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Eine Reise durch Tunesien ist schon mit einer robusten Enduro ein Abenteuer. Mit einem kostbaren Straßengespann ist es eine Mutprobe. Insbesondere im Süden erlebt man das ganze Spektrum des Phänomens Wüste hautnah.

Allgemeines/Anreise
Im Norden fasziniert Tunesien mit fruchtbaren Gebirgen und Berber-Kultur, im Süden mit der Sahara samt Salzseen, Dünen und Oasen. Als ehemalige französische Kolonie ist Tunesien bis heute geprägt von Frankreich. Seit Ende der 80er Jahre fördert das Land den Tourismus erfolgreich. Auf Achse reist man am besten über Genua an. Die Fähre nach Tunis fährt immer donnerstags und benötigt 24 Stunden für die Überfahrt. Wer vor Ort bucht, spart Geld. Hin- und Rückfahrt kosteten 261 Euro pro Gespann.

Verkehr
Im Norden ist das Straßennetz relativ gut ausgebaut und asphaltiert, im Süden überwiegen Pisten. Ein Unterfahrschutz wird bei allen Motorrädern dringend empfohlen. Im Pannenfall kann die Nationalgarde helfen, Sammeltaxis, Busse und auch Eisenbahn sorgen für den öffentlichen Vekehr. In den großen Städten gibt es Motorradvermieter, Flüge nach Tunesien kosten ab 260 Euro. Benzin kostet rund 70 Cent/Liter, die Oktan-Qualität liegt unter europäischem Standard.

Übernachten
In den größeren Städten bekommt man in einem guten Mittelklassehotel ein Doppelzimmer mit Halbpension für etwa 20 Euro. Günstigere Etablissements bieten weniger Komfort, Campingplätze verfügen oft über nette Standplätze, aber katastrophale sanitäre Einrichtungen. Die Wasserqualität schwankt, eine vollwertige Mahlzeit im Restaurant mit Getränken liegt zwischen drei und fünf Euro.

Geld
Die offizielle Landeswährung ist der tunesische Dinar (TD). Für einen Euro erhält man aktuell 1,78 Dinar. Geld kann bei jeder größeren Bank und in den größeren Hotels getauscht werden. Umtausch auf der Straße ist verboten. In größeren Städten kann an Automaten mit den gängigen Karten Geld abgehoben werden.
Gesundheit Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen. Nur damit sind Kosten in privaten Kliniken abgesichert, staatliche Krankenhäuser entsprechen nicht europäischem Niveau.

Dokumente/Sicherheit
Bundesbürger benötigen für die ersten vier Monate Aufenthalt kein Visum, es genügt der gültige Reisepass. Der Verkehr in Tunesien erfordert extrem wache Sinne. Aktuelle Sicherheitshinweise gibt es unter www.auswaertiges-amt.de, Infos zu Sperrgebieten unter www. tunesien.info oder www.wuestenschiff.de.


Reisedauer: 21 Tage
Gefahrene Strecke: 7000 Kilometer

Hauptstadt: Tunis
Fläche: 163610 km²
Gründung: als Republik 1957
Währung: Tunesischer Dinar
Einwohnerzahl: 10276158

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