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Wer sich im November noch nicht vom goldenen Herbst verabschieden möchte, kann ihn südlich der Alpen noch erleben. Allerdings gehört auch hier warme Kleidung dazu. Hier ein paar Tips zur kleinen Winterflucht.

Anreise: Der schnellste und schneesicherste Weg führt über den Brenner. Dann weiter auf der A 22 bis Modena und von dort die A 1 nach Florenz. Leider verschlingen die Autobahn- und Tunnelgebühren inzwischen rund 100 Mark einfach. Wer mehr Zeit hat, fahre südlich des Brenner auf der landschaftlich wunderschönen SS 12 bis hinab nach Lucca. Reisezeit: Für touristische Hochburgen wie Pisa, Florenz und Siena ist der November ein idealer Besichtigungsmonat. Aber auch in Italien - vor allem im Apennin - regnet es in dieser Zeit öfters mal und es kann vor allem in den Höhenlagen empfindlich kalt werden. Also unbedingt warme und wetterfeste Ausrüstung mitnehmen. Die Top-Monate sind Mai oder September.Übernachten: In den Städten finden sich im Winter problemlos Zimmer. In kleineren Ortschaften sind allerdings außerhalb der Saison viele Unterkünfte geschlossen. Doppelzimmer kosten ab etwa 60 Mark (90 Mark in den Städten), Einzelzimmer rund zwei Drittel des Doppelzimmerpreises. Für Städtebummler bietet sich Florenz als Basisquartier an. Dort gibt es die meisten Sehenswürdigkeiten, das vielseitigste Abendprogramm, und bis Pisa und Siena sind es 86 beziehungsweise 65 Kilometer. Die Campingplätze sind während der Wintermonate fast durchweg geschlossen. Ein besonderer Tip ist das Hotel Podere La Locca bei Baccinello, nahe des Monte Amiata. In diesem auf Motorradfahrer spezialisierten, komfortablen Landgut kann zwischen Zeltplatz und Zimmer mit Halbpension (75 Mark) gewählt werden. Telefon: 0039/(0)564982178... man spricht deutsch. Gastronomie: Die italienische Lira wurde in den letzten Jahren zwar kräftig abgewertet, trotzdem liegt der Preis für ein komplettes Menü aus der Karte noch relativ hoch. Mein Favorit ist immer noch die gute alte Pizza, die oft mitten im Lokal zubereitet wird und auch preislich im Rahmen bleibt. Da sie fast immer im traditionellen Steinofen gebacken wird, der vorgeheizt werden muß, kommt sie in der Nebensaison meist nur abends auf den Speiseplan. Landkarten: Für die Anfahrt und die Hauptstrecken eignet sich die Shell Eurokarte, Italien, 1:600 000 gut. Für die Mini-Sträßchen in den Regionen braucht es 1:200 000er Blätter. Die gibt es traditionell von Kümmerly+Frey (Toskana, Umbrien/Ital. Adria) und seit kurzem auch von Mairs, Die Generalkarte Italien, Blatt 5 und 6.Informationen: Staatliches italienisches Fremdenverkehrsamt, 60329 Frankfurt/M., Kaiserstraße 65, Tel.: 069/237-430, Fax -894.Gefahrene Strecke: etwa 1150 Kilometer Zeitaufwand: zehn Tage.

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