindungen verlaufen zwischen Nizza, Savona, Livorno und Bastia. Die Überfahrt dauert je nach Schiffstyp und Route sowie Tages- oder Nachtzeit zwischen 3,5 und 9 Stunden, die Preise variieren je nach Wochentag und Jahreszeit ähnlich extrem. In der Vorsaison kommen Mensch und Motorrad unter der Woche für xxx Mark (Deckspassage) beziehungsweise xxx Mark an Bord, an einem begehrten Samstag im Hochsommer können die Preise auf xxx/ xxx Mark anschwellen. Also unbedingt die Fahrpläne der Linien Corsica Ferries, Navarmar und SNCM im Reisebüro holen und vorher genau studieren, um so einige Kosten zu sparen. Der ADAC hält für seine Mitglieder ein kostenloses Übersichtsblatt bereit. Reservierung sind lediglich im Juli und August überlegenswert. Flug: Wer sich die lange Anreise sparen und per Mietmotorrad die Insel erkunden will, kann mit dem Flugzeug glatt zwei Tage Urlaub sparen. Denn die verschlingt die Anfahrt samt Fährpassage hin und zurück mindestens. Eine gute und preiswerte Möglichkeit bietet die Chartergesellschaft Aero Lloyd, die einmal wöchentlich (zur Zeit mittwochs) von Frankfurt nach Calvi fliegt. Der Hin- und Rückflug kostet 530 Mark und dauert knapp zwei Stunden. Details gibt’s im Reisebüro oder im Aero Lloyd-Reisezentrum im Frankfurter Flughafen, Halle D, Telefon 069/695-90124.Reisezeit: Die schönste Zeit für Korsika sind die Monate Mai/Juni und September/Oktober. Davor und danach kann das Wetter unter umständen unbeständig sein und in den Wintermonaten unwirtlich kühl. Im Hochsommer wird es dagegen extrem heiß, und die Insel ist völlig mit Urlaubern aus Frankreich und Italien überlaufen. Camping: Korsika bietet eine Fülle an wunderschön gelegenen und in der Regel recht ordentlichen Zeltplätzen. Eine Übersicht bietet die Michelin-Karte Nummer 90 (siehe Literatur), in der alle Zeltplätze verzeichnet sind, sowie der ADAC-Campingführer für 44,80 Mark. Organisierte Touren und Mietmotorräder:Wer Korsika gern mit Ortskundigen kennlernen möchte, findet bei Sun Ride Tours einen Partner. In Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter Berge und Meer, der in Algajola ein komfortables Basishotel unterhält, bietet Sun Ride Tours geführte Motorradtouren in Nordkorsika an. Der Kunde kann wählen zwischen reiner Motorradmiete bis hin zum Komplettarangement mit Unterbringung und Tourguiding für 849 Mark pro Woche. Informationen bei Berge und Meer in 56579 Rengsdorf, Römergraben 5, Telefon 01805/202055. Motorradmiete vor Ort im Ferienhotel Maristella in Algajola, Telefon 0033/(0)495/607854 oder über Sun Ride Tours in Deutschland, Telefon 06026/995933, Fax 995421. Enduro: Da weite Teile Korsikas zum Nationalpark erklärt worden sind, sind Off Road-Vergnügungen nur an wenigen Stellen möglich. Die Insel wird überdies intensiv von Wanderern und inzwischen auch Mountain Biker frequentiert, so daß Schotterabenteurer sich schnell auf Kollisionskurs bewegen. Alle landschaftlichen Highlights sind übrigens auf Asphaltstrecken zu erreichen. Die Strecke: Auf Korsika ist nahezu jede Straße schön. Um die Qual der Wahl etwas zu erleichtern und auch Kennern noch ein paar Schmankerl zu bieten, haben wir die Route in drei Etappen mit unterschiedlichen Schwerpunkten eingeteilt. Die rote (?) und die blaue (?) Route entsprechen der im Text beschrieben Reise, die orange (?) eingezeichnete Strecke über Cap Corse bildet eine Ergänzung. Die Routen sind so angelegt, daß sie leicht miteinander kombiniert werden können. Als Rückweg von der blauen (?) Strecke nach Bonifacio kann je nach Gusto und Zeitplan entweder die schnelle, aber etwas eintönige N 198 entlang der relativ flachen Ostküste gewählt werden oder die schönere, aber auch zeitraubendere Westroute über die N 196 nach Propriano und Ajaccio. Off Road-Freaks können auf der orangen (?) Tour eine Abkürzung auf einem reizvollen Schotterpaß über das Cap Corse in Erwägung ziehen (gepunktete Route). Für alle Strecken sind jeweils zwei reine Fahrtage einzuklakulieren.Literatur: Mit Reiseführern über Korsika kann man ganze Regalmeter füllen. Hier entscheiden persönlicher Geschmack und Interessenslage bei der Wahl. Wir haben gute Erfahrung mit folgenden Büchern gemacht: Fundierte Hintergrundinformatioen über Land und Leute liefert der toll bebilderte, aber auch recht voluminöse Apa Guide »Korsika« für 44, 80 Mark. Kompakte und vielseitige Infos für den Tankrucksack bietet dagegen das gleichnamige Dumont Reisetaschenbuch für 19,80 Mark. Sogar einen Führer für Motorradfahrer gibt es: »Touren in Korsika« von Christoph Berg, erschienen im Martin Franitza Verlag, mit etlichen Streckenvorschlägen und auch interessanten Ideen für die Anreise. An Karten ist die Vielfalt ebenfalls groß. Basiswerk ist das gute gelbe 1:200 000er Michelin-Blatt Nr. 90, das es für wenige Francs vor Ort an jeder Tankstelle gibt. Deutlich mehr Details bieten die beiden IGN-Karten der Serie Verte in 1:100 000 für Nord- und Südkorsika. Erhältlich in Tabak-Läden. Zeitaufwand: je zirka zwei TageStreckenlänge: je 200 bis 280 Km

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