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Der Norden der iberischen Halbinsel ist gerade für Motorradfahrer ein äußerst attraktives Reiseziel. Hier finden sich unzählige tolle Gebirgsstrecken und im Sommer am Atlantik viele nette Badestrände. Warum eigentlich immer ans Mittelmeer?

AnreiseSpanien gehört fast schon zu den »Fernzielen«; wer auf die iberische Halbinsel will, muss leider eine lange Anfahrt in Kauf nehmen. Ab der deutsch-französischen Grenze bei Müllheim/Mulhouse sind es auf der gebührenpflichtigen Autobahn via Lyon, Toulouse und Bayonne etwa 1200 Kilometer bis zur spanischen Grenze bei Irún. Nach San Sebastian ist es dann nur noch ein Katzensprung. Bequemer gerät die Anreise per Autoreisezug. Von Frankfurt/Neu Isenburg bis nach Narbonne sind für einen Platz im Liegewagen und ein Motorrad einfach je nach Saison ab etwa 368 Mark zu zahlen. Infos an jedem DB-Schalter oder unter Telefon 0180/5241224. ÜbernachtenEntlang der Küste und rund um die Picos de Europa finden sich genügend Unterkünfte in allen Preisklassen. Für ein Doppelzimmer muss man ab etwa 50 Mark rechnen. Ebenso gibt es zahlreiche Campingplätze. Im August, dem spanischen Ferienmonat, kann es in den Touristenzentren allerdings enger werden. Ohnehin sollte man für eine Reise nach Nordspanien lieber die ruhigeren Monate Juni oder September in Betracht ziehen. Man ist relativ allein unterwegs, und es ist noch nicht so heiß wie im Sommer. Weitere Infos: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Telefon 069/725033; Fax 725313.Gastronomie Jedes Restaurant bietet ein preiswertes, aber gutes Tagesmenü, das »Menu del Dia« an, welches Vor-, Haupt- und Nachspeise Brot, Wasser und oft sogar den Wein beinhaltet. Der Norden Spaniens ist allerdings etwas teurer als der Süden. In den zahlreichen Bars gibt es zum Essen zumeist nur Kleinigkeiten wie Bocadillos (belegte Sandwiches) oder Tapas. In Kantabrien und Asturien wird zum Essen häufig Sidra getrunken, ein Apfelwein mit geringem Alkoholgehalt. LiteraturDas Angebot an Reiseführer über Spanien ist nahezu unüberschaubar. Sehr empfehlenswert ist »Nordspanien und der Jakobsweg« von Reise Know-How für 36,80 Mark. Ein weiterer sehr guter Führer: »Nordspanien« aus dem Michael-Müller-Verlag für 32,80 Mark. Beide Werke bieten eine Vielzahl an Infos und Tipps. Im MOTORRAD-Reiseführer »Spanien« aus der Edition Unterwegs finden sich sechs reichhaltig bebilderte Reisegeschichten von Josef Seitz über die iberische Halbinsel; zwei davon handeln über besonders attraktive Regionen in Portugal. Jeweils im Anschluß an eine Geschichte hat der Autor ausführliche Info-Teile gestellt: am Ende des Buches findet sich sogar ein spanisch-portugisisches Pannenwörterbuch. Für 29,80 Mark zu bestellen beim Spezialverkauf der Motor-Presse, Telefon 0711/182-1229/ oder im Internet unter www.krumbach.de/home/azb00280/. Als Karte eignet sich die »Shell EuroKarte Spanien/Portugal« von Marco Polo im Maßstab von 1:750000 für 12,80 Mark. Die beste Wahl für diese Region ist allerdings die sehr genaue Michelin-Karte 442 (Nord-Spanien) im Maßstab von 1:400000 für 14,80 Mark. Zeitaufwand: drei WochenStreckenlänge: 2300 Kilometer

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