Norditalien (Archivversion)

Im zweiten Teil der großen Italien-Reise, die von
Neapel bis in die Dolomiten führt, reihen sich
die Höhepunkte dicht an dicht. Von den einsamen Abruzzen über die sanfte Toskana bis zu den
malerischen Dörfern des
Cinque Terre. Am besten im Frühsommer fahren, wenn ein Blütenmeer das Land überzieht.

DAnreiseWer auf eigenen Rädern bis nach Neapel fahren möchte (oder von dort zurück), sollte für die lange Strecke genügend Zeit einplanen. Vom äußersten Westen oder Norden Deutschlands kommen bis in die italienische Südhälfte leicht 1600 bis 2000 Kilometer zusammen. Stressfreier und bequemer ist die Fahrt mit dem Autozug, der einmal pro Woche von München bis Neapel fährt. Pro Person und Motorrad kostet die einfache Fahrt je nach Saison zwischen rund 200 und 320 Euro. Eine weitere Variante, um die Anfahrt zu verkürzen, ist die Autozugfahrt von sechs deutschen Bahnhöfen bis Bozen. Kosten beispielsweise von Düsseldorf ab 173 Euro. Infos unter DBAutozug, Telefon 01805/241224 oder unter www.dbautozug.de.DReisezeitDer Frühling beginnt in den tiefer liegenden Regionen im April. Im Apennin, den hohen Bergen der Abruzzen und vor allem in den Dolomiten kann es so früh im Jahr aber noch kalt sein. Da ist es im Mai angenehmer, der bis zum Fuße der Alpen das ganze Land in einen Blütenzauber verwandelt. Der Juni bringt schließlich auch in den Hochlagen frühsommerliche Wärme. Weniger attraktiv ist Italien während der Hochsommermonate Juli und August, der Hauptferien-zeit der Italiener. Besonders die Ferienorte sind dann mitunter völlig überlaufen, die Campingplätze und Pensionen belegt. Und es kann im Süden weit über 30 Grad heiß werden. Genussvolle Touren sind erst wieder im September und Oktober möglich.D UnterkunftIn den Abruzzen und abseits der touristischen Zentren ist es in der Vorsaison nicht leicht, eine Unterkunft zu finden. Die wenigen Pensionen und vor allem die Campingplätze öffnen manchmal erst Anfang Juni. Besser ist die Lage in den größeren Orten. Und in den Dolomiten, dem Cinque Terre und der Toskana gestaltet sich die Quartiersuche problemlos. Nur im Hochsommer kann es dort eng werden, weil einfach zu viele Menschen unterwegs sind.DLiteraturTrotz der riesigen Auswahl an Reiseführern über Italien gibt es nur wenige, die das ganze Land abdecken. Wir machten gute Erfahrungen mit »Italien« aus dem Michael Müller Verlag für 21,90 Euro. Im gleichen Verlag erscheint ein Toskana-Reiseführer. Ebenfalls empfehlenswert ist der DuMont Reiseführer »Richtig-Reisen Toskana und Abruzzen« für 22,50 Euro. Schöne Fotos gibt es auch im ADAC-Reisemagazin Toskana für 7,80 Euro. Anmachende Bilder, spannende Reportagen und insgesamt 16 ausführliche Routenvorschläge für Straße und Schotterpisten zwischen Sizilien und dem Brenner liefern die Italien-Bände 1 und 2 aus der Edition Unterwegs, Motorbuch Verlag, für jeweils 16 Euro. Weiteren Lesestoff bietet der Motorradführer »Lust auf Dolomiten« aus dem Highlights-Verlag für neun Euro.Wer gute Landkarten sucht, sollte sich die Generalkarten Italien, Blätter 2 bis 7 ansehen. Maßstab 1:200000, pro Blatt 6,50 Euro. Alternativ sind die völlig anders gestalteten, aber ähnlich detailfreudigen Kümmerly&Frey-Blätter im gleichen Maßstab empfehlenswert. Detailfreudigere Karten von Italien sind leider Mangelware.DInfosErste Informationen verschickt das Italienische Fremdenverkehrsamt ENIT, Kaiserstraße 65, 60329 Frankfurt, Telefon 069/237430. Im Internet helfen diese Seiten weiter: www.enit.it, www.italientipps.de, www.ratgeber-italien.de.

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