Normandie (Archivversion)

Wo Europas Freiheit wieder begann

Auf den Sandstränden der Normandie fand vor über 50 Jahren die größte Invasion der Geschichte statt. Die Landung der alliierten Streitkräfte am 6. Juni 1944 war der Anfang vom Ende des Zweiten Weltkriegs. Zwischen den heute friedlichen Brennpunkten von damals liegen traumhafte Motorradstrecken.

Der alte Mann steht am Meer. Gleichmäßig rollen die Wellen an den Sandstrand. Er scheint tief in Gedanken versunken zu sein. Eine Reihe von in der Sonne glitzernden Orden und Abzeichen heftet in Brusthöhe an seiner Anzugjacke. Ein zweiter Mann, auch bereits jenseits der 80, gesellt sich zu ihm, sie schütteln sich die Hände. Auch er trägt Orden an seinem Jacket. Die beiden sind Kriegsveteranen aus Großbritannien. Ein Reisebus hat sie hierher an den normannischen Strand gebracht, der heute noch seinen ehemaligen Codenamen trägt: Sword Beach.Eine Gruppe videobewaffneter Touristen stürzt sich auf die beiden alten Soldaten. Fragen prasseln auf sie ein. Mit ruhiger Stimme geben sie Auskunft. Einer der beiden ist Schotte und damals weiter westlich abgesetzt worden. Der Engländer ist tatsächlich da, wo er gerade steht, an Land gegangen. »Zum Glück saß ich in einem Jeep, die Klappe des Landungsbootes ging zu früh auf, der Wagen vor mir versank in den Fluten, das Schiff fuhr über ihn weg. Ich bin im Feuer der Deutschen den Strand hochgejagt und habe überlebt.«Sword Beach war der östlichste der fünf Invasionsstrände, die die Alliierten am 6. Juni 1944 einnahmen. Im Westen folgten Juno Beach, wo kanadische Truppen angriffen, der zweite englische Strand Gold Beach und die beiden amerikanischen Küstenstreifen Omaha und Utah Beach.Bereits vor zwei Tagen, am Anfang unserer Normandie-Reise, stießen wir in Rouen auf die kriegerische Vergangenheit der Region. Hier, wie fast überall in Frankreich, saßen die deutschen Besatzer. Im Kirchturm der Kathedrale, mit 151 Metern Frankreichs höchster, wachte damals ein deutscher Soldat. Er sollte vor angreifenden britischen Fliegern warnen. Um dem Feuer der deutschen Geschütze zu entgehen, griffen die englischen Bomber aus so großen Höhen an, daß immer wieder zivile Ziele, unter anderem auch die Kathedrale, getroffen wurden. Heute sieht man ihr die Wunden der Vergangenheit nicht mehr an. Auch der Landschaft nicht. Direkt außerhalb der Stadt gelangen wir auf eine kleine Landstraße und tauchen sofort ins Grüne ein. Kleine schattige Wäldchen, dazwischen durch Hecken abgegrenzte Wiesen, in denen Kühe und Pferde weiden. Eine Zeitlang folgt die Straße den Mäandern des kleinen Flüßchens Scie. Dicke Wolken und charakteristischer Fisch- und Algengeruch künden das Meer an, lange bevor wir es sehen. In der Hafenstadt Dieppe stoßen wir auf die Atlantikküste und suchen gleich Schutz vor einem plötzlich einsetzenden heftigen Regenschauer. Eine halbe Stunde später dringt die Sonne bereits wieder wärmend durch die schwarzen Wolken. Typisch für die Normandie, diese ständigen Wechselbäder. Im alten Hafenviertel Le Pollet nehmen die Fischer ihren Fang aus, der kurz danach - frischer geht es nicht - auf den Markt gelangt. Ein schnurrbärtiges Charaktergesicht verkauft aus einem Plastikeimer heraus gleich die passende Vorspeise dazu: lebende Schnecken.Die Kreidefelsen an der Küste färben das Meer milchig-türkis. In Dieppe hatten die Alliierten im August 1942 erstmals eine Invasion versucht - mit katastrophalen Ausgang. Nach neun Stunden waren bereits mehr als zwei Drittel der 15 000 englischen und kanadischen Soldaten gefallen. Die Überlebenden kehrten nach England zurück. Die Deutschen glaubten ab diesem Zeitpunkt, ihr Atlantikwall sei unbezwingbar. Die Alliierten erkannten, daß es unmöglich ist, einen befestigten Hafen frontal anzugreifen, und Churchills verrückte Idee, »den eigenen Hafen mitzubringen«, begann zu reifen.Wir folgen der Steilküste Richtung Osten. In sanften Kurven führt die Straße durch kleine Wäldchen, dann vorbei an Wiesen, die direkt ins Meer abzufallen scheinen. Hier leben wirklich glückliche Kühe. Wo sonst bietet sich ihnen eine solche Aussicht? Die Gerüche wechseln wie das Wetter: salzige Seeluft, würzige Pinien, Heu und schließlich Fisch. In Etretat sind die Kreidefelsen ganz besonders ansprechend verwittert. Von dem Küstenörtchen klettert ein beschwerlich steiler Pfad nach oben zum Aussichtspunkt. Wer nicht so gut zu Fuß ist, wählt den Fahrweg nach oben - einfach der Beschilderung zur Kapelle Notre-Dame-de-la-Garde folgen - und erfreut sich dann an den überraschten Gesichtern der erschöpften Wanderer, wenn diese den von unten nicht erkennbaren Parkplatz erblicken. Hundert Meter fällt die Steilküste hier ab. Ihr ist eine sich im Meer abstützende Arkade, die Ponte d’Aval, und noch ein Stückchen weiter draußen die 70 Meter hohe Aiguille, ein von Wellen und Wind geformter Obelisk, vorgelagert. Ein ebenfalls gigantisches Monument, allerdings von Menschen geschaffen, ist die am 20. Januar 1995 eingeweihte Pont de Normandie, die längste Spanndrahtbrücke der Welt. Die futuristische Konstruktion überquert die Seinemündung und verbindet die häßliche Hafenstadt Le Havre mit Honfleur, dem schönsten Fischerort der Normandie. An der Mautstelle gibt es eine Überraschung: Motorradfahrer haben ganz rechts ihre eigene Spur und müssen nichts zahlen. Die Aussicht von oben ist gigantisch. Der Betrachter sieht beiderseits der Seinemündung eine Gegend, die auf eine 2000jährige Geschichte zurückblickt. Von hier aus machten sich die Römer nach England auf, 841 kamen die ersten Wikingerhorden, die Nordmannen, mit ihren Langschiffen die Seine hinaufgerudert. Wilhelm der Bastard überquerte den Ärmelkanal im Jahre 1066 nach England und wurde zum »Eroberer«. Der Hundertjährige Krieg sah Kämpfe mit Engländern, Armagnacs und Burgundern. In dessen Verlauf nahmen die Engländer das Städtchen Honfleur zweimal ein. 1457 zahlten es ihnen die seefahrenden Normannen heim: Sie überfielen den britischen Ort Sandwich und trugen reiche Beute heim. Heute gehört Sandwich zu den Partnerstädten Honfleurs. Eines der netten Bistros am alten Hafen bietet sich für einen geruhsamen Tagesausklang an. Am nächsten Morgen folgen wir der Küste, vorbei an Deauville, dem mondänen Strandort, wo sich alljährlich im September die Kinogrößen der Welt zum Filmfestival treffen. Wilde Sträucher säumen das holprige Sträßchen. Immer wieder fällt der Blick rechts und links auf Schmuckstücke des normannischen Fachwerkbaus. So nah an der Küste sitzen Möwen statt Raben in den Feldern und picken nach Eßbarem. In den kleinen Dörfern hat der Wind den Sand bis auf die Straße geweht.In der Nähe des Sword Beach mündet die Orne und der Orne-Kanal ins Meer. Aus strategischen Gründen galt es zu Beginn der Invasion, die Übergänge über diese Wasserläufe intakt einzunehmen. Die Hubbrücke über den Kanal trägt heute noch ihren Codenamen Pegasus Bridge. Sie stand auf der Aktionsliste der Invasion an allererster Stelle. Kurz nach Mitternacht am 6. Juni landeten britische Soldaten in riesigen Lastenseglern und eroberten die Brücke von den völlig überraschten deutschen Soldaten, die keine Zeit mehr hatten, angebrachte Sprengladungen zu zünden. Innerhalb von Minuten war das erste Ziel des D-Day realisiert worden.Die Pegasus Bridge gibt es heute noch, auf der D 514 überqueren wir sie ohne Probleme. Auf der anderen Seiten steht das mit Flaggen geschmückte Café Gondrée. Es war das erste befreite Haus auf französischem Boden. Heute ist das Café ein beliebter Treffpunkt von Veteranen. Auch Deutsche sind hier, entgegen unseren anfänglichen Befürchtungen, wie auch sonst überall in der Normandie, gerngesehene Gäste. Fast alle Orte haben neben britischen und amerikanischen deutsche Partnerstädte. Die Vergangenheit ist nicht vergessen, aber längst ist Versöhnung an die Stelle von Haß getreten. Nicht nur die Wunden in der Landschaft, auch die in den Seelen der Menschen sind geheilt. Trotzdem sehen wir sehr wenig deutsche Touristen und überhaupt keine Motorradfahrer aus heimischen Gefilden. Die urlaubenden Biker kommen alle aus dem nahen Großbritannien.Am Sword Beach treffen wir die beiden anfangs erwähnten britischen Soldaten. Hier und am weiter westlich gelegenen Juno Beach kam es bei der Invasion zu regelrechten Staus auf den Stränden, so viele Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände wurden an Land geschafft. Am Gold Beach verwirklichte sich schließlich Churchills kühner Plan, einen künstlichen Hafen zu bauen. Mulberry A, der den Spitznamen Port »Winston« trug, sollte nur 100 Tage halten, aber seine Reste ragen noch heute vor Arromanches aus dem Meer. Hunderte vorgefertigter Bauteile wurden dazu im Schritt-Tempo über den Ärmelkanal geschleppt. 60 altersschwache Schiffe und Kähne verließen England zum letzten Mal und zu ihrer wahrscheinlich wichtigsten Aufgabe: Sie wurden als Wellenbrecher vor der normannischen Küste versenkt. In ihrem Schutz setzten Soldaten 146 je 70 Meter lange Betonkästen zu einer etwa zwölf Kilometer langen Rundum-Mole zusammen und fluteten sie. Kaianlagen in diesem Halbrund mit drei Einfahrten komplettierten das Bauwerk.Innerhalb von nur neun Tagen war der Hafen, trotz stürmischen Wetters, fertiggestellt. In den folgenden 100 Tagen gelangten hier 2,5 Millionen Soldaten, eine halbe Million Fahrzeuge und vier Millionen Tonnen Kriegsmaterial sicher an Land. Das Museum in Arromanches zeigt die einzelnen Bauphasen dieser Anlage in Modellen, Filmen und Dias.Die Amerikaner hatten an ihren Strandabschnitten mit erheblich größeren Schwierigkeiten zu kämpfen. Während sie am Utah Beach auf relativ wenig Gegenwehr stießen, wurde die Landung am Omaha Beach zum blutigen Desaster. Hier wäre fast die gesamte Invasion gescheitert. Die deutsche Verteidigung erwies sich wesentlich stärker als angenommen. Der zweite Fehler der Angreifer lag darin, daß mit der Landung in zu großer Entfernung von der Küste, 19 Kilometer anstelle der von den Briten geplanten elf Kilometer, begonnen wurde. Hunderte von Soldaten starben, als ihre Boote in der stürmischen See und im heftigen Abwehrfeuer versanken. Die wenigen, die es schafften, hatten für die Strecke drei Stunden gebraucht. Folgende Zeilen stammen von einem, dessen Landungsboot an diesem Strand auflief: »Da ist vieles, was ich nicht geschrieben habe. Sie könnten eine Woche lang schreiben und doch nicht jeden würdigen für das, was er an einem Frontabschnitt von 1135 Yards getan hat. Wirklicher Krieg ist niemals Papierkrieg, und auch Berichte darüber lesen sich nicht so, wie er aussieht.« Der Verfasser: Ernest Hemingway, Dichter, Frontberichterstatter und späterer Nobel-Preisträger. Was Hemingway mit Worten versucht hatte, gelang dem wohl berühmtesten Kriegsfotografen Robert Capa mit seinen Aufnahmen, die in allen D-Day-Museen der Normandie hängen. Auch er landete mit der ersten Angriffswelle am Omaha Beach und dokumentierte den Überlebenskampf der Soldaten im sturmgepeitschten Meer und unter den Trümmern von Kriegsgerät, die ihnen nur geringen Schutz boten. Unter größten Verlusten schafften es schließlich einige, bis zu den Klippen vorzudringen und einen Bunker nach dem anderen einzunehmen. Den Deutschen ging die Munition aus, und ein großer Teil von ihnen suchte im Hinterland vermeintliche Fallschirmjäger, die in Wirklichkeit zu Hunderten abgeworfene, uniformierte Gummipuppen waren. Ein gelungenes Täuschungsmanöver der Alliierten. Am Abend hatten die Amerikaner die Klippenhöhe erobert, über 3000 Gefallene und ebenso viele Verwundete blieben am Strand zurück.Heute ist Omaha Beach ein friedlicher Ort. Möwen kreischen, und hinter dem schönen Sandstrand, wo Menschen in Gummistiefeln während der Ebbe nach Muscheln suchen, steigt ein grünbewachsener Dünengürtel an. Ein Schild warnt vor Wildschweinen im Gebüsch. Die einstigen Bunker sind verfallen und mit dichter Vegetation überwuchert. Was an Schrott nicht weggeschafft wurde, ist durch das Salzwasser bis zur Unkenntlichkeit verrostet. Oberhalb des Omaha-Strandes bei dem kleinen Dorf Colleville-sur-Mer erinnert der amerikanische Militärfriedhof St.-Laurent mit 9386 schneeweißen Marmorkreuzen an gefallene Soldaten. Weiter im Landesinnern, in La Cambe, liegen 21 500 der während der Invasion gefallenen Deutschen unter schwarzen, in Fünfergruppen aneinandergereihten Kreuzen. Nördlich von Utah Beach zweigt eine kleine Straße ins Innere der Cotentin-Halbinsel ab. In Ste.-Mère-Eglise, wo in den frühen Morgenstunden des 6. Juni tatsächlich amerikanische Fallschirmjäger abgesprungen waren, um das strategisch wichtige Städtchen einzunehmen, erinnert eine eher ungewöhnliche Sehenswürdigkeit an dieses Manöver. Während viele der Soldaten, die über der Stadt herunterkamen, erschossen wurden, verfing sich der Schirm von John Steele im Kirchturm. Er stellte sich tot, die Kugeln pfiffen ihm um die Ohren. Erst Stunden später holten ihn seine Kameraden herunter. In dem Anfang der 60er Jahre für acht Millionen Dollar produzierten Kino-Epos »Der längste Tag« nach dem Buch von Cornelius Ryan wurde das eindrucksvoll dargestellt. In den Sommermonaten hängt deshalb seit einigen Jahren eine lebensgroße Puppe mit Uniform und Fallschirm am Kirchturm. Die Bar gegenüber trägt nicht nur seinen Namen, sondern beherbergt auch ein kleines John-Steele-Museum. Ein Glasfenster der Kirche zeigt die Jungfrau Maria, flankiert von amerikanischen Fallschirmjägern, die aus dem Himmel fallen.Wir parken die Honda direkt auf dem Kirchplatz. Ein wohlbeleibter, bärtiger Franzose hat seine Staffelei aufgebaut und malt die Kirche samt Fallschirm. Mit einem winzigen Unterschied zur Wirklichkeit: Statt eines G.I.s hängt Marylin Monroe mit blauem Kleidchen im Glockenturm. Ein Amerikaner hätte das Bild in Auftrag gegeben, sagt er uns, und nachdem er unser Interesse an der Puppe im Turm bemerkt, kratzt er etwas an ihrem heroischen Image. So erfahren wir, daß, als Steele sprang, nur noch zwei Deutsche im Ort waren, die sich relativ schnell ergeben hätten. Und um Touristen entgegenzukommen, hänge das Fremdenverkehrsamt die Puppe jeden Sommer auf der Südseite des Turmes auf, obwohl Steele an der Nordseite hängen geblieben war. So falle genug Licht auf das beliebte Fotomotiv. Außerdem seien die amerikanischen Fallschirme nicht schneeweiß gewesen, sondern dunkelgrün, aber das hebe sich nicht so gut vom Mauerwerk ab. Durch eine liebliche Heckenlandschaft, die Bocage, setzen wir unseren Weg zur Westseite der Cotentin-Halbinsel fort. Immer wieder erklären Hinweistafeln, wo welche militärischen Erfolge erzielt worden sind. Im Museum des Zweiten Weltkrieges in Avranches zeigt ein Dokumentarfilm den Vorstoß der Alliierten und schließlich das Ende der Schlacht um die Normandie, am 21. August 1944 in Tournai-sur-Dives. Drei Tage später überquerten die Alliierten die Seine und zogen in Paris ein.Am Endpunkt unserer Tour wartet die wohl größte Sehenswürdigkeit der Normandie. Tausende von Touristen belagern täglich Mont St. Michel, den berühmten Klosterberg im Meer. Am Abend leeren sich dann die engen mittelalterlichen Gassen, die unvermeidlichen Kitsch- und Souvenirläden schließen ihre Türen, und nur noch jene, die in einem der kleinen, historischen Hotels auf dem Klosterberg untergekommen sind, flanieren durch die Gassen. Wir sitzen mit einer Flasche Cidre, dem normannischen Apfelwein, auf einer der Klostermauern und beobachten, wie die untergehende Sonne den feuchtglänzenden Wattboden orangerot einfärbt - ein willkommen friedlicher Ausklang unserer Reise zu den Orten, wo Europas Freiheit wieder begann.
Anzeige

Unterwegstip (Archivversion)

Acht ausgeschilderte Routen führen zu den Punkten der alliierten Invasion. Der Ablauf dieser gigantischen, für den Ausgang des Zweiten Weltkriegs entscheidenden Schlacht läßt sich so gut nachvollziehen.
Anreise: Per Autobahn entweder über Paris und dann bis Le Havre oder Caen oder von Aachen über Belgien bis nach Calais. Übernachten: In der Normandie sind zahlreiche Schlösser in Privatbesitz. Einige von ihnen bieten sehr stilvolle und relativ günstige Zimmer mit Frühstück an. Was in englischsprachigen Ländern als Bed & Breakfast (Zimmer mit Frühstück) bezeichnet wird, heißt in Frankreich »Chambre d’Hôtes«. Besondere Empfehlungen: »Château d’Asnières«, 14710 Asnières en Bessin, Telefon 31 22 41 16. Nur drei Kilometer vom Omaha Beach entfernt. 450 Francs pro Zimmer. »Le Manoir«, Mme. Claudette Gabroy, 50760 Montfarville, Telefon 33 23 14 21. Das Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert ist nur 800 Meter von Barfleur entfernt. 250 Francs für zwei Personen mit Frühstück. »Manoir de Brion«, 50530 Sartilly, Telefon 33 70 82 36. Kurz hinter dem Dorf Genêts. Vier geschichtsbeladene Zimmer, von 375 bis 600 Francs, Frühstück 40 Francs pro Person. »Hotel Saint-Pierre«, 50116 Le Mont Saint-Michel, Telefon 33 60 14 03, Fax 33 48 59 82. Übernachten in historischen Gemäuern direkt auf dem Klosterberg. Zimmer zwischen 300 und 890 Francs. Weitere Reisei-Infos sowie Zimmer- und Campingplatzverzeichnisse erteilt das Französische Fremdenverkehrsamt, Maison de la France, Sabine Perras, Westendstraße 47, 60325 Frankfurt/M., Telefon 0 69/74 70 91, Fax 75 21 87. Ganz spezielle Tips zur Normandie erteilt: Comité Régional de Tourisme de Normandie, Frau Brigitte Müller-Konrad, 14, rue Charles Corbeau, F - 27000 Évreux, Telefon 32 33 79 00, Fax 32 31 19 04. Die Vorwahl für Frankreich ist 00 33.Aktivitäten: Wer den berühmten Klosterberg Mont-St. Michel aus der Vogelperspektive besichtigen möchte, sollte einen Ultraleicht-Rundflug buchen. In den ULMs, wie die »Motorräder der Lüfte« auf Französisch heißen, sitzt der Passagier komplett im Freien, direkt hinter dem Piloten. Die Motorradklamotten läßt man deshalb am besten an. Der luftige Ausflug kostet 200 Francs. Infos: Air Mont-Saint-Michel, 35610 Saint-Georges-de-Grehaigne, Telefon 99 80 30 84.Literatur: Der Vista-Point-Führer Normandie beschreibt eine siebentägige Tour zwischen Giverny und dem Mont St. Michel. Preis: 39,80 Mark. In der Edition Unterwegs des Motorbuch-Verlags haben Elke und Dieter Loßkarn ein neues Werk verfaßt: Frankreich - Band 1 beinhaltet unter anderem eine ausführliche Normandie-Rundreise. Für 29,80 Mark zu bestellen beim MOTORRAD-Leser-Service, Telefon 07 11/1 82-12 25. Die beste Landkarte kommt von Michelin. »Normandie« im Maßstab 1 : 200 000 und kostet 13,80 Mark.Gefahrene Strecke: etwa 650 KilometerZeitaufwand: fünf Tage

Frankreich: Normandie (Archivversion) - Sehenswert

An den Brennpunkten der Invasion von 1944 stehen interessante Museen, die einem eine Vorstellungh von den damaligen Ereignissen geben.Im Musée des Troupes Aéroportées, Pegasus Bridge, Bénouville sind Ausrüstung, Waffen und Emblene zu sehen, und im Sommer findet an der Brücke ein Licht- und Tonschauspiel statt. Gegenüber den Überresten des gigantischen, künstlichen Hafens »Mullberry B« befindet sich das Musée du Debarquement, Place 6 Juin, Arromanches. Zu sehen sind Modelle, Diaschaus und Videos. Nur einige Meter vom Omaha-Strand entfernt ist das Musée Omaha, Rue de la Mer, Saint-Laurent-sur-Mer, wo Waffen, Fahrzeuge und Uniformen ausgestellt werden. Im Musée du Debarquement direkt am Strand vom Utah Beach in Sainte-Marie-du-Mont sind verschiedene Landungsfahrzeuge ausgestellt, und ein Diarama zeigt die Invasion in diesem Abschnitt. Im Musée de la Liberte in der Avenue de la Plage in Quinville steht die Nachbildung eines Straßenzuges während der deutschen Besatzung. Des weiteren ist ein ehemaliger deutscher Bunker in das Museum integriert.

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote