Motorradschrottplatz in Japan (Archivversion) Heavy Metal

Den Fujijama kennt jeder. Nun haben Motorradreisende einen neuen Berg in Japan entdeckt – den Berg der letzten Ruhe für Motorräder.

Wer bisher in Japan hoch hinauf wollte, nahm den Fujijama unter die Trekkingsohlen. Oder bestieg den 333 Meter hohen Tokio-Tower per pedes. Zwei wahrlich tolle Stationen. Doch es gibt im Land der aufgehenden Sonnen eine neue – und zudem äußerst verlockende – Erhebung: »Mount Motorcycle«, der »Motorradberg«. Hier, vor den Toren Tokios, regiert Higita Katsushi-san – Herr über rund 10000 Motorräder, Mopes und Roller, die bis zu ihrer Ausmusterung ihre Besitzer über die übervollen Straßen der japanischen Metropole getragen haben. Fünf Meter hoch stapeln sich neben nahezu kompletten Maschinen Rahmen, Motoren, Lenker, Tanks und Räder. Tendenz steigend. Denn Motorräder sind in Japan nach wie vor äußerst gefragt: Wer sich in Tokyo einen Pkw zulegen möchte, muss in vielen Fällen zuerst den Nachweis erbringen, dass er im Besitz eines Parklpatzes ist – und der kostet in der aus allen Nähten platzenden Stadt nicht selten fast ebenso viel wie das Fahrzeug. Ach ja: Bisher stand noch niemand auf dem Gipfel von Mount Motorcycle.

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