Kroatien (Archivversion) Infos

Seit Ende der Unruhen - und weil die Kassen leer sind - wirbt Kroatien wieder verstärkt um die Gunst der Touristen. Doch die Spuren des Krieges sind besonders im Inland vielerorts immer noch allgegenwärtig. Ob Kroatien bereits wieder ein lohnendes Reiseziel ist, ist noch schwer zu entscheiden.

Allgemeines: Seit 1995 ist der Krieg in Kroatien beendet. Besonders betroffen waren von den Kämpfen die Gebiete entlang der neuen kroatisch-bosnischen Grenze von Karlovac bis Knin, das Hinterland zwischen Zadar und Sibenik sowie Dubrovnik im Süden des Landes. Der größte Teil der Küste blieb von den Kämpfen unberührt. Dort besteht für Reisende kein Sicherheitsrisiko. Da es entlang der bosnischen Grenze und im Hinterland zwischen Zadar und Knin allerdings noch Minenfelder gibt, ist es unbedingt ratsam, wenn überhaupt, sich dort nur auf geteerten Straßen zu bewegen.Anreise: Am schnellsten geht´s über die Autobahn von München über Salzburg und Villach nach Udine und weiter über Triest zur slowenischen Grenze. Die österreichische Zweimonats-Vignette kostet für das Motorrad zwölf Mark. Die Durchfahrt durch den Tauerntunnel zusätzlich 15 Mark.Reisezeit: Im Hochsommer wird es im Küstenbereich sehr heiß, lediglich im höher gelegenen Hinterland ist es dann erträglich. Zum Motorradfahren eignen sich daher Mai und Juni sowie September und Oktober.Übernachten: Entlang der Küste herrscht nach wie vor ein großes Angebot an Privatzimmern und Pensionen. In den meisten Ort gibt es eine Zimmervermittlung, die neben Hotelübernachtungen auch sehr gute Privatquartiere organisiert. Folgende Ortschaften sind wegen ihres Ortsbilds oder wegen ihrer Lage besonders empfehlenswert: Rovinj, Cres, Baska, Primosten, Makarska und Dubrovnik. Campingplätze sind entlang der gesamten Küste und besonders zahlreich in Istrien zu finden. Die Kroatische Zentrale für Tourismus, Karlsruher Straße 18/8, 60329 Frankfurt, Telefon 069/252045, Fax 252054, verfügt über weitere Infos zu Land und Leuten.Gastronomie: Entlang der Küste gibt es keine Versorgungsengpässe. Grills, Pizzabäckereien oder Fischrestaurants sorgen für die Qual der Wahl. Das typische kroatische Gasthaus heißt Gòstionica. Die Preise sind inzwischen kräftig gestiegen. Fischgerichte sind oft teurer als in Deutschland, was schwer verständlich ist, da der Fisch direkt vor dem Restaurant aus dem Meer gezogen wird. Schwein vom Spieß gilt als die kroatische Spezialität schlechthin.Finanzen: Kroatien hat seit den politischen Veränderungen auch eine eigene Währung: den Kuna, der in 100 Lipa unterteilt ist. In Wechselstuben und Banken können problemlos Devisen, Euroschecks (max. 1500 Kuna) oder Reiseschecks eingelöst werden.Literatur: Aktuelle Reiseführer sind noch rar. Sehr umfangreich ist der Baedeker »Istrien, Dalmatinische Küste« für 39,80 Mark. Das derzeit aktuellste Werk: »Das neue Kroatien entdecken« von Andor Poll aus dem Trescher Verlag für 29,80 Mark. Für eine Tour durch Kroatien eignet sich die Marco Polo-Karte Slowenien/Kroatien im Maßstab 1:750 000.gef. Strecke: ca. 1500 Km.Zeitaufwand: 10 Tage.

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