Infos Simbabwe (Archivversion) Infos

Vom demokratischen Neubeginn in Südafrika profitieren auch die anderen Staaten des Südlichen Afrika. Seit zwei Jahren nimmt der Tourismus in Simbabwe stetig zu - ein neues, sehr abwechslungsreiches Abenteuer-Ziel für Biker.

Reisezeit: Obwohl Simbabwe in den Tropen liegt, ist es aufgrund der Höhenlage trockener und kühler als in anderen afrikanischen Ländern gleichen Breitengrades. Dem heiben und trockenen Frühling - Mitte August bis Ende Oktober - folgt die Sommer-Regenzeit. Dann stürmt es oft heftig. Ideale Reisezeit ist der Südhalbkugel-Herbst im April und Mai. Die Luft ist trocken, warm und die Vegetation - falls es genug geregnet hat - überall saftig-grün.Geld: Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (Z-$). Aufgrund der hohen Inflation lohnt es sich Bargeld oder Reiseschecks in »festeren« Währungen wie Rand, Mark oder US-$ dabeizuhaben und vor Ort zu tauschen. Einige Hotels akzeptieren nur ausländische Währungen. Ein Z-$ entspricht derzeit etwa 0,20 Mark (Stand Januar 1996).Übernachten: In Simbabwe gibt es Hotels, Gästehäuser und Lodges in allen Preisklassen. Besonders empfehlenswert sind:Kumuna Lodge, Lion«s Den Enterprises, P.O. Box 19, Gwayi, Telefon 263 18 21 01, Fax 263 18 29 5.Günstige Lodge im Hwange National Park. Übernachtet wird in Hütten ohne Fenster, dafür aber mit grobem Moskitonetz über dem Bett. Mit Abendessen und Frühstück 300 Z-$ pro Person. Busch-Safaris mit Geländewagen kosten morgens 170, abends 210 Z-$ pro Person.Victoria Falls Safari Lodge, Victoria Falls, Telefon 263 13 32 02, Fax 263 13 32 05.Unserer Meinung nach das schönste Hotel Simbabwes. Der sehr stilvolle, reetgedeckte Holzkomplex ist voll in die Landschaft integriert und vermittelt ein wunderbares »Out of Africa«-Feeling. Beim Abendessen lassen sich Elefanten, Warzenschweine und Löwen am Wasserloch beobachten. Ein Doppelzimmer mit Frühstück kostet 150 US-$.Mlibizi Hotel, Mlibizi, Telefon 263 15 27 1.Einfache Bungalows am Kariba Lake. Das Restaurant serviert guten, frischen Fisch. Übernachtung mit Frühstück, je nach Bungalow-Grösse, zwischen 190 und 210 Z-$ pro PersonMusango Safari Camp, P.O.Box UA 306, Harare, Telefon 263 4 79 68 21/ 72 44 98, Fax 79 68 22.Die sechs reetgedeckten Zelthütten befinden sich auf einer kleinen Insel mitten im Kariba Lake. Zunächst geht es von Kariba per Flieger nach Bumi Hills, von dort aus mit dem Boot bis zum Camp. Die Motorräder können auf dem abgeschlossenen Parkplatz des Kariba Airports stehen bleiben. Etwa 150 US-$ pro Hütte einschlieblich Fub- und Boot-Safaris, ohne Tranfers von Kariba. Aktuelle Preise bitte unter obiger Telefonnummer erfragen.Landela Lodge, P.O. Box 83, Ruwa, Telefon 263 173 23 24/23 32.Etwa 25 Kilometer östlich von Harare gelegene Lodge. Kostenloser Bus-Service in die Innenstadt von Harare. Etwa 100 US-$ pro Doppelzimmer, einschlieblich Frühstück und Abendessen.Pine Tree Inn, P.O. Box 1, Juliasdale, Telefon 263 129 25 916.Hotel im englischen Landshaus-Stil in toller Lage, nette Leute, dafür ist das Essen nicht so gut. 250 Z-$ pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück.Leopard Rock Hotel, P.O. Box 1322, Mutare, Telefon: 263 206 01 71, Fax 263 206 11 65.Absolutes Traumhotel in fantastischer Lage, mitten in den Bergen, an der Grenze zu Mosambik. Spitzen-Restaurant mit deutschem Chefkoch und überraschend günstigen Preisen. Doppelzimmer einschlieblich Frühstück ab 180 US-$.Aktivitäten: Ein absolutes Mub ist die White Water Rafting-Tour (5 + - Stromschnellen!) auf dem Sambesi - der wildeste und gefährlichste, kommerzielle Schlauchboot-Trip der Welt. Empfehlenswert ist der ganztägige Trip für 80 US-$ pro Person. Am längsten im Geschäft und mit entsprechend hohem Sicherheits-Standard ist Shearwater Adventures (Victoria Falls, Sopers Centre, Box 125, Telefon 263 13 44 71, Fax 263 13 43 41). Bei Shearwater können auch geruhsamere Kanutrips oberhalb der Victoriafälle und Buschsafaris gebucht werden. Für jene, die noch nicht genug Adrenalin produziert haben, empfiehlt sich der höchste Bungy-Sprung der Welt von der 111 Meter hohen Victoria Falls Bridge, die Simbabwe mit Sambia verbindet. Kosten: 90 US-$ pro Person. Motorrad: Seit kurzem gibt es die Möglichkeit über Tours for Africa (Ray Muller, 168 President Street, Johannesburg 2001, South Africa, Telefon 00 27-11 402 3309, Fax 3381) BMW-Motorräder in Simbabwes Hauptstadt Harare anzumieten. Eine Alternative ist die Motorradmiete (Kawasaki KLR 650) ab Johannesburg bei Super Bike Safaris (Dirk du Plooy, P.O. Box 45298, Mayfair 2108, Telefon 00 27-11 839 1660, Fax 1661). Beide Veranstalter haben auch begleitete Motorradtouren durch Zimbabwe und andere Länder des Südlichen Afrika im Programm. Die Lufthansa fliegt Biker und ihre Maschinen nach Johannesburg, Kapstadt und Windhoek in Namibia. Hier sind auch Gabelflüge möglich. Infos und Preise: Geislinger Reisebüro, Telefon: 0 74 33/24 91.Literatur: Die ab März 1996 in Deutschland erscheinende neue Zeitschrift »Süd-Afrika« berichtet aktuell über die Region des Südlichen Afrika. Elke und Dieter Lobkarn fotografieren und schreiben einen Grobteil der Reportagen in diesem Heft.Vor Ort gibt es in englischer Sprache eine Reisekarte »Zimbabwe« mit Infos und Stadtplänen (etwa 12 Mark), sowie einen kleinen Reiseführer »Zimbabwe« (etwa 30 Mark). Beides erscheint im New Holland-Verlag. Gefahrene Strecke: 3000 KilometerZeitaufwand: drei Wochen

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