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Zur Not reicht für die Tour ein langes Wochenende. Wer sich allerdings Zeit nimmt, kann hier locker einen ganzen Urlaub verbringen. Langweilig wird es jedenfalls nicht, und auf der Südseite des Alpenhauptkamms ist außerdem der Sommer zu Hause.


Anreise:
Von Ulm kommend auf der A 7 bis zum Kreuz Allgäu bei Memmingen, dort per A 96 in Richtung Lindau. Kurz vor der österreichischen Grenze die Autobahn an der Abfahrt Lindau verlassen und auf der Landstraße den Hinweisen Bregenz, später Höchst bis zur Schweizer Grenze folgen. Dann auf der gut ausgebauten Schweizer Nationalstraße N 13 oder der Autobahn 13 (vignettenpflichtig) bis Chur. Dort weiter der N 13 über Ems, Bonaduz und Rhäzüns in Richtung San Bernardino folgen. Bis zum Tourenstart sind es ab Lindau etwa 100 Kilometer. Wer aus dem äußersten Westen Deutschlands kommt, kann alternativ über die A 5, Basel und die Gotthard-Autobahn in die Tour einsteigen.

Reisezeit:
Der Nufenen ist einer der höchsten Pässe der Schweiz. Daher ist die Strecke nur zwischen Juni und Oktober und auch dann nicht immer befahrbar. Am besten sich vorher beim ADAC oder den Fremdenverkehrsämtern über den Straßenzustand informieren. Wer im Lago Maggiore baden möchte, genießt im Juli und August die besten Temperaturen.

Die Strecke:
Es sind die kleinen Straßen mit kaum zählbaren Kurven und Kehren, die diese Tour zum echten Highlight machen. Dabei geht es mächtig rauf und runter. Am Lago Maggiore zum Beispiel befindet man sich auf 190 Meter Seehöhe, und am Nufenenpass knackt man fast die 2500-Meter-Marke. Dazwischen gibt es noch reichlich Möglichkeiten für lohnende Abstecher. Zum Beispiel: Von Bonaduz über Versam zur Rheinschlucht. Oder vom Lago Maggiore ins malerische Valle Verzasca. Auch nicht schlecht: die Strecke zwischen Malesco nach Cannóbio durch das Valle Cannobina. Von Domodóssola lohnt die Fahrt ins Val Antigorio, wo man allerdings auf gleicher Strecke retour muss. Auch ein Abstecher ins Binntal im Wallis ist ein Erlebnis. Ebenso bieten sich die schönen Seitentäler des Rheintals an, wie etwa Valsertal oder Safiental.

Übernachtung:
In der Schweiz gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in Hülle und Fülle. Richtig nett und recht preiswert ist es bei Martha Biderbost in CH 3981 Selkingen (zwischen Brig und dem Abzweig zum Nufenen), Telefon 0041(0)28/ 9731258. Im urigen Bauernhaus kostet das Bett (Bad und Küche auf dem Flur) 25 SFR pro Nacht und Nase, allerdings ohne Frühstück. Wer die Runde an einem Wochenende fährt, hat hier auch etwa die halbe Strecke hinter sich. Wer im Tessin einen Zwischenstopp einlegen will, kann sich im Hotel Primavera, CH-6614 Brissago, Telefon 0041(0)91/7931251, niederlassen. Die Übernachtung gibt es hier direkt an der italienischen Grenze und nah der Megabadewanne Lago Maggiore ab 40 SFR inklusive Frühstück. Will man noch den Höhenrausch am Nufenenpass und Umgebung intensiver genießen, bietet sich das Motorradhotel Jungbrunnen an, CH-3981 Gluringen, Telefon 0041(0)27/9741500. Zu Füßen von Grimsel, Furka und Nufenenpass wird hier die Übernachtung ab 65 SFR angeboten.

Informationen
Schweizer Verkehrsbüro, Kaiserstraße 23, 60311 Frankfurt, Telefon 069/2560010, Fax 069/25600138.
Schweiz Tourismus, Bellariastraße 38, CH 8027 Zürich, Telefon 0041(0)1/2881111, Internet: http://www.switzerlandtourism.ch

Karte: Wer auf den Spezialmaßstab 1:305 000 achtet, findet bei fast allen namhaften Kartenverlagen eine prima Karte von der Gesamzschweiz.

Zeitaufwand: ohne Anreise minimal ein langes Wochenende

Gefahrene Strecke: ab Chur etwa 480 Kilometer

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