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Eine Motorradwanderung durch die Alpen gehört zu den schönsten Zweirradvergnügungen überhaupt. Gute Vorbereitung ist allerdings ratsam, denn die Berge fordern Respekt und Schutz zugleich.

Anreise: Wer die Tour am Comer See beginnen möchte, fährt am schnellsten über die Ostschweiz und den San Bernardino- oder Splügen-Paß. Wer am Gardasee startet, erreicht über Innsbruck und Bozen am schnellsten das Zielgebiet.Die Strecke: Bei dieser Tour kam es darauf an, auf möglichst kleinen Straßen und Wegen vom Comer See zum Idro-See zu gelangen. Die meisten Wege haben wir aus Naturschutzgründen in asphaltierter Version gewählt. Diese bieten aber an vielen Stellen absolutes Abenteuer-Feeling und sorgen speziell auf wendigen Enduros für ein Höchstmaß an Fahrspaß. Enduro: Die Alpen sind bezüglich Off-Road-Touren eine hochsensible Region. Durch maßlose Schotterheizerei ist inzwischen eine Vielzahl von Strecken gesperrt oder davon bedroht. Deshalb hier der dringende Appell der Redaktion, möglichst die kleinen Asphaltwege zu nutzen und jede Art von Sperrung und Naturschutzterrain zu respektieren. Wer einen legalen Schotterweg entdeckt, sollte unbedingt maßvoll und leise darauf unterwegs sein - die Alpen sind primär Natur und kein Enduropark. Reisezeit: Hier kommt es auf die angestrebte Höhenlage an. Ab April wird es in den Talregionen der Südalpen schon angenehm warm, ab Mai sind fast alle Pässe frei. Die auf der Tour beschriebenen kleinen Übergänge werden oft erst spät von Geröll befreit. Im Juli und August herrscht Hochsaison, Quartiere und Wege werden dann am stärksten frequentiert. Der Oktober bietet oft noch goldene Bedingungen, mitunter aber auch schon ersten Schnee. Übernachten: In den italienischen Alpen ist die Quartiersuche kein Problem, ab 40 Mark kostet eine ordentliche Übernachtung mit Frühstück. Wir haben hier gute Erfahrungen gemacht: Albergo Pineta, Schilpario, Telefon 0346/55026, ab 35 Mark; Albergo al Tempo Perduco, Bagoliono, Telefon 0365/99665, ab 50 Mark , Albergo Dongo in Dongo, einfach, aber direkt am Comer See, Telefon 0344/81344, ab 30 Mark.Camping: Zelten paßt zum spontanen und naturverbundenen Reisen. Campingplätze in der beschriebenen Region finden sich ausnahmslos an den Ufern der großen Seen. Dort ist es auch deutlich wärmer als in den Bergen. Platzbeschreibungen bietet der ADAC-Campingführer Südeuropa, die Standorte sind in der Generalkarte eingetragen. Literatur: Für eine solche Tour braucht man als aller erstes eine gute Landkarte. Die beste Allround-Information bietet die neue Generalkarte von Mairs, »Italien«, Blatt 1, im Maßstab 1:200 000. Auch die kleinsten Wege sind darin verzeichnet, die gefahrene Route ist darin komplett enthalten. Mehr Details findet man nur noch in Wanderkarten.

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