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Egal in welcher Jahrezeit: eine Tour durch den Westerwald lohnt sich immer - besonders wegen der zahlreichen kurvigen Straßen und Wege, die sich durch die hügelige Landschaft winden.

Anreise: Der Westerwald läßt sich einfach über mehrere Autobahnen erreichen. Wer auf der A3 eine der Ausfahrten zwischen Limburg und Bad Honnef/Linz anpeilt, landet bereits mitten im Westerwald. Über die A4 gelangt man von der Ausfahrt Reichshof/Eckenhagen zum Ausgangspunkt der im Text beschriebenen Route. Die A45 stößt an die östlichen Ausläufer des Westerwalds. Dort die Ausfahrt Herborn nehmen und auf der B255 in Richtung Montabaur fahren.Übernachten: In fast allen Orten des Westerwalds gibt es preiswerte Gasthäuser, Pensionen und Hotels. Campingplätze finden sich besonders entlang der Lahn und der Wied. Adressen und weitere Infos gibt´s beim Fremdenverkehrsverband Rheinland-Pfalz, Löhrstraße 103 - 105, 56068 Koblenz, Telefon 0261/915200, Fax 0261/9152040. Der Tip für hungrige Motorradfahrer: »Bikers Rast« in Windeck-Dattenfeld und »Little Rock« in Herborn-Schönbach, die jeden Sonntag ein spezielles Biker-Frühstück servieren.Sehenswert: Das Westerwälder Landschaftsmuseum in Hachenburg wird wegen seiner Fachwerkhäuser und Sammlungen von zahlreichen antiken Haushalts- und Gebrauchsgegenständen auch die »gute Stube des Westerwaldes« genannt. Täglich außer montags geöffnet. Nördlich von Hachenburg bei Steinebach wurde die Eisengrube »Bindweide« zum Besucherbergwerk ausgebaut. Das Bergwerk ist von April bis Oktober täglich von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Rund um Ransbach-Baumbach läßt sich auch heute noch in einigen Werkstätten die alte Kunst des Töpferns im Kannenbäckerland bestaunen. Zudem gibt es in der Stadt am ersten Oktoberwochenende einen großen Töpfermarkt. Das Keramikmuseum Westerwald (montags geschlossen) in Höhr-Grenzhausen gewährt einen Einblick in die über 600 Jahre alte, traditionelle Tonverarbeitung der Region. Die Burg Grenzau beherbergt ein weiteres Keramikmuseum (geöffnet von April bis November jeweils Freitag, Samstag und Sonntag vormittag), in welchem auch Kunstgußerzeugnisse der Sayner-Hütte ausgestellt sind. Unterhalb der Burg beginnt am Gasthaus »Zur Burg Grenzau« die Kannenbäckerstraße. Entlang der 36 Kilometer langen Straße liegen 40 Töpfereien und fünf kleinere Museen. Wer sich für eigenartige mechanische Musikinstrumente interessiert, sollte sich in der ehemaligen kurfürstlich-kölnischen Burg in Linz umschauen. Das klingende Museum mit seinen »jazzenden Robotern« ist ab Ostern bis Oktober täglich geöffnet. In Montabaur und Linz lohnt sich ein ausgiebiger Gang durch die Altstädte, wo zahlreiche Fachwerk- und Giebelhäuser für eine mittelalterliche Atmosphäre sorgen.Literatur: Der HB-Bildatlas »Westerwald, Taunus, Rheingau«, 14,80 Mark, ist zwar nicht mehr auf dem neusten Stand, lohnt sich aber dennoch zur Einstimmung für eine Tour durch diese Regionen. Die einzelnen Gebiete und Städte werden in den jeweiligen Kapiteln kurz, doch ausreichend vorgestellt. Als Landkarte empfehlen sich die Blätter 10 und 12 der Generalkarte von Mairs im Maßstab von 1:200 000, je Blatt 8,80 Mark.Gefahrene Strecke 250 KilometerZeitaufwand einTag

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