Infos (Archivversion) nördliches Juragebirge

Wer es schafft, ein paar trockene Tage zu erwischen, wird im Jura mit einer Vielzahl wunderschöner Strecken und der markanten Landschaft entlang des Doubs belohnt.

D Allgemeines
Schon die Landkarte zeigt die Besonderheit des Juras. Sowohl im schweizerischen wie im französischen Teil verlaufen alle Täler von Südwest nach Nordost. Elf aufgefaltete Gebirgsketten und ebenso viele Täler reihen sich parallel zum Westrand der Alpen auf. Im Schweizer Balzthal wird dies gut sichtbar, denn hier liegt ein Querbruch in den Barrieren. Alternativ
führen die Routen entweder in den Tälern oder auf den Hochflächen des oft einsamen und
abgeschiedenen Gebirgszugs entlang, der sich viel Ursprünglichkeit bewahrt hat. Mittendrin liegt die Flusslandschaft des Doubs.
Der rund 430 Kilometer lange Grenzfluss Doubs entspringt etwa 35 Kilometer südlich von
Pontarlier am Berg Noirmont und durchfließt in einem weiten Bogen eine Vielzahl unterschiedlicher Naturräume. Besonders interessant ist das an seinem Oberlauf, wo er sich am Saut de Doubs 28 Meter senkrecht in eine tief eingefurchte Schlucht stürzt. Den weiteren Weg zu seiner Mündung lässt er dagegen in lang gezogenen Kehren angehen und fließt zwischen Delémont und Saint Hippolyte sogar knapp
40 Kilometer in entgegengesetzter Richtung.
In Montbéliard dreht er schließlich eine
letzte Pirouette. Danach geht es über Besançon zur Saône-Mündung in Verdun-sur-le-Doubs.
D Anreise
Von Deutschland am schnellsten per A 5 über Karlsruhe nach Basel und dort auf der Bundesstraße 18 bis Délemont oder auf der E 27 nach Moutier. Dort befindet man sich mitten im Schweizer Jura und hat einen guten Ausgangspunkt für die Tour.
D Wetter und
Reisezeit
Das größte Handicap im Jura bildet das Wet-ter. Am Westrand der Alpen gelegen, bietet
es die erste größere Abladestelle für die von Westen andrängenden Wolken, und im Sommer sind Gewitter häufig zusätzliche Nieder-
schlagsbringer. Im Herbst bildet sich in den Morgenstunden oft Nebel über den Seen, der sich vormittags wieder auflöst und reizvolle Stimmungen hervorruft. Im Winter wurden
im Jura die tiefsten Temperaturen der Schweiz gemessen.
D Übernachten
Besonderer Tipp ist das Hotel »Maison Monsieur«, Telefon 0033/329686060, bei Saint Ursanne. Gegründet 1494 vom Grafen von
Neuenburg und einst an der wichtigen Verbindungsroute zwischen Franche-Comté und
Montbéliard gelegen. Zeitweise diente es
als Unterkunft für Revolutionäre, die der französischen Revolution entflohen waren.
Mitten im historischen Stadtkern von CH-2882 Saint Ursanne findet man die Auberge du Jura, Rue du
23-Juin, Telefon 0041/(0)32/ 4613560.
Direkt am Aussichtspunkt Chasseron liegt das »Hôtel du Chasseron«, CH-1452 Les Rasses, Telefon 041/(0)24/ 4542388, www.chasseron.ch. (Reservierung an M. Lionel Billard richten). Camper finden vor allem in Frankreich und entlang des Doubs zahlreiche Plätze. Weitere Informationen zu motorradfreund-
lichen Unterkünften bieten folgende Internetseiten: http://www.motorradhotelguide.de und http://
www.bikeundhome.de.
D Literatur
Bis auf reine Wanderführer bietet nur der
Oaseverlag für 19 Euro einen allgemeinen Führer über den französischen Teil des Gebiets. Zur Orientierung eignet sich optimal die neue
Michelinkarte Nr. 321, »Französisches Jura« in 1:175 000, ergänzt vom Anschlussblatt Nr. 551, »Nordschweiz« in 1:200000.
D Informationen
Französisches Fremdenverkehrsamt Maison
de la France, Zeppelinallee 37, 60325
Frankfurt/ Main, Telefon 0900/1570025,
Fax 0900/1599061, www.franceguide.com; www.jura-tourism.com. Schweiz Tourismus, Rossmarkt 23, 60311 Frankfurt/Main, Telefon 069/256001-32, www.myswitzerland.com.

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