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Der Frankenwald gilt als die »Krone Bayerns«: Gleich drei Landkreise - Hof, Kulmbach und Kronach - haben Anteil an ihm. Neben Motorradfahrern kommen hier besonders Biertrinker und Bratwurstfreunde auf ihre Kosten.

Anreise: Wer die A9 zwischen Nürnberg und Leipzig bei Hof verläßt, ist schon am Ziel: Die schönsten Strecken befinden sich im Dreieck zwischen Hof, Kulmbach und Kronach. Eine Anreise über die zahlreichen, kurvigen Landstraßen ist natürlich abwechslungsreicher.Übernachten: Die Übernachtungspreise im Frankenwald beginnen bei erfreulichen 20 Mark für eine Person im Doppelzimmer mit Frühstück. Die Tourist-Information vermittelt unter Telefon 0 92 61/60 15 12 und 13 entsprechende Privatzimmer. Ein Katalog kann unter Telefon 0 92 61/60 15 14 angefordert werden. Neben Privatzimmern gibt es natürlich auch zahlreiche Hotels. Das komfortable Sporthotel Flößerhof in der Kreuzbergstraße 35, 96364 Marktrodach, bietet Doppelzimmer ab 140 Mark an, Telefon 0 92 61/60 61 0, Fax 0 92 61/60 61 62. Ab 80 Mark gibt es ein Doppelzimmer im Burghotel Lauenstein in Ludwigsstadt-Lauenstein, Telefon 0 92 63/ 9430. Im modernen Vier-Sterne-Hotel Astron in Kulmbach, Telefon 0 92 21/6030, kostet Doppelzimmer ab 150 Mark.Gastronomie: Die im Text erwähnten Bratwürste gibt es an vielen Imbißbuden, vor allem während der im Sommer häufigen Stadt- und Bierfeste. Deftig essen läßt es sich beim Hagleitner Wirt (siehe Bierprobe). Seine Spezialität ist ein in Eisbock-Bier zubereiteter Rinderbraten. Wer sich nichts aus Fleisch macht, sollte seine hausgemachten Nudeln probieren. Den schönsten Biergarten in Kulmbach hat die Mönchshofbrauerei. Er liegt direkt neben dem Brauereimuseum. Die »reale Bierwirtschaft« Kulmbacher Kommunbräu braut mitten in Kulmbach ihr lokales Bier, dazu gibt es fränkische Spezialitäten. Erlesene Praliné-Spezialitäten fertigt die Frankenwald-Confiserie Bauer, Orlamünder Straße 39, 96337 Ludwigsstadt-Lauenstein, Telefon 0 92 63/2 15.Sehenswert: Das in einem Flößerherrenhaus aus dem 17. Jahrhundert untergebrachte Flößermuseum Unterrodach, Kirchplatz 8, 96362 Marktrodach, Telefon 0 92 61/6 03 10, Fax 0 92 61/60 31 50, zeigt die Geschichte der Frankenwald-Flößerei mit vielen Exponaten, Modellen, alten Schwarzweißfotos und Originaldokumenten. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 9 bis 11 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Sonn- und Feiertage 14 bis 16 Uhr. Eintritt drei Mark. An die Geschichte der deutschen Teilung erinnert das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth, Telefon 092 95/13 34, Fax 0 92 95/13 19. Zu dem Freigelände mit Relikten der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, von Wachturm bis Hundelaufzwinger, soll in diesem Jahr ein Museums-Neubau eröffnet werden. Öffnungszeiten des Freigeländes: täglich 9 bis 18 Uhr. Führungen nach Voranmeldung. Eintritt drei Mark. Im Bayrischen Brauereimuseum, Hofer Straße 20, 95326 Kulmbach, Telefon 0 92 21/8 05 10, wird auf anschauliche Weise die Kunst des Bierbrauens erklärt. Untergebracht ist das »Museum rund ums Bier« in einem historischen Gebäudetrakt der Kulmbacher Mönchshof-Bräu, auf mittellalterlichem Klostergrund. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr. Eintritt vier Mark. Das 1929 gegründete Deutsche Zinnfigurenmuseum in der Plassenburg in Kulmbach gilt mit über 300000 Exponaten als das größte seiner Art in der Welt. Im Sommer gibt es donnerstags von 14 bis 17 Uhr Gießvorführungen.Aktivitäten: Eine Floßfahrt auf der Wilden Rodach bei Wallenfels, zwischen Mai und September immer samstags, ist eine lohnende Sache. Ebenso lohnend ist eine Bierprobe beim Hagleitner Wirt in der Matthias Schneider-Straße 6 in Kulmbach, Telefon 0 92 21/42 31, Fax 0 92 21/8 46 51. Sechs verschiedene Biere können probiert werden. Preis: 17,50 Mark pro Person. Das Altstadtfest in Kulmbach findet immer am ersten Wochenende im Juli, das Bierfest immer am letzten Juli-Wochenende (mit einem Bierkonsum von durchschnittlich 170 000 Litern!) statt.Informationen: Die Tourist-Information des Frankenwaldes, Adolf-Kolping-Straße 1, 96317 Kronach, Telefon 0 92 61/60 15 0, Fax 0 92 61/60 15 15, versendet kostenlos Informationen. Der »Gastgeber ‘96« listet nicht nur alle Unterkunftsmöglichkeiten, sondern auch Aktivitäten wie Floßfahrten, Bierprobe und Spanferkelessen für Gruppen auf.Literatur: Der HB-Bildatlas Nummer »64« behandelt neben Frankenwald auch Fichtelgebirge und Coburger Land, 14,80 Mark. Der Band »Süddeutschland« von Elke und Dieter Loßkarn aus der Edition Unterwegs des Motorbuchverlags für 29,80 Mark beschreibt unter anderem Touren in den Nachbarregionen des Frankenwalds: Fränkische Schweiz, Fichtelgebirge, Mainfranken und Steigerwald. Das Buch kann beim Spezialverkauf des Verlags bestellt werden, Telefon 0711/182-1229, Fax 0711/182-1756.Die Generalkarte im Maßstab 1 : 200 000, Blatt 17 für 8,80 Mark deckt das gesamte Gebiet des Frankenwalds ab.

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