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Küstensurfen, Insel-Hopping und Zelten in den rauen Highlands: Schottland und die Hebriden bieten Outdoor-Feeling vom Feinsten, ohne die Reisekasse über Gebühr zu strapazieren.

Anreise
Um die Überfahrt nach Schottland buhlen mehrere Fährlinien, und je nach Reiseziel gilt es, genau zu kalkulieren. Für eine Anreise über das holländische Amsterdam ins britische Newcastle sollte man etwa 400 Euro einplanen.

Reisezeit
Mit Regen sollte man auf einer Schottlandreise stets rechnen. Am besten stellt man sich auf ähnliche Temperaturen ein, wie man sie in Norddeutschland vorfindet. Ideale Reisemonate: Juli und August.

Essen/Schlafen
"Alles was aus Mehl und Butter gebacken wird, ist schottisch!" Schottisches Gebäck ist ein Pflichtkauf, gerade in den ländlichen Regionen. Jede Region besitzt ihre eigene Spezialität. Fish ’n’ Chips sollte man am besten in den Küstenregionen genießen, denn dort ist der Fisch frisch. Aber Vorsicht: Kostet wenig Pounds aus der Geldbörse, dafür viele Pfunde auf der Hüfte. Wie in Skandinavien ist in Schottland freies Zelten in der Natur ausdrücklich erlaubt. An einsamen Wegen findet sich immer eine Möglichkeit, ein kleines Zelt aufzustellen. Campingplätze kosten ab 15 Euro pro Person und Übernachtung. Wer eher ein festes Dach über dem Kopf möchte, der ist mit dem Angebot an „Bed and Breakfast“ für 30 bis 50 Euro recht günstig dabei.

Single track roads
Wann immer ein rechteckiges Schild am Wegesrand davor warnt, einen Weg nicht mit einem Campingbus zu befahren, sollte man sich als Motorradfahrer ein-geladen fühlen, einen Abstecher zu wagen. Dann schlängeln sich die Wege durch wunderschöne Buchten, weitsichtige Pässe und saftig grüne Täler. Die unzähligen Kurven bieten jede Menge Fahrspaß, die Routenplanung entlang von Single Track Roads kostet allerdings Zeit. 300 Kilometer am Tag sind hier eine Menge Holz. Unbedingt sorgfältig auf die Straße achten: Nicht immer wird vor Schotterhaufen oder Schlaglöchern in unübersichtlichen Kurven gewarnt.

Praktisches
In den kleineren Orten empfiehlt es sich, beim Tanken auch gleich seinen Einkauf zu erledigen. Die meisten Tankstellen sind zugleich örtlicher Supermarkt. In den Großstädten können zumeist noch günstigere Supermarktketten ausfindig gemacht werden. Die Benzinpreise sind in den schottischen Großstädten den unseren ähnlich. Je weiter es einen auf die Äußeren Hebriden hinaustreibt, desto höher steigen die Preise. Bezahlt wird am besten mit Kreditkarte.

Der Dudelsack
Die „Pipe“, wie der Schotte den Dudelsack nennt, begleitet schottische Feste und öffentliche Veranstaltungen wie kaum ein anderes Instrument. Nach der berühmten Schlacht bei Culloden wurde das Spielen der Pipe von den Engländern untersagt. Diesem Verbot verdankt das Instrument sicherlich seine Beliebtheit beim schottischen Volk. Die alles durchdringenden Töne der Sackpfeifen sind gerade live ein besonderes Erlebnis.

Literatur
Der Reiseführer „Schottland“ aus dem Michael Müller Verlag liefert umfassende Informationen und ist für 22,90 Euro zu haben. Als Karte ist die Travel Map. „Northern Scotland, Orkney and Shetland” im Maßstab 1:250000 von Ordnance Survay für 10,95 Euro zu empfehlen. Wer sich auf Britanniens Norden einstimmen möchte, der findet in den Büchern von Trainspotting-Autor Irvine Welsh derbe Unterhaltung. Eher gehobeneren Ansprüchen genügt die schottische Autorin A. L. Kennedy. Theodor Fontanes „Jenseits des Tweeds“, der erste deutschsprachige Reisebericht, dürfte auch heute noch Schottlandreisende interessieren.

Midges
In den Sommermonaten bevölkern kleine Beißfliegen die schottische Natur. Sie kommen in dichten Schwärmen und hinterlassen schmerzhafte Beulen, die einen noch nach Wochen quälen. Wer mit offenem Visier fährt, sollte auf Schwärme von Midges achten. Unter dem Helm fühlen sie sich besonders sicher und treiben gut geschützt ihr Unwesen. Ein Mückennetz mit Hut ist Pflicht für längere Aufenthalte in der Natur. An manchen Kiosken bekommt man die Hautlotion „Avon SkinSoSoft“. Sie hilft nicht nur gegen raue Motorradfahrerhände, sondern vertreibt die Beißfliegen äußerst wirkungsvoll für etwa eine Stunde.

Reisedauer: 14 Tage
Gefahrene Strecke: 2200 Kilometer

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