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Ligurien bietet im Hinterland der Mittelmeerküste ein Paradies herrlichster Motorradstrecken an. Bereits ab April sind hier warme Ausflüge und eine tolle Kombination von alpinen und mediterranen Genüssen möglich

Anreise: Der schnellste Weg zur Riviera führt über die Schweiz durch den St. Gotthardt- oder San Bernadino-Tunnel. Anschließend auf der italienischen A 26 an Mailand vorbei bis zum Meer. (Ab Lindau/ Bodensee etwa 500 Kilometer.) Zurück empfielt sich von La Spezia die Route über Verona und den Brenner.Reisezeit: Bereits ab April lohnt eine Reise zur ligurischen Küste, die dann in voller Blüte steht. Badenixen sollten allerdings bis Juni warten. Vorher ist das Meer noch recht kühl. Juli und August bedeuten Hochsaison mit Hitze, überfüllten Stränden und überhöhten Preisen. Schön ist es dann wieder im September, wenn konstante Wetterlagen, warmes Meerwasser und wenig Touristen Ligurien geradezu zum Geheimtip werden lassen. Mit etwas Wetterglück lohnt die Reise auch im Oktober noch - zur Verlängerung des knappen deutschen Sommers.Die Strecke: Abseits der Küste ist in Ligurien fast jede Straße ein Highlight für Motorradfahrer. Ungezählte Tourenmöglichkeiten bieten sich an. Aber Achtung: In den Seealpen ist nicht jedes Paßsträßchen geteert. Wir sind von Mailand über Genua nach Albenga gefahren und haben dort in Tagestouren die südlichen Alpenausläufer erkundet. Erst von Albenga auf der Via Aurelia (SS 1) nach San Remo, mit Abstecher nach Bussana Vécchia. Dann durch das Val d´Argentina nach Triora. Anschließend über Montalto, dem Colla d´Oggia und Pieve di Teco zurück zum Meer. Ein anderer toller Abstecher ab Albenga führt via Zuccarello zunächst Richtung Garéssio. In Castelvécchio biegt man dann nach Bardineto ab, um von dort über den Giogo di Toirano wieder zur Küste zurückzukommen. Die Strecke nach Osten führt auf der Aurelia in Richtung Genua. Von Voltri bis Nervi bietet sich die Umfahrung Genuas auf der A 12 an. Danach auf der Aurelia weiter über Rapallo bis Sestri Levante. Auf einer kleinen Tunnelstraße erreicht man Monéglia (ideal für ein weiteres Standquartier). Die Bergwelt im Hinterland ist hier noch einsamer, und man kann tagelang durch die Berge surfen, ohne dabei eine Kurve zweimal fahren zu müssen. Von Monéglia aus sind wir zum Schluß dieser Reise auf der Tunnelstraße weiter bis Déiva gefahren. Auf einer wirklich schönen Panoramastrecke erreicht man dann Levanto, wo sich ein Abstecher nach Monterosso lohnt. Danach folgt man den Hinweisen Richtung La Spezia, wo die Autobahn via Parma und dem Brenner für die Rückreise wartet. Übernachten/Camping:. Am besten sucht man sich jeweils das Quartier direkt am Meer und startet von dort aus zu Touren in die einsamen Berge. Im Küstenbereich gibt es Campingplätze in Hülle und Fülle. Besonders reizvoll ist das Campen direkt am Strand von Albenga auf dem Platz »Sole«, Via Michelangelo, I-17031 Albenga, Telefon 0039/0182/51957. Camper zahlen pro Person und Tag etwa 15 Mark. Wer ohne Zelt reist, kann dort auch Appartements oder Bungalows mieten. Die Preise beginnen ab etwa 25 Mark pro Nacht und Nase, schwanken aber saisonal stark. Schön, aber mit 21 Mark leider auch teuer, ist der Platz »Smeraldo« in I-16030 Monéglia, Telefon 0038/0185/49375, dessen Terrassen direkt über dem Meer in die Steilküste hineingebaut wurden. Ab rund 30 Mark pro Person stehen auch hier Bungalows zur Verfügung.Literatur: Für Ligurien gibt es Schriften en masse. Ein gute Übersicht bietet der kleine Marco Polo Reiseführer »Italienische Riviera« für 9.80 Mark. Ein gute Karte bietet Mairs mit der Generalkarte »Italien« Blatt 4, in 1:200.000.Informationen:Servizio Promozione Turistica, Via Fieschi 15, I-16121 Genova, Telefon 0039-010/54851.Zeitaufwand: eine Woche. Gefahrene Strecke: Ab Lindau etwa 2000 Kilometer.

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