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Südlich von Vättern- und Vänern-See breitet sich die schwedische Wald- und Mittelgebirgslandschaft aus und bietet Enduro- wie Tourenfahrern eine Menge einsamer Asphalt- und Schotterwege.

ANREISE:Alle Wege führen über die Ostsee. Die beste Verbindung ermöglicht die TT-Line von Travemünde nach Trelleberg, Fahrer und Motorrad ab 70 Mark. Alternativen: Rostock-Trelleberg mit TT-Line ab 70 Mark. Vogelfluglinie Puttgarden-Rødby und Helsingør-Helsingborg mit DFO ab 60 Mark. Rostock/Saßnitz-Trelleberg mit DFO ab 50 Mark. Kiel-Göteborg mit Stena Line ab 178 Mark. Frederikshavn (Dänemark) - Göteborg mit Stena Line ab 70 Mark.REISEZEIT:Das Klima Südschwedens unterscheidet sich kaum von dem in Schleswig-Holstein. Hochsaison ist der Juli, empfehlenswert sind daher vor allem Mai, Juni und August. Im Hochsommer weisen die zahlreichen Seen angenehme Temperaturen auf. Übrigens: Im Sommer sind in Schweden die Tage lang und die Nächte kurz.ÜBERNACHTUNG:Freies Zelten ist an den schönsten Plätze meist verboten. Trotzdem ist es jedem Reisenden erlaubt, eine Nacht in der freien Natur zu campen, außer auf auf Privatgrund oder in Schutzgebieten. Lagerfeuer sind im Sommer wegen der Waldbrandgefahr strikt verboten. Besonders im Süden gibt es viele Campingplätze, von ganz einfachen mit Plumpsklo und Wasser aus dem See bis zu luxuriösen mit Waschmaschine und Farbfernseher.Viele Privatleute und Campingplatz-Betreiber vermieten kleine gemütliche Holzhütten (Stuga), ab etwa 60 Mark pro Nacht. Pensionen und Hotels gibt es fast ausschließlich in Ortschaften und sind deutlich teurer als in Deutschland.SEHENSWERT:Nordöstlich von Växjö befinden sich 15 Glasbläsereien, die fast alle besichtigt werden können. Astrid Lindgren-Freunde werden in Vimmerby fündig. Ein paar Kilometer weiter westlich lockt die tolle Altstadt von Eksjö. Das schönste Stück des Göta-Kanals beginnt in Motala am Vättern-See und windet sich durch Felder bis zum Roxen-See. Der Göta-Kanal gilt als »historisches Meisterwerk der Ingenieuerskunst«. Eine Attraktion sind die drei aktiven Oldtimer-Dampfer Juno (1874), Wilhelm Tamm (1912) und Diana (1931) und die siebenstufige Schleusenanlage bei Berg.Weitere Höhepunkte: das erwähnte Andrée-Museum in Gränna und natürlich das Husqvarna-Museum in der gleichnamigen Stadt am Südufer des Vättern-Sees.INFORMATION:Einen ausführlichen Info-Katalog gibt es kostenlos bei der Schweden-Werbung, Lilienstr. 19, 20095 Hamburg, Telefon 040/32551355, Fax 32551333.Über Fährverbindungen informiert auch der ADAC und jedes gute Reisebüro.ORGANISIERTE TOURENGeführte Touren bieten Enduro Fun in 25710 Burg an, Telefon 04825/7337, (7. bis 15. August 1999, Preis: 1382 Mark) sowie die Fährgesellschaft Stena Line, Telefon 0180/5333600 (vier- bis neuntägige Reisen mit und ohne Tourbegleitung, Fährpassage inklusive, Preise ab xxxxx Mark).LITERATURFür die Vorbereitung zu Hause eignen sich GEO Spezial »Schweden« für 14,80 Mark, der HB-Bildatlas »Schweden« für 16,80 Mark sowie »Skandinavien« von Josef Seitz, MOTORRAD Edition Unterwegs, für 29,80 Mark, erhältlich im MOTORRAD Shop oder im Buchhandel. Unterwegs hat sich das 500 Seiten starke Schweden-Reisebuch vom Velbinger-Verlag für 44 Mark bewährt. Tip: Wer mehr über Andrées spannende Expedition zum Nordpol erfahren möchte, sollte sich »Ingenieurs Andrées Luftfahrt« von Per Olof Sundmann zulegen, DTV-Taschenbuch, 19,80 Mark.Gute Karten sind die schwedischen Esselte-Blätter 1 und 2 im Maßstab 1:30 000, die hierzulande als Lizenzausgabe von RV für 16,90 Mark vertrieben werden. Zeitaufwand zwei WochenGefahrene Strecke 2000 Kilometer

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