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Der Alptraum aller Reisenden: Absturz des Bordcomputers (»Blackbox«). Außer einem Warnsignal im Cockpit bleibt das zweirädrige Vehikel still und unbeweglich. Was tun? Logisch, Handy, Notruf, Pannendienst, Abschleppwagen und Heimflug.

Doch bevor man den ganzen Krempel hinschmeißt, lohnt der Versuch, die schwarze Magie zu überlisten. Fehlermeldungen können durchaus von falschen oder ausbleibenden Signalen der Motorelektronik herrühren. So führte bei einigen MOTORRAD-Langstreckentestmaschinen bereits das kurzzeitige Abklemmen der Batterie (nur Minuspol entfernen) zum Erfolg, weil dabei oft ein Reset der gesamten Elektronik bewirkt werden konnte. Bei manchen Motorrädern wird die mögliche Fehler-Ursache durch eine Nummern-Anzeige im Display analysiert, was die Suche nach einem Defekt deutlich vereinfacht – sofern man eine entsprechende Reparaturanleitung dabei hat. Noch eine Möglichkeit: die Steckkontakte aller Sensoren, bis hin zum Seitenständer-Schalter überprüfen, notfalls mit einem Kontaktspray einnebeln und mit Druckluft ausblasen.

Läuft das Motorrad nach dem Starten nicht auf allen Zylindern, kann das Verrußen einzelner Kerzen durch den zu langen Gebrauch des Chokes die Ursache sein. Dann werden die betroffenen, nicht zündfähigen Zylinder durch ein vorsichtiges Abtasten der Auspuffkrümmer aussortiert und anschließend die warmen, rußfreien Zündkerzen der intakten Zylinder mit den nassen Kerzen getauscht. Ohne Choke gestartet, arbeiten nach wenigen Sekunden meist alle Zylinder wieder einwandfrei.

Ein Problem ganz anderer Art stellt sich, wenn nach Bodenkontakt Öl aus dem zerschlagenen Lichtmaschinen- oder Kupplungsdeckel austritt. Der zur Reparatur notwenige Zweikomponenten-Kleber und das Kaltmetall haften nur auf absolut fettfreien Oberflächen, was sich mit einem in Benzin getauchten Lappen bewerkstelligen lässt. Vor dem Verkleben die Oberfläche kräftig aufrauen und eventuell mit einem kleinen Messer die Lackierung entfernen, dabei das Motorrad so weit zur Seite neigen, dass kein Motoröl mehr über die Reparaturstelle fließt. In jedem Fall ist die Aushärtezeit des Klebstoffs zu berücksichtigen. Deshalb sollte für das Reparatur-Set ein schnellaushärtender Zweikomponenten-Kleber gewählt werden.

Das Geradebiegen von Aluminium-Hebeln birgt oft die Gefahr, dass diese abbrechen. Nur unter hoher Wärme, also mit einem Schweiß- oder Lötbrenner, können sie weichgeglüht und ausgerichtet werden. Danach kann sich jedoch die Biegefestigkeit dramatisch verschlechtern.
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