Info West-Australien (Archivversion)

West-Australien umfaßt ein Drittel des Kontinentes. Im Gegensatz zum vielseitigen Osten besteht der große Bundesstaat im Landesinneren weitgehend aus Wüste. Rund zwei Drittel der Bevölkerung lebt in der Region Perth.

Motorradtransport: Die Kosten für einen Schiffstransport nach Perth betragen inklusive Hafen- und Quarantänegebühren auf australischer Seite zirka 900 Mark. Das Motorrad sollte zirka fünf Wochen vor Reisebeginn aufgegeben werden. Der Transport per Flugzeug ist etwa doppelt so teuer. Genauere Informationen geben alle Speditionen und die Cargo-Abteilungen der Airlines.Reisezeit: Die Jahreszeiten verlaufen entgegengesetzt denen auf der Nordhalbkugel. Im Hochsommer, von Dezember bis März, ist im Norden Regenzeit. Es kann zu plötzlichen Überschwemmungen kommen, die den gesamten Verkehr lahmlegen. Für den Norden und das Zentrum sind die Monate Mai bis Oktober die beste Reisezeit, für den Süden und Südwesten Dezember bis März.Dokumente: Das bei der Australischen Botschaft, Godesberger Allee 105, 53175 Bonn, erhältliche Visum gilt sechs Monate und kann in Einzelfällen in Australien auf ein Jahr verlängert werden. Um eine Versicherung (etwa 200 Mark im Jahr) für das eigene Motorrad zu erhalten (die deutsche gilt nicht), benötigt man ein von der Polizei ausgestelltes »Roadworth«-Dokument (zirka 120 Mark) als Grundlage. Für die Einfuhr des Motorrads nach Australien ist ein beim ADAC erhältliches Carnet de passage vorgeschrieben (210 Mark für Mitglieder).Tanken: Das Versogungsnetz an der Küste ist relativ dicht, 400 Kilometer Reichweite sollten aber drin sein. Wenige Tracks im Landesinnern (Canning Stock Route, Gunbarrel Highway, Tanami Desert Track) erfordern eine Tankkapazität von 900 Kilometern. Die Benzinpreise liegen zwischen rund 85 Pfennig (Küste) und 1,30 Mark (Landesinnere).Übernachten: An den meisten Road-Häusern besteht die Möglichkeit zu campieren oder ein Zimmer zu mieten (zirka 40 Mark). Manche National-Parks bieten kostenlose Campingplätze mit sanitären Anlagen, oder es wird ein freiwilliger Obolus verlangt. Campingplätze sind in fast allen Orten vorhanden, wildes Zelten wird aber ebenfalls geduldet.Die Strecke: Die meisten noch benutzten Tracks sind in einem verhältnismäßig guten Zustand, bestehen aber fast ausschließlich aus »Wellblech«. Viele Outback-Bewohner überschätzen die Fahrkünste der motorradfahrenden Touristen und attestieren selbst bei schwierigen Pisten ein »no problem mate«. Bei Extrempassagen auf dem Original Gunbarrel Highway oder der Canning Stock Route ist es ratsam, jemanden von seiner Fahrt zu informieren, damit man nach einem Sturz gefunden wird. Das Motorrad: Die meisten bei uns bekannten Enduros gibt es auch in Australien. Ausnahmen: Honda Africa-Twin und Yamaha XTZ 660, für die es entsprechend auch keine Teile gibt. Für alle anderen Modelle sind Ersatzteile nur in der Hauptstadt Perth erhältlich. Nicht typenspezifische Produkte wie Reifen und Ketten bekommt man fast in jedem Ort. Neue Motorräder kosten zirka 25 Prozent weniger als in Deutschland. Literatur: Edgar P. Hoff: Australien für Globetrotter, Hoff Verlag; M. Fülles/Dieter Walter: Australien - unbekannter Westen, Renate Schenk Verlag; Christion Pehlemann, Outback Manual. Sehr gutes Kartenmaterial ist bei fast allen Vertragspartnern des RAC, Automobilclub in W.A. erhältlich. Zeitaufwand: sechs MonateGefahrene Kilometer: 20.000

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