KENIA–KAPSTADT (Archivversion) INFOS

Von Kenia bis zum Kap – wahrlich eine Traumstrecke, die durch die unterschiedlichsten Gegenden Afrikas führt. Trotz der derzeit weltweit
angespannten Sicherheitslage ist es weiterhin möglich, diese Strecke in den erwähnten Ländern unter die Stollen zu nehmen.

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Anreise
Ein Gabelflug gestattet Nairobi als Start-
und Kapstadt als Endpunkt. Entsprechende
Flüge bietet beispielsweise die niederländische Fluggesellschaft KLM ab 900 Euro an.
Die beiden BMW wurden auf speziellen Metallpaletten von dem auf Motorrad-Luftfracht spezialisierten Unternehmen Bikeworld Travel hin- und zurücktransportiert. Pro
Fahrzeug müssen dafür inklusive aller anfallenden Nebenkosten rund 2500 Euro gerechnet werden. Weitere Infos: Telefon 05231/580262 sowie unter www.bikeworld-travel.de. Eine ausführliche Übersicht von entsprechenden Speditionen für Luft- und Seefracht sowie
viele Tipps für den weltweiten Motorradversand finden sich in der MOTORRAD-Ausgabe 3/2004, die bei Bedarf unter Telefon 0711/
182-1229 nachbestellt werden kann.
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Dokumente
Neben Reisepass sowie Führer- und Kraft-
fahrzeugschein (in nationaler sowie internationaler Ausführung) werden für das Fahrzeug ein internationaler Versicherungsnachweis
und ein Carnet du Passage verlangt. Letzteres ist gegen eine Kaution von 3000 Euro beim ADAC erhältlich. Infos unter Telefon 089/
7676-0. Von jedem Dokument unbedingt
Kopien mitführen.
Die aktuellen Einreise- und Sicherheitsbe-stimmungen für die jeweiligen Länder erfährt man beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertigesamt.de. Während beispielsweise
für Südafrika, Namibia, Botswana oder Malawi der Reisepass genügt, benötigt man für Kenia, Uganda, Tansania, Burundi, Sambia, Simbabwe und Mosambik jeweils ein Visum, das man
sich am besten vor der Abreise bei der entsprechenden Botschaft besorgt. Wer wegen der vielen Länder den recht hohen Aufwand scheut, beauftragt am besten eine Agentur,
die gegen eine Gebühr von 20 Euro sämtliche Stempel beschafft, wie zum Beispiel die Visum Centrale in Berlin, Telefon 030/230959110, www.visum-centrale.de. Alternativ kann man sich die erforderliche Einreiseerlaubnis auch an dem jeweligen Grenzübergang ausstellen lassen – was aber oftmals eine sehr zeitaufwendige Prozedur ist.
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Die Strecke
Das südliche Afrika ist ein äußerst verlockendes wie abenteuerliches Reiseziel – mehr Afrika-Feeling geht kaum! Wer will, kann auf der durchweg asphaltieren Hauptstrecke von Nairobi in Kenia bis in das südafrikanische Kapstadt fahren (etwa 6500 Kilometer).
Spannender und interessanter sind natürlich die vielen Nebenstrecken, die schon mal mit tiefen Sandpassagen oder trialartigen Etappen aufwarten. Nach Regenfällen sind besonders die Lateritpisten in Kenia, Uganda und Tansania extrem rutschig; ohne grobstolliges Profil (Michelin T 63, Continental TKC 80 oder
Ähnliches) geht dann nichts mehr. Abseits
der Hauptrouten machen ein großer Tank oder Zusatzkanister Sinn; die Reichweite sollte je nach Streckenplanung zwischen 350 und 600 Kilometer betragen. Navigation ist im südlichen Afrika kaum noch ein Problem – sämtliche Strecken und Pisten finden sich bereits auf der World Map eines handlichen Garmin-GPS-Empfängers, der sich an jeden Lenker montieren lässt. Die Spezialisten: Touratech, Telefon 07728/92790, www.touratech.de. Kontrollen durch Behörden finden auf den Straßen im südlichen Afrika praktisch nicht statt. Mit Ausnahme von Uganda sind Motorradabstecher in die wildreichen Nationalparks aus Sicherheitsgründen streng verboten.
Wildes Campen ist fast überall möglich. Allerdings muss mit Diebstahl gerechnet werden; wenn möglich, nicht in Sichtweite einer Straße nächtigen und Motorrad und Ausrüstung
niemals unbeobachtet lassen. In Flussnähe stets auf Spuren achten (Elefanten, Nilpferde) und beim geringsten Zweifel kein Zelt aufstellen – absolute Lebensgefahr!

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Gesundheit
Folgende Impfungen sind für eine Reise
durch das südliche Afrika erforderlich: Hepatitis A und B, Typhus, Polio, Diphterie, Tetanus und Gelbfieber. Weiter ist in den tropischen
Regionen eine Malariaprophylaxe erforder-
lich (Lariam oder Malorone). Ausführliche
Infos finden sich unter www.fit-for-travel.de
(Tropenmedizin Uni München) oder unter www.osir.ch (Infostelle für Reisemedizin, Schweiz). Eine Auslandskrankenversicherung ist obligatorisch.
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Literatur, Infos
Das Angebot an Reiseführern über das südliche Afrika ist inzwischen enorm (sehr gut für die ausführliche Vorbereitung). Da Motorradfahrer keine komplette Bücherei mitführen können, empfiehlt sich für unterwegs der Klassiker: »Durch Afrika – Band 2« von Klaus Därr (Verlag Reise Know How) für 22,50 Euro. Neben sämtlichen Infos in Sachen Einreise, Währung, Sicherheit und Straßenzustände
bietet dieses Buch ausführliche Streckenbeschreibungen samt GSP-Koordinaten, Übersichtskarten und Stadtpläne. Zudem unterhält der Autor unter www.klaus.daerr.de eine
ausführliche Infoseite.
Für die in der Reportage beschriebene
Tour reicht tatsächlich eine Karte aus dem Hause Michelin: »Zentral- und Südafrika,
Blatt 746« (früher Blatt 955) im Maßstab
von 1:4000000 für 7,50 Euro.

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