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Wer den Jakobsweg mit dem Motorrad von den Pyrenäen bis fast an die Atlantikküste von Galicien folgt, entdeckt ein vielseitiges Spanien. Und ein Land, dass reicht an Kultur und Lebensart ist.

Anreise Motorradfahrer, die dem Jakobsweg in Spanien folgen möchen, kommen um eine sehr lange Anfahrt nicht herum. Ausgangsort ist das noch auf französischer Seite der Pyrenäen liegende St. Jean-Pied-de-Port. Dorthin gelangt man am schnellsten über die gebührenpflichtige Autobahn via Lyon, Narbonne, Toulouse in Richtung Biarritz. Zwischen Pau und Bayonne Ausfahrt »Nummer 7« (Pamplona) nehmen. Reifenschonender ist die Anreise per Autoreisezug bis Narbonne. Ab Frankfurt/Neu Isenburg sind je nach Saison einfach pro Motorrad ab 194 Mark und pro Person im Liegewagen 163 Mark zu zahlen. Infos und Reservierung in jedem DB-Reisecenter oder unter 0180/5241224.Unterkunft Entlang des Jakobsweg finden sich Hotels, Pensionen und Privatunterkünfte in jedem Ort – hier ist man bereits seit dem Mittelalter auf zahlreiche Gäste eingestellt. Trotzdem kommt es in der Hauptsaison (besonders in Pamplona und Santiago de Compostela) regelmäßig zu Engpässen. In St. Jean-Pied-de-Port empfiehlt sich das »Hotel Itzalpea« für etwa 70 Mark pro Person; Telefon 0033/5593-70366. Am besten schläft man in Spanien in den sogenannten »Paradores de Turismo«, meist zu Hotels umfunktionierte Burgen oder Schlösser. Zu den schönsten des Landes gehört der Parador in Santo Domingode la Calzada. Pro Person sind hier etwa ab 170 Mark für eine Nacht inklusive Frühstückbuffet zu zahlen. Telefon 0034/941-340300; Fax 941-340325. Ein »etwas« einfacher und dafür preiswerterer Parador befindet sich in Villafranca del Bierzo. Hier kostet die Nacht pro Person ab zirka 130 Mark. Telefon 0034/987-540175; Fax 987-540010. Weiter Infos über Paradores de Turismo können beim Spanischen Fremdenverkehrsamt, Myliusstraße 14, 60323 Frankfurt, erfragt werden; Telefon 069/725033; Fax 725313. In Santiago de Compostela lässt es sich wie in jeder anderen größeren Stadt sehr gut ab zirka 50 Mark in den zahlreichen und preiswerten Privatpensionen übernachten, den »casas de huéspedes«.Sehenswert Klöster, Burgen und Kirchen sind ganz klar die Highlights entlang des Jakobswegs. Wer sich bisher für so was nicht interessiert hat, sollte sich einmal die Kathedralen von Burgos, Leon oder Santiago de Compostela anschauen – die schiere Größe und Pracht verschlägt garantiert jedem den Atem: Romantik und Gotik in absoluter Perfektion! Nicht minder eindrucksvoll sind die mittelalterlichen Stadtbilder wie in Santiago (UNESCO-Weltkulturerbe) oder die urigen, geduckten Steindörfer wie zum Beispiel Cebreiro. In der Römersiedlung Astorga befindet sich im Gaudí-Palast das lohnenswerte »Jakobswege-Museum« (montags bis samstags von 11 bis 14 und 16 bis 20 Uhr).Literatur Sehr empfehlenswert für Individualreisende ist »Nordspanien und der Jakobsweg« von Reise Know-How für 36,80 Mark. Wer sich ausführlich über den Jakobsweg und die einzelnen Etappen informieren möchte: »Praktischer Pilgerführer« von Millán Bravo Lozano aus dem Everest-Verlag (ISBN 84-241-3835-X) für 40 Mark. Dank der sehr guten Karten und Streckenskizzen quasi wie ein Roadbook für den modernen Pilger. Auf der Shell EuroKarte Spanien/Portugal von Marco Polo im Maßstab von 1:750000 ist der Verlauf des Jakobswegs bereits verzeichnet. Für 12,80 Mark. Die beste Wahl sind allerdings die beiden Michelin-Karten 441 (Nord-West-Spanien) und 442 (Nord-Spanien) im Maßstab von 1:400000 für je 14,80.Zeitaufwand: fünf Tage Gefahrene Strecke: 880 Kilometer

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