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Reisen nach Algerien sind zur Zeit problemlos möglich. »Wüstenfüchse«, die zudem noch mit einem Begleitfahrzeug reisen, kommen in diesem Land voll auf ihre Kosten. Selbst Sahara-Anfänger können praktisch auf einer ausgebauten Straße bis zum Hoggar-Gebirge fahren.

Anreise Die Anreise nach Algerien erfolgt in der Regel über Tunesien. Dorthin gelangt man per Fähre von Genua oder Marseille. Von Genua aus fahren die Linien Corsica Marritima und SNCM nach Tunis. Infos und Buchung unter 06196/42911-13. Hin und zurück sind pro Peron und Motorrad in der günstigsten Kategorie ab etwa 350 Euro zu zahlen. Von Marseille kann man ebenfalls mit Fähren der Gesellschaft SNCM nach Tunis gelangen. Hier werden hin und zurück pro Person und Motorrad ab zirka 472 Mark fällig. Von Tunis sind es etwa 500 Kilometer bis zur algerischen Grenze zwischen Tozeur und El Wad.DokumenteFür Algerien benötigt man ein Visum (30 Euro), das bei der Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Algerien, Görschstraße 45-46, 13187 Berlin, Telefon 030/48098724 zu bekommen ist. Einen Visumsantrag kann man sich im Internet bei dem Afrikaspezialisten Därr (www.daerr.de) herunterladen. Dort finden sich auch viele aktuelle Infos über Sicherheit, Pistenzustände oder Versorgungsmöglichkeiten. Internationaler Führer- und Fahrzeugschein sind empfehlenswert. In Algerien wird ein Pflichtumtausch in Höhe von 2000 algerischen Dinaren (etwa 31 Euro) fällig. Die Wechselquittungen müssen bis zur Ausreise aufbewahrt werden. Alle eingeführten Devisen, Reiseschecks, Videokameras und Fotoapparate müssen auf einer Devisendeklaration eingetragen werden. Der Durchschlag bleibt beim Zoll.Reisezeit Wegen der extremen Hitze ist eine Sahara-Reise in den Sommermonaten nicht empfehlenswert. Die beste Reisezeit ist von Anfang Oktober bis Ende Mai. In den Wintermonaten ist sogar mit Nachtfrost zu rechnen.AusrüstungWer ohne Begleitfahrzeug in Algerien unterwegs ist, kommt um die Anschaffung eines größeren Tanks und eines entsprechenden Gepäcksystem kaum herum. Die Firma Touratech bietet für fast alle gängigen Enduros entsprechende Systeme. Infos unter Telefon 07728/92790; www.touratech.de. In Sachen Reifen hat sich die Kombination von Michelin Desert (Hinterrad) und Conti TKC 80 (Vorderrad) sehr gut bewährt. Zusätzlichen Schutz gegen Pannen bieten die robusten Elefantenschläuche. Da man im Weichsand mit reduziertem Luftdruck unterwegs ist, sollte man entsprechende Reifenhalter montieren, die ein Durchdrehen des Reifens auf der Felge verhindern. Wer abseits der Pisten – zum Beispiel durch die Dünen des Erg Tifernine – fahren möchte, sollte auf jeen Fall ein GPS besitzen. Das MOTORRAD ACTION TEAM bietet am 8./9. Juni 2002 einen Satellitennavigationskurs an. Infos unter Telefon 0711/182-1977; www.motorradonline.de,Literatur Fast schon ein Klassiker ist »Durch Afrika« von Erika und Klaus Därr aus dem Verlag Reise Know How. Auf 1100 Seiten findet man neben einer ungeheuren Menge an Infos auch zahlreiche Streckenbeschreibungen mit GPS-Daten. ISBN-Nr. 3-89662-011-8, 29,04 Euro.Die vermutlich beste Übersichtskarte ist Blatt 953 von Michelin im Maßstab von 1:4000000. Für Fahrten abseits der Hauptrouten empfehlen sich russische Generalstabskarten im Maßstab von 1:200000 oder IGN-Karten im Maßstab von 1:500000, die bei Expeditionsausrüstern erhältlich sind.

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