Lyon (Archivversion) Infos

Wer sich während einer Frankreichreise ein oder zwei Tage Zeit für Lyon nimmt, wird eine attraktive Stadt entdecken. Das historische Zentrum
sowie zahlreiche hervorragende Restaurants machen den Besuch zum Genuss.

DAnreiseÜber Dijon und Macon nähert man sich Lyon auf der mautpflichtigen A 76, der Autoroute de Soleil. Hinter Villfranche, etwa 40 Kilometer vor Lyon, gabelt sich die Autobahn. Wer in die Stadt will, muss auf der A 6 in Richtung Lyon bleiben, denn die A 46 (Richtung Lyon und Marseille) führt auf der »Périphérique« um die Stadt herum. Auf der A 6 kommt gleich hinter dem Fourvière-Tunnel die Ausfahrt Richtung Presqu«Ile in die City, die zwischen Saone und Rhône liegt. DReisezeitScheint die Sonne, finden sich das ganze Jahr über Tische und Stühle der unzähligen Cafés draußen auf den Plätzen oder am Straßenrand. Ansonsten gilt: Frühjahr (April bis Juni) und Spätsommer (September) sind nicht so heiß und so schwül wie der Hochsommer, aber durchweg sehr sonnig und warm. In den französischen Ferienmonaten Juli und August ist die Stadt dafür relativ leer – halb Frankreich tummelt sich dann am Mittelmeer. DÜbernachtenAuch in der Innenstadt sind Doppelzimmer bereits ab etwa 100 Mark zu haben. Zum Beispiel im Hotel du Théatre, 10, Rue de Savoie am Place des Celestins, Telefon 0033-478/ 423332. Eine kostenpflichtige Tiefgarage befindet sich gleich nebenan. Etwas abgelegener: die Résidenz Villemanzy, ein umgebautes Kloster mit Blick über die Stadt in der Montée St. Sebastian, Telefon 0033-472/001900. Wer es ländlicher mag: In den Monts du Lyonnais gibt es diverse Chambre d«hôte (private Gästezimmer), die sehr schön gelegen sind und meist unter 100 Mark pro Doppelzimmer kosten. Bei Stadtbesuchen für das Motorrad unbedingt einen bewachten Parkplatz suchen. Öffentliche Tiefgaragen verlangen für Zweiräder tagsüber etwa zwei Mark pro Stunde, nachts zwischen 19 und 8 Uhr pauschal etwa drei Mark. Weitere Infos: Office de Tourisme, Place Bellecoure, 69002 Lyon, Telefon 0033-472/776996, oder im Internet unter www.lyon-France.com. DDas MotorradIn Frankreich schon zu haben, sollen die attraktiven wie eigenwillig gestylten Motorräder aus dem Hause Voxan dieses Frühjahr ihren Weg auf Deutschlands Straßen finden. Der Café Racer ist wahrlich ein Hingucker: ein kerniges, 100 PS starkes V2-Triebwerk, wenig Verpackung und viele tolle Details wie die einfach zu verstellende Upside-down-Gabel oder das unter dem Motor platzierte Federbein samt aufwendiger Hebelumlenkung. Eine echte Fahrmaschine für etwa 23000 Mark.DSehenswertDer Besuch der Innen- und Altstadt ist ein absolutes Muss. In den Traboules, kleinen überdachten Gängen, des Vieux Lyon (Altstadt) kann man wie die Seidenweber vor hundert Jahren durchs Halbdunkel schleichen. Abends verwandelt sich die gesamte Innenstadt in ein einziges Openair-Restaurant. Der schönste Platz: Place des Terreaux, wo sich nebenandie Oper befindet.DLiteraturLyon fristet als Reiseziel ein Schattendasein, entsprechend mager ist die Ausbeute an Reiseführern. Sehr gute Infos finden sich in der Broschüre »Auf den Wegen des Weltkulturerbes«, die für zwölf Mark vom Office de Tourisme zugeschickt wird und als Stadtreiseführer völlig ausreicht. Im MOTORRAD-Reiseführer »Frankreich Band 2« aus der Edition Unterwegs gibt es zwar keine Lyon-Geschichte, dafür entführen sechs Reportagen in den Süden des Landes. Für 29,80 Mark (plus Versand) zu bestellen beim Spezialverkauf des Motor-Presse-Verlags, Telefon 0711/182-1229. Frankreichfans schwören auf Michelin-Karten, in diesem Fall auf Blatt 246 im Maßstab 1:200000 für 12,80 Mark.

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