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Marokko gilt als eines der landschaftlich vielseitigsten Länder Afrikas. Und egal, ob im Hohen Atlas oder in den Sandwüsten des Landes – erfahrene Enduristen wie Afrika-Einsteiger finden hier ein tolles Terrain.

Anreise: Marokko-Fans müssen leider eine lange Anfahrt in Kauf nehmen. Wer seine Reifen schonen will, gönnt sich und seinem Motorrad ein Ticket für den Autoreisezug bis ins französische Narbonne. Ab Frankfurt kostet der Spaß im Liegewagen hin und zurück etwa 800 Mark. Infos in jedem DB-Reisezentrum oder unter 0190/5241224. Von Narbonne ist es ein Katzensprung bis nach Sète, von wo aus man per Fähre nach Marokko (Tanger) gelangt (im Winter einmal, im Sommer zweimal pro Woche). Die Überfahrt dauert etwa 36 Stunden und kostet in der günstigsten Variante für Fahrer und Motorrad rund 1000 Mark hin und zurück. Infos in jedem Reisebüro oder bei Seetours Frankfurt, 069/1333260.Wer die lange Anfahrt nach Südspanien und die horrenden Autobahngebühren in Frankreich und Spanien (etwa 400 Mark hin und zurück) in Kauf nimmt, kann auch von dort aus nach Marokko übersetzen: nach Melilla entweder von Almeria (Transmediterranea, 6,5 Stunden, zirka 140 Mark hin und zurück) oder von Málaga (Transmediterranea, 9 Stunden, zirka 160 Mark hin uns zurück). Infos in jedem Reisebüro. Die günstigste und schnellste Fährverbindung geht zwölfmal täglich von Algeciras nach Ceuta, einer spanischen Enklave auf afrikanischem Boden (Transmediterranea, 40 Minuten, etwa 120 Mark hin und zurück).Finden sich mehrere Reisende, lohnt sich eventuell eine Anfrage bei Poki´s-Bike-Trucking, der die Motorräder in einem Transporter auf Wunsch bis nach Südspanien bringt. Infos jeweils nur montags, mittwochs und freitags unter Telefon 06426/921913; Fax 06426/921914. Oder im Internet unter: www.poki.de.Reisezeit: Marokko kann das ganze Jahr über besucht werden. Motorradler sollten sich allerdings bei einer Tour südlich des Hohen Atlas oder in die dort angrenzenden Wüstengebiete entweder für das Frühjahr oder den Herbst entscheiden. Im Juli und August kommen wegen der großen Hitze nur Touren im Atlas-Gebirge in Frage, während im Winter einige der hohen Pässe wegen Schnee nicht befahrbar.Dokumente: Neben einem Reisepass benötigt man eine grüne Versicherungskarte für das Motorrad, die nachweislich für Marokko gelten muss. Wer ein auf eine andere Person zugelassenes Fahrzeug bewegt, muss an der Grenze eine ins Französische übersetzte, amtlich beglaubigte Vollmacht des Fahrzeughalters vorweisen (bei Mietfahrzeugen den Mietvertrag).Übernachten: In allen größeren Städten finden sich Hotels mit internationalen Standard ab etwa 40 Mark pro Nacht und Person. Einfach Unterkünfte gibt es fast überall ab etwa 15 Mark. In den abgelegenen Regionen ist wildes Campen kein Problem.Organisierte Touren: On & Off Road Travel bietet ein- und zweiwöchige Endurotouren durch Marokko mit Allrad-Begleitfahrzeug und Tourguide ab Málaga in Spanien oder ab Agadir in Marokko an. Wer ohne eigenes Motorrad anreist, kann zwischen einer BMW F 650, R 800 GS Basic oder R 1100 GS wählen. Inklusive Mietmotorrad und Halbpension kostet die günstigste Reise 2640 Mark. Zusätzlich vermittelt On & Off Road Travel Flüge nach Málaga ab etwa 600 Mark und verleiht die Enduros auch für individuelle Touren in Andalusien. Infos: Telefon/Fax 08857/9988. Literatur: Die beste Wahl für eine Reise durch Marokko ist der gleichnamige Führer aus dem Hause Reise Know-How. Das fast 1000(!) Seiten starke Werk lässt sowohl in Sachen Reisevorbereitung als auch vor Ort kaum Wünsche offen. Hervorragend: die ausführlichen Routenbeschreibungen mit Kilometerangaben und GPS-Koordinaten. So viel Lesestoff rechtfertigt auch den Preis von 44,80 Mark.Eine hervorragende Karte kommt von Michelin: Blatt 959 »Marokko« im Maßstab von 1:100000 für 14,80 Mark.Zeitaufwand: zwei WochenGefahrene Strecke: 3000 Kilometer

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