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Die Seealpen umfassen den südlichen bis unmittelbar ans Mittelmeer grenzenden Ausläufer der Alpen. Ihre Faszination liegt in der Kombination mediterranen und alpinen Lebens- und Landschaftsstils. Paradiesische Strecken sind die Zugabe.

Anreise: Der Col de Tende liegt etwa 100 Kilometer südlich von Turin. Je nach Startpunkt reist man dorthin entweder von Westen über Bern, den Großen St. Bernhard und das Aosta-Tal oder von Osten über den kleinen St. Bernhard oder St. Gotthard und das Tessin an. Von Turin geht es über Cuneo und den Tende (Tunnel) direkt ins Herz der Region. Enduro: Off Road-Touren in den Alpen sind inzwischen kein unumstrittenes Vergnügen mehr. Mancher Region, wie beispielsweise am Gardasee und dem Chaberton, hat der Boom der Stollenabenteurer den Zorn der Naturliebhaber und zum Teil inzwischen die Sperrung vieler Pisten eingebracht. Um diesen Trend zu stoppen, hilft nur absolut verantwortungsvoller Umgang mit der Landschaft. Wer hier pulkweise mit offenen Auspuffanlangen und spritzendem Schotter die Wanderer vertreibt, sollte lieber zu Hause auf der Cross-Strecke bleiben. Übernachten: Preiswerte, nette Unterkünfte sind in den kleinen Ortschaften der Alpes Maritimes problemlos zu finden. Italien bietet insgesamt durch den günstigen Lira-Kurs in der Regel die preiswerteren Möglichkeiten. Ein idealer Standort für die beschriebenen Strecken ist das wunderschöne Klosterhotel Le Prieuré, rue Jean Medecin, 06430 St. Dalmas de Tende, Telefon 0033/(0)93 04 75 70, Fax 93 04 71 58. Campingplätze gibt es in der Region fast keine.Die Strecke: Ohne Fleiß kein Preis. Legale Schotterwege in den Alpen zu finden ist immer noch möglich, setzt allerdings akribisches Kartenstudium voraus sowie die Akzeptanz vom Versuch-und-Irrtum-Prinzip. Wie jedes Enduro-Ereignis. Das gilt auch für die beschriebene Strecke, die sich nachvollziehen läßt, aber etwas Engagement beim Interessenten voraussetzt. Wie man’s macht, beschreibt die Reportage. Literatur: Basiswerk der alpinen Streckenbeschreibungen ist immer noch Denzels »Großer Alpenstraßenführer« für xx,xx Mark, der bereits in seiner xx Auflage erschienen ist. Karten: Wer primär Asphalt fahren will, kommt mit der üblichen 1:200 000er Michelinkarte hin. Wer schottern will, sollte vom selben Verlag das 1:100 000er Blatt nehmen. Für ganz Genaue bietet IGN schließlich hervorragende Wanderkarten in bis zu 1:25 000er Maßstäben. Gibt’s in vielen Zeitschriftenläden vor Ort.

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