Navigation Folge 1: PDA-Navigation auf dem Motorrad (Archivversion) Die nächste generation

All inclusive – es erscheint nur konsequent, den für die Navigation stets benötigten GPS-Empfänger gleich in den Taschencomputer (PDA) zu integrieren. Und so ist der Ique 3600 vom Hersteller Garmin, Marktführer in Sachen GPS-Handempfänger, sicher ein Vorreiter für künftig zu erwartende PDA-Generationen. Er kostet 749 Euro inklusive Software, Zubehör und detaillierten Kartenmaterial von
Europa. Die Vorteile überzeugen: kein lästiges Kabel zum GPS-Empfänger, keine Schwierigkeiten mit der Bluetooth-Funkverbindung zwischen PDA und GPS-Empfänger.
Einfach die Antenne an der Geräterückseite ausklappen – fertig. Allerdings ist der Ique 3600 einen Tick größer
als übliche PDA, besitzt aber ebenfalls die üblichen Office-Funktionen anderer Taschencomputer. Im Einsatz gefällt er (Betriebssystem Palm OS im Unterschied zu Windows Mobile der Pocket-PC) durch eine einfache Handhabung und praxisgerechte Details wie der Möglichkeit, die gerade angezeigte Karte per seitlichem Drehrad zu zoomen. So muss man nicht
jedes Mal zum Bedienstift greifen. Die Navigationsführung überzeugte dank rechtzeitiger Sprachansagen und einer klaren Kartendarstellung. Da der Ique keinen Bluetooth-Ausgang besitzt, kommt man
jedoch um ein Kabel zum Ohrhörer nicht herum.
Auf eine dreidimensionale Kartendarstellung verzichtet Garmin, was die Übersichtlichkeit während der
Navigation aber nicht behindert. Im rauen Motorradeinsatz kämpft der Ique mit den üblichen Problemen aller PDA: Er ist nicht wasserdicht und sein Gehäuse ist nicht besonders robust. Speziell die ausklappbare GPS-Antenne wurde ganz offensichtlich mehr für den Einsatz zu Fuß in der City oder im Auto als für die Montage an einem Motorradlenker entwickelt. Hier
ist der Garmin-PDA am besten in der passgenauen Aluminiumhalterung von Touratech (70 Euro; inklusive Abschließmöglichkeit) untergebracht, denn eine aufwendige, sensibel ansprechende Entkoppelung hält hier Motorvibrationen zuverlässig vom Taschencomputer fern. Da ein Nässeschutz fehlt, verschwindet der Ique bei einsetzendem Regen am besten im Kartenfach des Tankrucksacks.

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