Neue Reisebücher (Archivversion) Sommer-Schmöker

Die Reisebuchverlage drehen feste am Rad und gehen mit einer üppigen Auswahl neuen Lesestoffs ins Rennen um den Platz im Tankrucksack. Wir haben Probe gelesen.

Obwohl der Motorradmarkt eher verhalten agiert, scheint der Bedarf an Ideen zur Anwendung ungebrochen. So füllen sich die Regale in den Buchhandlungen zum Thema Motorradreisen in allen Facetten und Perspektiven stetig üppiger. Ein Faktum, das sich auch in einer Nachbarsparte, dem Zeitschriftenmarkt, abzeichnet. Wo Reisemagazine ebenfalls einen deutlichen Zuwachs ausweisen. Reiseliteratur boomt. Egal, ob als Sachbuch oder Roman. Für die interessierten Motorradfahrer ist das erfreulich, aber leider nicht frei von Nebenwirkungen. So scheinen manche Verlage angesichts guter Absatzzahlen offensichtlich eher Masse statt Klasse anzustreben. In der Hatz, ständig neue Destinationen abzudecken, geht mitunter das Qualitiätsbewusstsein verloren. Die Bücher wirken lieblos zusammengeschustert, die Layouts flüchtig entworfen, die Fotos amateurhaft. Und manchen Texten fehlt ein gut funktionierendes Lektorat. Bemerkenswert, dass ausgerechnet Branchen-Outsider Ullstein unseren Sommerlesetipp einheimst.

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