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Das größte Ballungszentrum Europas bietet eine einzigartige Industriekultur – und inzwischen maximalen Freizeitwert. Tolle Motorradstrecken finden sich zudem gleich nebenan im Bergischen Land.

AnreiseIm Ruhrgebiet kreuzen sich über ein Dutzend Autobahnen aus allen Regionen Deutschlands. Eine schnelle und direkte Verbindung innerhalb des Pottes ist die von Ost nach West verlaufende A 40 über Dortmund und Duisburg. Parallel dazu verlaufen weiter nördlich die A 42 zwischen Castrop-Rauxel und Oberhausen sowie die A 2, die von Lünen und Dortmund nach Bottrop führt.ÜbernachtenBeliebt und in zentraler Lage: Art Hotel Tucholsky, Viktoriastraße 73, Bochum. Telefon 0234/13543, Fax 6878421. Für eine Übernachtung mit Frühstück sind pro Person ab 36 Euro zu zahlen. Weitere Frühstückspensionen, darunter auch Quartiere in ehemaligen Bergarbeitersiedlungen, vermitteln die Bed-and-Breakfast-Agenturen in Essen (Telefon 0201/8554803) sowie in Dortmund (Telefon 0231/7950165), Internet: www.bed-and-breakfast.de. Für eine Übernachtung mit Frühstück zahlt man ab 29 Euro. Besonders empfehlenswert ist das mit zwei Gästezimmern ausgestattete ehemalige Zechenhaus der 73-jährigen Frau Nowak in der Berliner Straße 17 in Oberhausen-Osterfeld (Telefon 0208/662221). Hier nächtigt man für 17 Euro inklusive reichhaltigem Frühstück und Brotzeitpaket. Im alten Verwaltungsgebäude der stillgelegten Eisenhütte Meiderich hat sich ein mit 140 Betten ausgestattetes Jugendgästehaus etabliert. Die Übernachtung mit Frühstück kostet 20,50 Euro, »Senioren« ab 27 Jahre zahlen einen Aufschlag von 2,60 Euro. Adresse: Lösorter Straße 133, Duisburg-Meiderich, Telefon 0203/417900, Internet: www.dih.de/jugendherbergen/duisburg-nord.SehenswertUnbedingt sehenswert sind die zu Industriedenkmälern, Museen und kulturellen Einrichtungen umfunktionierten Zechen und Hüttenwerke. An erster Stelle ist ein Besuch der Kokerei Zollverein auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen-Katernberg empfohlen. Führungen über die gesamte Anlage können bei der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, Telefon 0231/9311220, gebucht werden. Im »Landschaftspark Duisburg-Nord« kann man Hochöfen besteigen oder sogar in einem alten Gasometer tauchen. An Wochenenden und an Feiertagen verwandelt sich das ehemalige Hüttenwerk mit Einbruch der Dämmerung in ein neonfarbenes Lichtermeer. Infos: Telefon 0203/4291942 oder im Internet unter www.landschaftspark.de.Im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum gelangt man mit einem Aufzug auf einen 71 Meter hohen Förderturm fahren und man kann einen Rundgang durch ein Anschauungsbergwerk unternehmen. Infos im Internet unter www.bergbaumuseum.de. Spannend dargeboten werden die historisch-technischen Führungen durch die Henrichshütte in Hattingen. Auf dem Hüttengelände gibt es die einzige Schau-Gießerei im Ruhrgebiet. Infos: Telefon 02324/92470. Für Freunde historischer Motorräder empfiehlt sich ein Besuch des Niederrheinischen Motorradmuseums in der Friemersheimer Straße 106 in Moers. Die Ausstellung umfasst über 300 zum Teil ausgefallene Exponate wie die Hildebrand & Wolfmüller und den alten Krupp-Roller. Telefon 02841/508522. Öffnungszeiten: Samstags 14 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 16 Uhr.LiteraturInfos zur Geschichte des Kohlenbergbaus und der Montanindustrie sowie detaillierte Beschreibungen der zu Industriedenkmälern umfunktionierten Zechen und Hüttenwerken findet man im 350 Seiten starken DuMont Kunst-Reiseführer »Das Ruhrgebiet – Vom »goldenen« Mittelalter zur Industriekultur« für 25,90 Euro (ISBN 3-7701-3159-2). Praktische Tipps und viele Hintergrundinfos auf 420 Seiten bietet der im Klartext-Verlag erschienene Ruhrgebiet-Reiseführer »Revier im Griff« für 19,50 Euro (ISBN 3-88474-854-8). Zu beziehen über den Buchhandel oder über die Ruhrgebiet Touristik, bei der auch diverses Kartenmaterial und Infopakete angefordert werden kann. Ineressierte erfahren zudem etwas über die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen im »Pott«: Telefon 0231/1816111, Fax 816297; Internet: www.ruhrgebiettouristik.de.Als Landkarte empfiehlt sich die mit Cityplänen ausgestattete Polyglott Deutschlandkarte Nr. 5 »Nordrhein-Westfalen« im Maßstab 1:200000 (ISBN 3-493-65474-X), Preis: 6,95 Euro.Gefahrene Strecke: zirke 300 Kilometer Zeitaufwand: zwei Tage

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