Norwegen: An der Fjordküste entlang zum Nordkap (Archivversion) Die Motorräder

Mit 172 PS in Kauerhaltung 7000 Kilometer durchs streng tempolimitierte Skandinavien? Wer uns hörte, hielt uns für verrückt. Die Honda VFR, ja okay, aber eine Yamaha R1! Ja, wir haben’s getan – und zwar mit größtem Vergnügen. Auf der 195 Kilogramm leichten
R1 mit um zwei Zentimeter erhöhten Lenkerstummeln von MR-Motorradtechnik sogar noch lieber als auf der viel schwereren,
109 PS starken VFR 800 (244 Kilogramm).
Der große Vorteil der R1: ihre Leichtigkeit. Was auf Schotterpisten ebenso hilft wie
beim Handling mit Gepäck. Sie bietet sogar den insgesamt deutlich kompakteren, langstreckentauglicheren Arbeitsplatz als die Honda, die kleinere Piloten in eine unangenehm gestreckte Haltung zwingt. Das R1-
Handikap: Nicht mal eine Minigepäckbrücke zum Abspannen von Satteltaschen und Co gibt es. Die immer filigraneren Rahmenhecks und Auspuffanlagen unterm Heck bringen die Trägerhersteller zunehmend in Verlegenheit. »Wir finden keine Anlenkpunkte mehr«, erklärt Pressesprecher Karl Heinz Daniel von Hepco & Becker. Bei der VFR kein Thema,
für die gibt’s sogar Koffer, auf die wir zu Gunsten des Fahrverhaltens allerdings verzichtet haben. Das Verzurren gestaltete sich auf Grund der Auspuffanlage aber ebenso schwierig wie bei der R1. Gottlob ließen die Hitzeschutzbleche nichts anbrennen. Unterm Strich langstreckenfähige Sprinter, mit Ausstattung, guter Reichweite, enormer Zuver-
lässigkeit und überraschendem Komfort.

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