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Die Westalpen bieten alles, vom verzwickten Schotterweg bis zum schnellen Pass. Kaum anderswo sind die Kontraste größer als zwischen Mont Blanc und Mittelmeer.

D Anreise
Die kürzesten Wege zum Mont Blanc führen entweder durch die Schweiz über Basel, Bern und Martigny oder entlang des Genfer
Sees nach Chamonix. Wer diese Route vom Süden her angehen will, gelangt in Frankreich über die gebührenpflichtigen Autobahnen E 15 und E 80 bis Nizza und Monaco. Die bequemste Anreise bietet der Autozug, der von Hamburg und Düsseldorf bis Fréjus an der Côte
d’Azur fährt. Für eine Person und ein Motorrad kostet die einfache Fahrt ab Düsseldorf saisonabhängig ab 208 Euro. Infos bei DB Autozug, Telefon 0180/5241224 oder im Internet unter www.dbautozug.de.
D Reisezeit
Der August ist Hauptreisemonat in Frankreich und Italien. Staus
und nervige Zimmer- oder Zeltplatzsuche sind die Folge. Problem-
loser geht es im Juni, Juli sowie im September voran. Wobei die
hohen Pässe im Juni noch im Winterschlaf liegen können. Infos über
Wintersperren liefern die jeweiligen Automobilclubs: ADAC, Telefon 089/76760, www.adac.de; TCS (Touring Club Schweiz), Telefon 0041/22412424, www.tcs.ch; ACI (L’Automobile Club d’Italia),
Telefon 0039/06/491115, www.aci.it; ACF (Automobile Club France), Telefon 0033/2241/72424, www.automobileclub.org.
D Übernachten
Ob Campingplatz oder Fünf-Sterne-Hotel – in den Alpenländern ist
jeder Wunsch erfüllbar. Im August kann es in Frankreich und Italien jedoch eng werden. Ansonsten finden sich praktisch an jedem Pass Refugios und Albergos, die garantiert noch ein oder zwei Betten
für die Nacht haben. Ein Zelt lohnt besonders für den französischen
Teil der Alpen, da es dort die schönsten Campingplätze gibt. Wer’s vorsichtig und rücksichtsvoll angeht, wird seine Hütte auch schon
mal wild aufstellen können, ohne gleich Probleme mit den Behörden erwarten zu müssen. Italienische Zeltplätze befinden sich meist in fester Hand von Dauercampern.

D OFFroad
Franzosen und Italiener sind vergleichsweise tolerant, was das
Fahren auf den alten Militärpisten angeht. Allerdings hört auch bei
ihnen der Spaß auf, wenn Geländeheizer die Wege als Rennstrecke missbrauchen. Die Folge sind Streckensperrungen mit drastischen Strafen bei Missachtung. Noch gibt es einige freie Strecken, die
sich perfekt zum Enduro-Wandern eignen. Wie lange das so bleibt, hängt einzig und allein vom Fahrverhalten jedes Einzelnen ab.

D Literatur
Herausragend ist der »Grosse Alpenstraßenführer« aus dem
Denzel-Verlag, liebevoll »der Denzel« genannt. Der dicke Wälzer
kostet 36 Euro, wird alle zwei Jahre aktualisiert und beschreibt
sehr ausführlich fast alle fahrbaren Straßen in den gesamten
Alpen. Hotel- oder Streckentipps sucht man in diesem Werk dagegen vergebens. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist der Tourenführer
»Lust auf Französische Alpen« aus dem Highlights-Verlag für elf
Euro, der mit zehn detaillierten Tourenvorschlägen seinem Namen
alle Ehre macht.Top-Kartenmaterial kommt von Michelin im
Maßstab von 1:150000. Die beschriebene Strecke findet sich auf
den Blättern 333, 334 und 341, Kostenpunkt jeweils 7,50 Euro.

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