Motorradvermieter in Südeuropa und der Türkei Fluchthelfer

Keine Frage, ein Urlaubstrip auf dem eigenen Motorrad ist durch nichts zu ersetzen. Nur leider ist die eigene Fuhre nicht immer dort, wo der Urlaub ist. Abhilfe kann dann nur ein Mietmotorrad schaffen. Ein Überblick.

Foto: Eisenschink
Die einen scheuen die weite Anreise auf zwei Rädern, die anderen haben einen günstigen Flug ergattert, und dann sind da noch diejenigen, die (wie einer der Autoren dieser Zeilen) bei der Urlaubsplanung Rücksicht auf den Familienrat nehmen müssen. Glücklich im sonnigen Süden gelandet, haben sie alle das gleiche Problem: Lust auf Fahrtwind im Gesicht, auf Schräglage, aber keinen Hobel im Gepäck. Bleibt also nur der Gang zum Vermieter. Unsere Übersicht im südlichen Europa und im Westen der Türkei soll die Suche nach einem möglichst geeigneten Motorrad erleichtern. Anspruch auf Vollständigkeit erhebt diese Liste freilich nicht. Es handelt sich um eine Auswahl von Anbietern, die über ein gewisses Kontingent (meist nur ein Teil aufgelistet) möglichst aktueller, gut gewarteter Motorräder verfügen. Einen Roller wird man an nahezu jedem größeren, touristisch orientierten Ort finden, ohne lang recherchieren oder gar reservieren zu müssen. Bei „echten Bikes“ lohnt es hingegen, im Voraus zu buchen, um bei einigen Vermietern in den Genuss günstigerer Tarife zu kommen. Zudem erspart man sich die Sucherei am Reiseziel, und in einigen Fällen kann man das Fahrzeug gleich am Flughafen in Empfang nehmen oder sich vom Vermieter abholen lassen.

Entsprechende, teilweise kostenpflichtige Leistungen sind auf einigen der genannten Internetseiten vermerkt. Ebenso stellen viele Vermieter dort sehr ausführlich ihre Mietbedingungen vor. Einschränkungen kann es etwa bezüglich des Alters geben. Unter 21, 23 oder sogar 25 Jahren geht bei einigen Anbietern nichts. Manche untersagen zudem jegliche Geländeabstecher. Letzteres unbedingt vorher klären, sofern man durch den Staub Spaniens oder Zyperns brettern will. Bei der Fahrzeugauswahl darf man sich von den Bildern im Netz nicht allzu sehr blenden lassen. Die tadellos gepflegten Motorräder können sich in der Realität schlimmstenfalls als völlige Möhren entpuppen.
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Beim Äußeren sollte man allerdings nicht zu pingelig sein – Mietmotorräder fristen nun mal ein undankbares Dasein. Eventuell vorhandene Schäden unbedingt im Mietvertrag vermerken, wenn man später nicht dafür zur Kasse gebeten werden will. Keine Kompromisse hingegen in Sachen Sicherheit: ohne Profil auf den Reifen, ohne funktionierende Bremsen oder Licht niemals vom Hof rollen. Und: auf eine Probefahrt bestehen! Auch wenn die meisten Mietstationen über Leihhelme verfügen und diese teils im Mietpreis inbegriffen sind, empfiehlt es sich, die eigene Schale zu verwenden. Handschuhe, festes Schuhwerk und eine robuste Jacke nicht vergessen.

Nun zum lieben Geld. Bei den aufgelisteten Preisen (ohne Gewähr!) handelt es sich, sofern nicht anders vermerkt, um Wochentarife. Einige Anbieter rücken ihre Schätze ohnehin nur heraus, wenn man sie mindestens drei beziehungsweise sieben Tage lang abnimmt. Wo man ein Motorrad auch nur für 24 Stunden kriegt, sind in Klammern Tagespreise angegeben.

Die Miettarife, die teils für Haupt- und Nebensaison verschieden sind, beinhalten meist die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung, oft auch eine Vollkasko mit Selbstbeteiligung. Ist eine solche nicht inbegriffen: unbedingt abschließen, damit bei einem Unfall alle Schäden am Zweirad abgedeckt sind.
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Kostenpunkt um die zehn Euro pro Tag. Obacht auch bei den Freikilometern: Beim einen Vermieter sind sie unbegrenzt, beim anderen betragen sie 300, beim nächsten nur 200 Kilometer pro Tag. Alles, was drüber rausgeht, kostet! Die Strafzölle schwanken zwischen 15 und 31 Cent pro zusätzlich abgespultem Kilometer. Zu guter Letzt muss eine Kaution, deren Höhe sich nach dem Fahrzeugwert richtet, hinterlegt werden. Dies geschieht am besten per Kreditkarte. Und jetzt: Viel Spaß bei der Planung.

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