Länderinfos

D MAROKKO
Nach der Anschlagserie in Casablanca geht das Auswärtige Amt davon aus,
dass terroristische Gruppen weiterhin
aktiv sind und rät – wie in allen Ländern der Region – zu erhöhter Vorsicht. Konkrete Hinweise gibt es allerdings nicht.
Als relativ sicher gilt die Fahrt entlang der »Atlantik-Route« durch die Westsahara
(inzwischen ohne militärische Begleitung möglich) und weiter nach Mauretanien
bis in den Senegal. Von Abstechern ins Landesinnere der Westsahara sollte man unbedingt absehen. Für Marokko genügt der Reisepass, eine Führerpflicht besteht nicht. Wer mit einem GPS-Empfänger unterwegs ist, muss für diesen neuerdings eine Bewilligung für die temporäre Einfuhr beantragen. Der entsprechende Antrag und weitere Länderinfos finden sich unter www.sahara-info.ch.
D ALGERIEN
Einst der Wüstenstaat überhaupt für Sahara-Fans, gilt Algerien heute als sehr gefährlich. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen in den Süden des Landes. Terroristische Anschläge oder Entführungen können nicht ausgeschlossen werden. Die algerische Regierung hat veranlasst, dass Touristen zu ihrer eigenen Sicherheit lediglich in Begleitung eines einheimischen Führers reisen dürfen.
Das Visum wird nur dann ausgestellt, wenn eine Einladung eines algerischen Reiseunternehmens vorliegt. Verschiedene Quellen berichten, dass Fahrten in das Dreieck Erg Issaouane/Qued Sammen/
Amguid sowie entlang der Gräberpiste
für Reisende momentan nicht gestattet werden.
D TUNESIEN
Eine offizielle Reisewarnung existiert
derzeit nicht. Das Auswärtige Amt rät
seit dem Anschlag auf der Touristeninsel Djerba jedoch zu erhöhter Vorsicht.
Für die Einreise reicht ein Reisepass, in den das Fahrzeug und, falls vorhanden, ein GPS-Empfänger eingetragen wird. Eine besondere Genehmigung ist nur erforderlich, wenn man in das Gebiet
südlich des Militärstützpunktes Kamou oder der Stadt Remada reisen möchte.
D lIBYEN
Der große Wüstenstaat gilt wegen der starken staatlichen Überwachung als überaus sicher. Allerdings ist dieses Land kein Ziel für Individualtouristen. Ein Visum wird seit Oktober 2004 an der Grenze nur erteilt, wenn eine Einladung vorliegt beziehungsweise die Reisenden von einem einheimischen Führer erwartet werden. Dieser ist für die Dauer des Aufenthalts obligatorisch. Transitvisa stellen libysche Behörden nicht mehr aus. Abstecher in die Gebiete entlang der Grenzen Algerien, Niger und Tschad sind verboten.
D ÄGYPTEN
Seit dem Anschlag vom 7. Oktober 2004 gegen touristische Ziele rät das Aus-
wärtige Amt auch von Reisen auf die Sinai-Halbinsel ab. Im Nil-Tal herrscht
eine verstärkte Polizei- und Militärpräsens. Für Ägypten ist ein Visum erforderlich,
das Fahrzeug benötigt zusätzlich ein Carnet de Passage, das beispielsweise der ADAC gegen eine Kaution von 3000 Euro ausstellt. Wer einen Trip in die Grenzgebiete zu Libyen und dem Sudan unternehmen möchte, benötigt eine
spezielle Genehmigung.
D MAURETANIEN
Die Behörden raten dringend von Reisen ins Landesinnere sowie in die Grenzgebiete zu Algerien und Mali ab. Überfälle und Entführungen durch grenzüberschreitende Banden sowie Kampfhandlungen durch das Militär können hier nicht ausgeschlossen werden. Als relativ sicher gilt dagegen die attraktive »Atlantik-Route«, auf der man von der Westsahara in den Senegal reisen kann. Für Mauretanien herrscht Visumpflicht.
D MALI
Besonders vor Reisen in den Norden
des Landes wird gewarnt, da dort zahlreiche bewaffnete Gruppen operieren.
Die Sicherheitslage kann nicht eingeschätzt werden. Ein Visum ist Pflicht.
D NIGER
Im Norden des Landes herrscht seit September 2004 ein generelles Reise-
verbot für Touristen. Zudem warnt das Auswärtige Amt wegen der hohen Überfall- und Entführungsgefahr vor Reisen
ins Aïr-Gebirge und in die Ténéré-Wüste. Einige Routen in den Grenzregionen
dürfen nur mit Führer befahren werden. Für den Niger ist ein Visum erforderlich.
D TSCHAD
Das Auswärtige Amt rät generell vor
Reisen in den Tschad ab. Als besonders gefährlich gelten der Norden und die Grenzregion zum Sudan, für den die
örtlichen Behörden ohnehin keine Ge-
nehmigung erteilen (Ausnahme: geführte Reisen in das Ennedi-Gebirge). Es
besteht Visumspflicht.
D SUDAN
Wegen der unübersichtlichen und sich ständig ändernden Sicherheitslage ist
der Sudan als Reiseland ebenfalls zu gefährlich. Das gilt speziell für die Region Dafur (Kämpfe zwischen dem Militär
und örtlichen Stämmen) und den Süden das Landes.
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