Mit Hund durch Südamerika (Archivversion) Infos

FERNREISEN MIT HUNDGrundsätzlich sind Überseereisen für Hunde sehr strapazierend, vor allem wegen der Fliegerei. Also: gut überlegen, ob es wirklich Sinn macht den Vierbeiner mitzunehmen. Für den Transport ist eine Box vonnöten, in der das Tier aufrecht stehen kann. Preislich am günstigsten fliegt die Box als Übergepäck. Man checkt den Hund ganz normal ein und bekommt ihn am Zielflughafen mit dem übrigen Gepäck zurück. Wenn die Papiere in Ordnung sind, gibt’s keine Schwierigkeiten beim Zoll, und das Tier kann schnellstmöglich aus seiner Kiste befreit werden. Geht die Box als Cargo an Bord, wird die Zollabwicklung wesentlich komplizierter, entsprechend länger muss der Hund ausharren. Amerikanische Fluglinien erledigen den Transfer zum Einheitstarif als so genannten Haustiertransport. Beispiel Frankfurt-Quito: 160 Dollar. Der Cargo-Transport mit Lufthansa von Frankfurt nach Buenos Aires kostete uns hingegen knapp 2000 Mark. Hunde bis sieben Kilogramm haben übrigens gute Chancen auf einen Platz in der Kabine. Wichtig: Das Tier sollte 24 Stunden vor Abflug nicht mehr gefüttert werden, damit er sich nicht erbricht. Ferner muss es vorher ausreichend Bewegung haben und so viel wie möglich trinken. Ein leichtes Beruhigungsmittel (Baldrian) ist sinnvoll, allerdings darf der Hund nicht krank erscheinen, weil sonst möglicherweise der Transport verweigert wird.IMPFUNGEN/EINREISEIn der Regel ist ein in Deutschland geimpfter Hund gegen alle weltweit auftretenden Hundekrankheiten gefeit. Allerdings wird in tropischen Regionen vor Herzwürmern gewarnt. Eine Prophylaxe ist empfehlenswert. Wir hatten an keinem Grenzübergang ernsthafte Probleme. Für Argentinien waren der Impfausweis mit Tollwutimpfung und ein Gesundheitszeugnis mit Stempel von Amtstierarzt und argentinischem Konsulat nötig. In Chile wurde ein weiteres Zeugnis der nationalen Gesundheitsbehörde des jeweiligen Ausreiselands verlangt. In Bolivien, Peru und Ecuador reichte der Impfausweis.UNTERWEGSManche südamerikanischen Hotels und Restaurants gewähren Hunden keinen Zutritt. Doch je einfacher das Etablissement, desto freundlicher ist meist die Aufnahme. Fast in jedem Ort gibt es Hundefutter, trocken oder in Dosen. Und wenn es mal keins gibt, finden sich überall Fleisch und Reis.MOTORRADTRANSPORTDer Schiffstransport nach Buenos Aires kostete mit der Firma Schenker International drei Wochen und 300 Mark pro Kubikmeter. Hinzu kamen 500 Dollar Hafen- und Agenturgebühren. Den Rücktransport ab Quito/Ecuador konnte Air France für zwei Dollar pro Volumenkilo arrangieren (Länge x Breite x Höhe, in Millimeter, geteilt durch 6000). Zu gleichen Konditionen fliegt Lufthansa nach Santiago de Chile.LITERATURBesonders empfehlenswert ist das englischsprachige »South American Handbook« von Ben Box, erschienen im Footprint-Verlag. 1700 Seiten, 69,90 Mark. Gute Landkarten sind im normalen Handel Mangelware, doch bei der Därr Expeditionsservice GmbH, Telefon 089/282032, gibt es für je 24 Mark exakte, russische Militärkarten.

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