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Eine Reise von Feuerland nach Alaska ist ein einmaliges Erlebnis. Und anders als zum Beispiel in Afrika lassen sich auf dem Doppelkontinent alle Länder relativ problemlos bereisen. Man sollte nur viel Zeit haben.

Anreise:Egal ob eine solche Reise in Alaska oder Argentinien beginnt - ein Motorrad dorthin zu bekommen ist heute leicht und vor allen Dingen bezahlbar. Der Lufttransport funktioniert schnell und zuverlässig. Wenn man alles selber organisiert, sind für ein Motorrad, das mit Palette rund 220 Kilogram wiegt, einfach nach Buenos Aires (Argentinien) oder nach Seattle (USA) jeweils etwa ab 1500 Mark zu bezahlen. Der Rücktransport kann mühelos bei den entsprechenden Frachtabteilungen vor Ort organisiert werden und ist in der Regel günstiger. Auf Luftfracht spezialisierte Speditionen sind in der Regel billiger als die Frachtabteilungen der Fluglinien. Folgende Firmen bieten Motorrad-Transfers in (fast) jedes Land an: In Time (Olaf Kleinknecht). Hamburg, Telefon 040/4050751013. MBS-Air-Cargo in Köln (Stephan Schuster), Telefon 02203/93384143. Bikeworld Travel (Thomas Bergmeister), Detmold, Telefon 05231/580262. GS-Sportreisen, München, Telefon 08927818484 (Katalog). Ein Schiffstransport dauert länger, ist nur unwesentlich billiger und mit deutlich mehr Papierkram verbunden. Reisezeit:Bei einer Fahrt von Feuerland nach Alaska passiert man zwangsläufig jede Klimazone. Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto leichter lässt sich eine Reiseroute zum Beispiel »um« eine Regenzeit herum planen. Eine bestimmte Reisezeit kann es in diesem Fall nicht geben. Wer allerdings in Alaska beginnt, sollte im Nordsommer zwischen Juni und September dort hinfliegen; in Patagonien kommen dagegen nur die Südsommermonate November bis März in Frage.Zur Reisedauer: Wer sich ohne große Pausen nur auf der Panamericana aufhält, kann diese etwa 20000 Kilometer lange Strecke in drei Monaten bewältigen, hat dann aber nicht viel von Land und Leuten gesehen und erlebt. Besser sind ein halbes Jahr oder – am besten – kein Zeitlimit. Viele Panamericana-Fahrer verlängern unterwegs, weil sie feststellen, dass ihr gesetztes Zeitlimit sowieso nie reicht und man unterwegs viel billiger leben kann als geplant. Langzeitreisende rechnen mit etwa 1000 bis 1500 Mark pro Monat inklusive aller Transfers. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.Dokumente: Nord- und Südamerika sind in diesem Punkt leicht zu bereisen. Für alle Länder genügen ein gültiger Reisepass sowie der nationale Führer- und Fahrzeugschein. Für das Motorrad ist in Südamerika ein Carnet de Passage (ADAC) empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig. In den USA ist eine Extra-Versicherung empfehlenswert, in Kanada sogar vorgeschrieben. Infos bei Norwag-Versicherung, Wiesbaden, Telefon 06122/15646, oder Tour Insure, Hamburg, Telefon 040/25172150. Geld:Zwischen Alaska und Feuerland lässt sich fast alles mit US-Dollars regeln. Größere Beträge in Travellercheques mitnehmen, und immer ein paar Dollar in kleinen Scheinen bereithalten. Beides kann mühelos in Banken oder Wechselstuben getauscht werden. Nur im Notfall auf der Straße wechseln. Die gängigen Kreditkarten sind auch in Südamerika weit verbreitet. Unterkunft: In Argentinien, Chile, den USA, Kanada und teilweise auch in Mexiko lässt es sich sehr gut zelten. In allen anderen Ländern finden sich in jedem Ort günstige Unterkünfte. Auf Wertsachen jedoch immer achten. Das Motorrad kann in den meisten Fällen in einer Garage oder auf einem bewachten Parkplatz untergestellt werden. Literatur: Sehr gute Reiseführer für Selbstfahrer kommen von Lonely Planet und Reise Know-How. Das vermutlich beste Buch für Südamerika ist allerdings das »South American Handbook« aus dem Footprint Verlag, das es inzwischen auch auf Deutsch gibt und 75 Mark kostet. Die Automobilclubs in Argentinien, Chile und den USA halten vor Ort sehr gutes Kartenmaterial bereit. Für Südamerika eignet sich als Übersichtskarte die gleichnamige R+V-Karte im Maßstab von 1:4 Millionen für 19,80 Mark. Zusätzliches Kartenmaterial muss dann je nach Reiseroute in den Buchhandlungen, bei Expeditionsausrüstern oder vor Ort gesucht werden. Auf ihrer Homepage bieten die Autoren dieser Geschichte weitere Infos an: www.sbampato.ch.Gefahrene Strecke: 120 000 KilometerZeitaufwand: drei Jahre

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