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Ein Trip in den Süden Polens lohnt, keine Frage. Das quirlige Krakau und das Panorama der Hohen Tatra sind allein schon die Anreise wert. Wanderstiefel nicht vergessen!

D Einreise
Reisende in Richtung Polen können zahlreiche Grenzübergänge in Deutschland, Tschechien und der Slowakei benutzen, von denen fast alle rund um die Uhr geöffnet sind. Pass-
kontrollen finden nach wie vor statt, und an Wochenenden sowie an Feiertagen und in den Ferienmonaten muss mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Für die Einreise genügen Personalausweis sowie der Kfz-Schein.
Die grüne Versicherungskarte ist nicht mehr
vorgeschrieben, kann sich im Falle eines
Unfalls jedoch als nützlich erweisen.
D Unterwegs
Autobahnen sind in Polen so gut wie nicht vorhanden. Zurzeit werden die Strecken Berlin–Warschau sowie Dresden-Krakau ausgebaut. Einige bereits fertig-
gestellte Teilstücke sind mautpflichtig. Die Zustände auf den oftmals vollkommen überlasteten Hauptstrecken (viel Lkw-Verkehr) sind bisweilen chaotisch und teils sogar gefährlich. An Ortsdurchfahrten kommt es regelmäßig zu langen Staus. Je weiter man in den Osten des Landes gelangt, desto ruhiger wird’s. Das Tankstellennetz ist dicht, bleifreier Sprit (außer Super Plus) überall erhältlich. Auf den Nebenstrecken besonders auf Schlaglöcher und Rollsplitt achten. Obwohl
Motorräder kein bevorzugtes Diebesgut sind, ist es besser, die Fahrzeuge nachts besonders gesichert abzustellen.
D Unterkunft
In allen größeren Städten sowie in touristisch interessanten Gegenden hat sich das Angebot an Hotels und Pensionen in den letzten Jahren extrem verbessert. Die Preise für ein einfaches Zimmer beginnen bei zehn Euro. Hoteltipps und -beschreibungen liefert das Internet unter www.polhotels.com sowie unter www.hotel.pl. Campingfreunde finden
in Polen ein erstaunlich dichtes Netz an Zeltplätzen (»Kemping«). Eine Übersicht liefert
die Website www.campingpolska.com.
Der Tipp in Szczyrk: »Pension Markus« (direkt im Zentrum, auf das KTM-Schild achten). Pro Person und Zimmer fallen inklusive Frühstück zwölf Euro an. In Krakau empfiehlt sich die Bed & Breakfast-Pension »Pokoje Goscinne«
in der ul.Wislna 9 (direkt im Zentrum am Südende des Marktplatzes). Die einfachen Zimmer kosten rund 25 Euro pro Nacht und Nase. Motorräder können im Hausflur geparkt werden.
D geld
Die Einführung des Euro lässt in Polen noch
auf sich warten, Zahlungsmittel ist der Zloty (vier Zloty sind etwa ein Euro). Den besten Kurs bieten die Wechselstuben im Land. Per EC-Karte (Maestro) kann man meist überall Geld am Automaten abheben.
D Im Gebirge
Die polnische Seite der Hohen Tatra lässt
sich am besten zu Fuß erkunden – es gibt
ohnehin keine Straßen, die durch das knapp 2500 Meter hohe Mini-Gebirge führen. Ausgangspunkt aller Tatra-Touren ist Zakopane, die Touristenhochburg des Landes. Von dort aus erstreckt sich ein etwa 225 Kilometer
langes Netz an markierten Wanderwegen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Sechs urige Hütten bieten in den Bergen einen
Platz für die Nacht (www. pttk-zakopane.pl). Ziel aller Wanderer: der 2499 Meter hohe
Gipfel des Rysy und das Tal der fünf Seen. Wer allerdings Ruhe sucht, sollte die Region nicht in der Hauptsaison (Juli und August)
besuchen – dann sind auf diesen Wegen täglich mehrere tausend (!) Menschen unterwegs. Infos: www.tatra.oczkowicz.de (in Englisch).
D In Krakau
Diese Stadt gilt als heimliche Metropole des Landes und steht für ein neues Lebensgefühl der Polen: Man präsentiert sich jung, dynamisch und weltoffen. Highlight: der riesige Marktplatz mit den Tuchhallen und dem Rathaus sowie die gesamte Altstadt. Dort lockt eine unerwartet vielseitige Restaurant-, Café-, Kneipen- und Clubszene. Der jeweils beson-
dere Tipp: »Jama Michalika« (gilt als Klassiker unter Krakaus Kaffeehäusern); »Stalowe
Magnolie« (täglich Live-Rock); »U Munika« (der Jazz-Club schlechthin); »Harris Piano« (die vermutlich beliebteste Kellerkneipe).
D Polen im Netz
Polnisches Fremdenverkehrsamt:
www.polen-info.de. Weitere Infoseiten: www.entdecke-osteuropa.de/pl.htm;
www.urlaub.polen.de; www.inyourpocket.com (sehr gut gemachter Stadtführer).
D literatur
Überaus informativ und praxisgerecht: »Polens Süden« von Reise Know-How, Preis: 19,90 Euro. Aus dem gleichen Verlag stammt »Kulturschock Polen«. Das lohnenswerte Buch
(vor der Reise lesen!) stimmt vielschichtig auf das Land ein, erklärt Denk- und Lebensweisen und hilft, Vorurteile und Ängste abzubauen. Preis: 14,90 Euro.
Eine sehr gute Übersichtskarte kommt von
Michelin: »Polen« im Maßstab von 1:700000 für 7,50 Euro. Detaillierter sind die einzelnen Eurocard-Blätter aus dem RV-Verlag, in diesem Fall »Polen Südost – polnisches Hochland,
Beskiden, Tatra« im Maßstab von 1:300000, Preis: 7,50 Euro.

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