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Die wohl berühmteste deutsche Nordseeinsel ist nicht einmal 100 Quadratkilometer groß und mit ihren wenigen schnurgeraden Straßen nicht gerade klassisches Motorrad-Terrain. Sylt ist etwas für jene Genießer, die gutes Essen, gediegene Unterbringung und lange Sandstrände im Urlaub schätzen.

Anreise: Will man nicht gerade mit der teuren Fähre nach Sylt übersetzen, bleibt als zweite Möglichkeit die Zugverladung. Ab Niebüll rollen die Autozüge fast stündlich über den Hindenburgdamm nach Westerland, die Kosten betragen für Hin- und Rückfahrt mit dem Motorrad 127 Mark. Nach Niebüll gelangt man von Hamburg aus über die A7 in Richtung Flensburg bis zur Abfahrt Harrislee.Gastronomie: An gehobener Gastronomie herrscht auf Sylt kein Mangel. In jedem der wenigen Orte auf der Insel gibt es eine Vielzahl von Gasthäusern, am reichhaltigsten ist das Angebot sicherlich in Westerland, wo man am ehesten auch mal eine Speisekarte für den Normalverdiener findet. Ansonsten kommt man an den zahlreichen Gosch-Fischbuden kaum vorbei, von denen man insbesondere im Lister Hafen eine sehenswerte Niederlassung findet. Übernachten: Für Besuche während der Hauptsaison ist eine langfristige Vorbuchung Pflicht. Sylt erfreut sich großer Beliebtheit, weshalb das begrenzte Angebot an Zimmern und Ferienwohungen teilweise auf Jahre hinaus vergeben ist. Einen umfangreichen Zimmernachweis erhält man bei der Bädergemeinschaft Sylt, Postfach 1150, 25961 Westerland, Telefon 0 46 51/2 24 50. Wem das Geld nicht so dicke sitzt, der kann auch einfach campen. Immerhin verfügt die Insel über etwa ein halbes Dutzend Zeltplätze, die in den Straßenkarten und Campingführern verzeichnet sind oder unter obiger Telefonnummer ebenfalls erfragt werden können.Reisezeit: Anzuraten ist ein Besuch zur Nebensaison, während der die Insel sicher nichts von ihren Reizen verliert, dafür aber nicht hoffnungslos überfüllt ist.Literatur: Lesestoff über Sylt gibt es reichlich. Zur Einstimmung eignet sich der bewährte Merian-Band für 14,80 Mark, detaillierte Reiseinformationen bietet dafür das Urlaubshandbuch Deutschlands Nordseeinseln aus der Reihe Reise Know-How für 29,80 Mark. Straßenkarten bekommt man auf Sylt an jeder Ecke geschenkt, außerdem kann man sich auf den drei bis vier Straßen der Insel ohnehin nicht verfahren.

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