Infos (Archivversion)

Eines gleich vorweg: Lizensfreie Veranstaltungen wie der Istria Scramble sind zwar für Rallye-Einsteiger, nicht aber für Enduro-Anfänger gedacht. Sie richten sich an ambitionierte Fahrer, die bereits ein gewisses Maß an Geländeerfahrung besitzen und jetzt den nächsten Schritt wagen und ihr Können unter »Rallye-Bedingungen« ausprobieren wollen.

Einsteiger-Rallyes: Neben dem Istria Scramble gibt es weitere lizensfreie Veranstaltungen, bei denen Rallye-Einsteiger einen Geschmack davon bekommen können, was es heißt, sich per Roadbook und nach Zeitvorgaben durchs Gelände zu mühen.Die von Richard Schalber organisierte »Transdanubia-Rallye« führt nach dem Start in München vom 21. bis zum 28. August 1999 rund 3100 Kilometer weit auf anfangs längeren Straßenetappen durch Österreich, Tschechien, die Slowakei bis nach Ungarn, wo schließlich die meisten der Gelände-Sonderprüfungen stattfinden. Weniger geübte Fahrer dürfen wie beim Istria Scramble die schwierigsten Passagen auch umfahren, was allerdings mit Strafpunkten geahndet wird. Übernachtet wird in eigenen Zelten, und inklusive Nenngeld und Verpflegung sind 1950 Mark zu zahlen. Infos bei Richard Schalber, Telefon 08324/2876, Fax 08324/8742.Obwohl die »München-Breslau« zwar auch zu den klassischen Einsteiger-Rallyes gehört, sollten sich hier nur sehr sichere Geländefahrer mit einer guten Kondition an den Start wagen. Vom XX Juni bis zum XX Juli 1999 geht´s über längere Verbindungsetappen rund 2000 Kilometer weit bis nach Polen, wo in der Regel besonders schwierige Off Road-Passagen zu erwarten sind. Das Nenngeld beträgt 1280 Mark, und übernachtet wird in eigenen Zelten oder Begleitfahrzeugen. Infos beim Veranstalter Breitengrad, Telefon 08263/1526, Fax 08263/1527.Ausrüstung: Grundsätzlich können die genannten Rallyes mit jeder gängigen, straßenzugelassenen Enduro gefahren werden. Neben den entsprechenden Reifen müssen nur noch ein Roadbook sowie ein Tripmaster montiert werden. Die Firma Touratech hat sich auf Reise- und Rallye-Umbauten spezialisiert und bietet neben weiterem Zubehör wie Handprotektoren, Wassertransportbeutel oder Kartentaschen ein elektrisch betriebenes Roadbook sowie einen IMO-Rallyecomputer mit Halterung und Lenkerfernbedienung zum Paketpreis von 1149 Mark an. Einen Katalog und weitere Infos gibt´s unter Telefon 07728/97920, Fax 07728/97921, Internet: http://www-touratech.de.Im 830 Seiten starken Katalog vom Versandhändler Götz findet sich von Bekleidung über Ausrüstung und Zubehör nahezu alles, was besonders die Herzen von Enduro-, aber auch von Straßenfahrern höher schlägen läßt. Infos und Katalog: Götz GmbH, Telefon 07476/933150, Fax 07476/933250.In Sachen Bekleidung sind bei einer Rallye Brustpanzer, Ellenbogenprotektoren und Knieschützer unter einer leichten und luftigen Jacke und Hose obligatorisch. An den Enduro- oder Cross-Stiefeln sollte bei einer Fahrt durchs Gelände auf keinem Fall gespart werden, da man sich bei Geländefahrten schon bei kleineren Umfallern schwere Verletzungen im Fuß- oder Knöchelbereich zuziehen kann. Die Stiefel sollten deshalb eine sehr stabile Sohle haben und mit Protektoren im Schienbein- und Knöchelbereich ausgestattet sein. Wegen der besseren Luftzirkulation kommt bei Rallyes nur ein Endurohelm mit Schutzbrille in Frage. Der Helm sollte über ein bruchsicheres Sonnenschild und ein zum Waschen herausnehmbares Innenfutter verfügen. Besonders auf schlammigen Pisten lohnen sich Abreißscheiben (10er Pack zirka zehn Mark) oder Abrollvisiere (ab zirka 70 Mark), die sich im Fachhandel für die gängigen Brillenmarken wie Scott oder Smith immer finden.Gegen den Durst unterwegs hilft ein auf den Rücken geschnalltes Trinksystem mit Direktleitung zum Mund, die es beispielsweise im Fachhandel von Thor (59,90 Mark), von Camelback (ein Liter 79,80, zwei Liter 99,90 Mark) oder von Touratech als Hüfttasche (zwei Liter 49 Mark) gibt. Das notwendige Werkzeug und Flickzeug sowie Kleinteile wie Klebeband oder Draht verschwinden am besten in einer Gürteltasche (zum Beispiel Acerbis Hi-Tech mit Trinkwasserflasche für 105 Mark) oder in einer Werkzeugtasche, die auf dem Rahmenheck befestigt wird (zum Beispiel Free xxx Trouve von Götz für 29,50 Mark).Enduro-Trainings: Wer seine Off Road-Fahrkünste vor einer Rallye-Teilnahme verbessern will, sollte sich überlegen, an einem der folgenden Enduro-Trainings teilzunehmen.Bei Hechlingen in der Nähe von Ausgburg unterhält BMW in einem stillgelegten Steinbruch ein anspruchsvolles Enduro-Gelände, wo man nach Voranmeldung an zwei- oder dreitägigen intensiven Fahrtrainings unter Anleitung von Instruktoren teilnehmen kann. Mit eigenem Motorrad (nur Viertakter) kosten zwei Tage 590 Mark, für drei Tage sind 730 Mark zu zahlen. Gegen Aufpreis können die BMW-Modelle F 650, R 80GS Basic oder R 1100GS gemietet werden. Die Übernachtungen schlagen zusätzlich zu Buche. Infos unter Telefon 089/395768.In der Nähe von Bremen befindet sich bei Wuhlsbüttel der »Freizeitpark Motodrom Hoope«, wo Enduristen freitags bis sonntags für 40 Mark pro Tag auf einer tollen Cross-Strecke frei fahren können. Auf dem Gelände befindet sich neben einem Zeltplatz und einer Cafeteria auch eine Piste für Kinder. Infos unter Telefon 040/867889 oder im Internet unter www.hoopepark.de.Das MOTORRAD ACTION TEAM bietet neben mehreren Enduro-Reisen auch zweitägige Einsteigerlehrgänge auf einer Cross-Strecke in Warching bei Donauwörth. an. Die Instruktoren vermitteln Grundkenntnisse, und die Teilnehmer können zwischen fünf Leistungsgruppen wählen. Inklusive Verpflegung und Übernachtung sind 490 Mark zu zahlen. Termine: 22. und 23. Mai sowie 29. und 30 Mai 1999.Wer bereits über etwas Fahrpraxis im Gelände verfügt, kann an jeweils einem Wochenende über die Cross-Pisten von Odenheim bei Bruchsal (10. und 11. Juli 1999) und Warching (12. und 13. Juni 1999) pflügen. Der Spaß kostet 70 Mark und beinhaltet freies Fahren und die Campingplatzgebühren. Einen Katalog und weitere Infos gibt´s beim ACTION TEAM, Telefon 0711/182-1977, Fax 0711/182-2017.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote