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Die Auvergne ist ein Teil des Zentralmassivs und zählt zu den dünnbesiedelsten Regionen Frankreichs. Das verspricht wenig Verkehr und unzählige Kurven in einer einzigartigen Vulkanlandschaft.

ANREISE:Am schnellsten geht es von Nord- und Westdeutschland über Luxemburg und dann per A31 über Metz bis Dijon. Von dort auf die A6 nach Lyon und die A89 bis Clermont-Ferrand. Von Süddeutschland führt die schnellste Anreise über Mulhouse und die A36 bis Dijon, dann via A6 und A89 in die Auvergne.REISEZEIT: Im Mai kommt der Frühling, die Tagestemperaturen klettern auf 15 bis 25 Grad, aber einige Pass-Straßen können wegen Schnee noch gesperrt sein. Traditionell sind Mai und Juni etwas feucht. Das typische Sommerwetter des Juli und August ist heiß und trocken, in den Bergen aber gut zu ertragen. Mitunter muss mit heftigen Gewittern gerechnet werden. Im Laufe des Oktobers hält der bunte Herbst seinen Einzug, der November gibt sich gerne regnerisch und im Dezember können die Schlitten ausgepackt werden.ÜBERNACHTEN:Hotels und Pensionen finden sich selbst in der dünn besiedelten Auvergne in ausreichender Zahl. Eng kann es lediglich in den französischen Sommerferien im Juli und August werden. Wer es etwas rustikaler mag, kann in einer der zahlreichen »gite d´étape», eine Art Wandererheim, nächtigen. Zwei Personen zahlen inklusive Frühstück umgerechnet etwa 70 Mark. Zusätzlich gibt es einige Campingplätze, auf denen ein Zelt mit zwei Personen je nach Platzkategorie mit zwölf bis 30 Mark eingestuft wird.SEHENSWERT:Die Mautstraße auf den Puy de Dôme (fünf Mark pro Motorrad) lohnt schon wegen der Aussicht über die Kette der Vulkane. Bei ruhigem Wetter starten Drachenflieger und Paraglider vom Gipfel. In der Auvergne gibt es zahlreiche alte Städte. Die schönsten sind Salers, Besse-en-Chandesse und Murat. Im Sommer finden oft mittelalterliche Märkte mit entsprechend kostümierten Betreibern statt. Ebenfalls sehenswert ist die skurrile, 100 Jahre alte Standseilbahn Funiculaire in Le Mont-Dore. Bei Regenwetter gibt´s ein Alternativprogramm: der Besuch in einer Käserei, das Gewittermuseum in Marcenat, oder ein Sapziergang durch die alten Kurorte Le Mont-Dore und La Bourboule. AKTIVITÄTEN:Wer seine Wanderschuhe mitnimmt, kann die Vulkanlandschaft auf markierten Wegen erkunden. Lohnenswert sind vor allem die Bergtouren. Ein paar Vorschläge: Nördlich vom Puy de Dôme zwischen den grünen Vulkankratern. Auf den mit 1886 Meter höchsten Berg der Auvergne, den Puy de Sancy (für Faule gibt es eine Seilbahn). Ins Bergtal Vallée de Chaudefour bei Besse. Im Cantal zum Puy Mary und weiter über den spektakulären Gipfelgrat zum Puy de Peyre Arse. Fast alle Wege sind auch für Mountain Bikes offen, bieten ein perfektes Revier auch für tagelange Touren. Wer lieber nass werden möchte, paddelt am besten per Kajak oder Raft auf dem Allier. Es gibt mehrere Vermieter entlang des Flusses. INFORMATIONEN:Gutes Infomaterial, teilweise sogar in Deutsch, gibt´s beim Comité Regional du Tourisme d´Auvergne, 43 Avenue Julien, BP 395, 63011 Clermont Ferrand, Telefon 0033(0)473/294949, Fax 341111.Infos in Deutschland: Maison de la France, Westendstraße 47, 60325 Frankfurt, Telefon 069/7560830, Fax 069/752187.LITERATUR:Einen ersten Einblick bietet das Reisetaschenbuch Auvergne und Cevennen von DuMont für 19,80 Mark. Etwas mehr Infos liefert der Michelin-Reiseführer Auvergne – Périgord. In der MOTORRAD-Reihe Edition Unterwegs erfährt man in Band 2 mehr über Kurvenspaß in der Auvergne. Erhältlich für 29,80 Mark im Buchhandel, im MOTORRAD-Shop oder beim Sonderverkauf unter Telefon 0711/182-1229. Auf der Michelin-Karte 239 Auvergne/Limousin (Maßstab 1:200 000) sind auch die kleinsten Straßen verzeichnet. Wer´s noch genauer möchte, greift auf die IGN-TOP 25-Serie zurück, Maßstab 1:25 000 für 16,80 Mark pro Blatt.Zeitaufwand: zwei WochenGefahrene Strecke ab Köln: 3000 Kilometer

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