Panamericana (Feuerland-Alaska) (Archivversion)

Der Länge nach

Es war die Erfüllung eines Traums: einmal durch ganz Amerika fahren. Der Länge nach von Feuerland bis Alaska. Rund 120000 Kilometer und drei Jahre dauerte das Abenteuer

Auf dem Flug nach Buenos Aires wird uns klar, dass es tatsächlich losgeht. Drei Jahre intensiver Vorbereitung und Vorfreude liegen hinter Petra und mir, doch jetzt wird uns angesichts der vor uns liegenden Tour etwas mulmig.Erst einmal dauert es aber noch geschlagene neun Tage, bis die BMW endlich in der argentinischen Hauptstadt eintrifft. Nach zwei Stunden Papierkrieg beim Zoll sind wir bereit für das Abenteuer Südamerika. Kaum liegen die letzten Ausläufer der Millionenstadt hinter uns, breitet sich die Weite der Pampa aus. Wir gehen auf Südkurs, in Richtung Feuerland. Der Wind wird mit jedem Meter stärker, hinter dem 50. Breitengrad schwillt er zum Dauerorkan an. Einzigen Schutz bieten Schafställe, in deren Windschatten wir das Zelt aufschlagen können. Immer wieder laden die Argentinier uns ein, sind unglaublich gastfreundlich, tischen Berge von Lammfleisch auf. Wir revanchieren uns mit Erzählungen und Fotos von zu Hause. Ushuaia am Fusse der schneebedeckten Anden und dem Südende der legendären Panamericana ist auch unser südlicher Wendepunkt. Die Antarktis ist keine 1000 Kilometer mehr entfernt. Das Gefühl verdammt weit weg von zu Hause zu sein, überwältigt uns. Beim Zelten am Lago Roca lernen wir Lydie und Andreas kennen. Die beiden sind mit indischen Enfield unterwegs und Andreas mit ständig ölverschmierten Fingern. Beinahe pausenlos ist er am reparieren, während Lydie ähnlich versiert den Campingkocher bedient und uns mit kulinarischen Köstlichkeiten den Aufenthalt versüsst. Denn das Wetter spielt hier Mitte November genauso verrückt wie bei uns im April: Sonne, Hagel, Regen, Schnee in beliebiger Kombination und ständig wechselnd.Nach zwei Wochen französischer Küche und schmerzenden Frostbeulen an Fingern und Zehen verabschieden wir uns von dem rauen Feuerland. Entlang der majestätischen, eisbedeckten Andenkette folgen wir der Carreterra 40 nordwärts. Offiziell zwar Hauptstraße, ist sie aber nichts anderes als eine sandige, verlassene Naturpiste. Gelegentlich kreuzende Strauße und Guanacos, eine Kamelart, stellen meist die einzigen Verkehrsteilnehmer dar. Sogar die notorisch lichthupenden Lkws fehlen. Ich gebe ordentlich Gas, und wir fliegen schier dahin. Es ist irre, ein Gefühl wie auf einer Rallye. Leider kommt schon bald der Ausfall. Denn unser Motorrad wiegt mit Sozius und 100 Kilo Gepäck knapp eine halbe Tonne. Zusammen mit der flotten Gangart zu viel für den Hinterreifen. Ausgerechnet auf einer Nebenstrecke, auf die sich pro Woche im Schnitt zwei Autos verirren, bricht die Karkasse. Nach einer Nacht am Straßenrand mit lediglich zwei Dosen Bier als Notration suche ich am nächsten Morgen die Strecke ab und entdecke einen alten Autoreifen im Sand. Ein abgeschnittenes Stück davon klebe ich in den gebrochenen Motorradreifen. Im Zeitlupentempo und mit einer enormen Unwucht holpern wir 150 Kilometer weit in die nächste Ortschaft. Da ist dann erstmal Pause, bis zehn Tage später der neue Reifen aus Buenos Aires eintrifft. Von nun an zügele ich mein Rallyetemperament, und statt Bier sind jetzt immer mehrere Liter Wasser an Bord.Und das brauchen wir, denn nördlich von Santiago de Chile beginnt die Atacama, die trockenste Wüste der Welt. In manchen Gegenden hat es seit Menschengedenken nie geregnet. Bis zum Horizont zieht sich das schwarze Asphaltband, verschwindet hinter dem nächsten Sandhügel, um auf dem übernächsten wieder aufzutauchen. Die Luft flimmert bei 45 Grad im nicht vorhandenen Schatten.In der kleinen Oase San Pedro de Atacama sitzen wir fünf Tage fest. In den Anden haben Gewitter und Schneestürme die Straßen unpassierbar gemacht. Dann nehmen wir den 4800 Meter hohen Paso de Jama unter die Räder. Stoisch und sogar ohne Zündungs- und Vergaserumstellung wühlt sich die BMW durch den Sand nach oben. Die Luft wird stetig dünner, der Pulsschlag steigt, und wir werden immer kurzatmiger. Indios grüßen uns vor ihren Stroh- oder Adobehütten, Lamas halten inne beim Kauen, wenn wir vorbeirollen. Vor allem Lehrer laden uns immer wieder zum Essen ein, wollen Neues aus der Welt erfahren. Für sie sind wir sind eine Art fahrender Zirkus, eine willkommene Abwechslung in dieser weltentrückten Abgeschiedenheit. Das Altiplano beginnt, das Dach Amerikas. Dass hier die Uhren anders ticken, wird spätestens an der bolivianischen Grenze klar. Erst nach 24 Stunden Papierkrieg dürfen wir einreisen. Bolivien ist das unterentwickelste Land Südamerikas. Was sich auch an den Straßen bemerkbar macht. Wild und abenteuerlich geht es voran, Enduro pur! Im tiefen Sand heißt es oft mehr schieben als fahren. Das Ultimative sind allerdings die unzähligen, bis zu 100 Meter breiten Flussdurchfahrten. Im Beni, dem bolivianischen Teil des Amazonasdschungels, besiegelt eine davon beinahe unser Schicksal. Überrascht von einem tropischen Sturzregen können wir zusehen, wie sich unsere Straße in den Wassermassen auflöst. Es dauert nicht lange, bis wir die erste Pirouette drehen und im Matsch landen. Beim Aufrichten der Maschine rutschen wir immer wieder aus, versinken im Morast. Jeder Kilometer will erkämpft sein. Unablässig müssen wir die Räder von dem zähen Schlamm befreien, um überhaupt noch vorwärts zu kommen. Dann ist die Piste ganz weg, einfach abgetaucht in den wilden Fluten. Einer der Amazonaszuflüsse ist derart angeschwollen, dass sich der Fähranleger nun auf einer Sandbank mitten im Fluss befindet. Ich warte, bis der letzte Baumstamm vorbeigetrieben ist und gebe dann einfach Gas, viel Gas. Nur ist die inzwischen knietiefe Strömung so stark, dass ich samt der Maschine immer weiter abtreibe. Meinen Leichtsinn verfluchend, schreie und tobe ich, presse das Gas eisern an den Anschlag. Gottlob lässt die Strömung einen Augenblick nach, und ich schaffe es gerade noch, das letzte Ende der Sandbank zu erreichen. Sie ist unsere Rettung. Erst in Brasilien hat der Spuk ein Ende. Wir haben wieder richtigen Apshalt unter den Rädern und können das Fahren geradezu genießen; die Zeit reicht sogar, einen Blick auf die hübschen Brasilianerinnen zu werfen. So tauchten wir langsam in den wiegenden Samba- und Bosanova-Rhythmus ein. Fussball, Bier und Strand. Es ist paradiesisch. Doch die Atempause ist nur kurz, denn in Belem folgt bereits der nächste Stress. Fünfeinhalb Tage tuckeren wir von dort auf einem Boot den Amazonas stromaufwärts nach Manaus. Ein echter Seelenverkäufer, auf engstem Raum drängen sich 500 Menschen im Hängemattendschungel. Die acht Toiletten sind ständig besetzt und verstopft. Der Gestank nach fauligem Amazonaswasser, Durchfall, Reis und Bohnen vermischt sich mit der drückenden Hitze und der nie nachlassenden Lautstärke. Mit jedem Tag steigen die Aggressionen. Es kommt zu Schlägereien, der Kapitän weist die ersten Leute von Bord. In der Nacht rammen Baumstämme das Boot, zerstören eine Schiffsschraube. Mit dem einen verbliebenen Motor schleppt sich das Schiff gerade noch bis Manaus. Dort beginnt wieder der Regen. Fünf Tage schüttet es fast ununterbrochen. Wir warten ab, bis der Himmel aufklart, denn der 700 Kilometer langen Lehmpiste durch den Amazonasdschungel nach Venezuela reichen ein paar Tropfen, um sie in Schmierseife zu verwandeln. Dann kommt in Venezuela endlich der Moment, auf den wir uns schon seit Wochen freuen: »Volltanken, bitte!« Für 30 Liter bezahlen wir 180 Bolivar, etwa 1,40 Mark. Im dem Ölstaat kostet der Liter Sprit 4,5 Pfennig - für unsere Reisekasse ein sensationeller Rekord. Die 7000 Kilometer durch Venezuela schlagen mit kaum mehr als 20 Mark Spritkosten zu Buche. Angekommen in Kolumbien, macht es sich bezahlt, dass wir mittlerweile fließend Spanisch sprechen. Wir wollen uns einige Tage in der malerischen Kolonialstadt Popayan ausruhen und liegen noch im Bett, als uns eine laute Stimme weckt. Bei einem Telefonat geht es offenbar um unser Motorrad und einen fingierten Guerillaüberfall. Mit Waffengewalt solle die BMW in der folgenden Nacht den Besitzer wechseln. Alles klingt perfekt durchorganisiert, sogar Hotelbesitzer und Polizei sind eingeweiht. Nur an eines hatte niemand gedacht: dass es auch Gringos gibt, die Spanisch sprechen. In Windeseile packen wir unsere Sachen, und flüchteten regelrecht über die Grenze nach Quito in Ecuador. Hier ist jetzt wirklich Pause angesagt. Die relaxten Atmosphäre des Landes genießen wir drei Monate. Danach müssen wir auf dem Weg nach Norden Kolumbien noch einmal durchqueren. Mit gemischten Gefühlen fahren wir durchs Cauca Tal nach Cartagena. Aber diesmal werden wir angenehm überrascht. Ausnahmslos treffen wir auf nette, hilfsbereite und zuvorkommende Menschen. Nur der Abschied von Südamerika gestaltet sich zäh. Wir verhandelen eine Woche lang, bis wir eine Fluggesellschaft finden, die unsere Maschine nach Panama transportiert. Denn Süd- und Mittelamerika trennt ein völlig wegeloses, 150 Kilometer breites Sumpfgebiet. Im Gegensatz zu Südamerika stellen in Mittelamerika nun die Grenzübergänge das größte Stresspotential dar. Sie sind unisono geld-, zeit- und nervenaufreibend. Bei jeder Ein- oder Ausreise umzingelt uns eine brüllende Kinderschar, die auf das Motorrad aufpassen oder den Papierkrieg für uns erledigen will. Und wenn man nach mehreren Stunden endlich völlig fertig abfahren will, fällt dem Grenzbeamten meist noch ein, dass er das Gepäck durchwühlen könnte.Als wir schließlich nordamerikanischen Boden betreten, überfällt uns ein regelrechter Schock.Wir sind in Kalifornien, einer völlig anderen Welt. Was sowohl an den fehlenden Löchern in der Straße sichtbar wird, als auch daran, dass wir in der Innenstadt von San Diego nirgends parken dürfen, ohne einen Strafzettel zu riskieren. Außerdem ist uns die Hektik unbegreiflich vor, die Leute scheinen geradezu zu rennen.Zum Glück federt Chris den Kulturschock etwas ab. Chris ist Mitglied im BMW-Motorradclub und lädt uns ein, bei ihm zu wohnen und in seiner perfekt eingerichteten Garage das Bike zu reparieren. Eine Woche lang bin ich am Schrauben. Bremse überholen, Bremsscheibe, Stossdämpfer, Kardan erneuern, alles putzen, fetten, und das Motorrad fährt wieder wie neu. Kein Klappern oder Rütteln mehr, und das Wichtigste – es bremst auch. Denn wegen abgebrochener Haltebolzen der Bremsscheibe war die Vorderbremse schon seit Wochen nahezu unbrauchbar.Wir gewöhnen uns schnell an die USA und ihre durchaus angenehmen Seiten. Das Reisen ist viel einfacher als in Lateinamerika. Es gibt alles, was wir brauchen, ob Ersatzteile fürs Motorrad oder für die Campingausrüstung, kein mañana, eben ausgegangen, keine grundlos geschlossenen Läden. Und bezahlt wird einfach per Kreditkarte. Wir genießen die Fahrt auf perfekt asphaltierten Highways, durch atemberaubende Nationalparks, durch die roten Felsen Arizonas und Utahs. Richtiges Wildwestfeeling packt uns, als wir vor der Kulisse des Monument Valley am Lagerfeuer sitzen. Fehlt nur noch John Wayne, der mit heiserer Stimme nach einem Schluck Whisky verlangt.Doch uns zieht es unwiderstehlich nach Norden – nach Alaska, auf die andere Seite der Wildnis. Über den Highway One cruisen wir über Oregon und Washington hinauf zur kanadischen Grenze, in Richtung Alaska Highway. Wir wählen allerdings die westliche Variante, den Cassiar Highway. Bären trotten über die Fahrbahn, betrachten uns friedlich vom Straßenrand. Das Motorrad und ihre Scheu vor Lärm hält sie auf Distanz, doch eines Nachts rückt uns einer der Grizzlys auf den Pelz. Im Schlafsack liegend, höre ich ihn vor der Zeltwand schnüffeln, sehe, wie das dünne Nylon sich bewegt. Ich liege stocksteif und betet, dass wir wirklich alles Essen und auch die Zahnpasta an einem Baum aufgehängt haben. Wir haben, der Bär zog ab. Ich atme erleichtert auf. Petra hat von alledem nichts mitbekommen, sie schlief tief und fest. Am 25. Juli erreichen wir den nördlichst befahrbaren Punkt des amerikanischen Kontinents - die Prudhoe Bay. Wir stehen am Rande des nördlichen Eismeers, und am Horizont wölbt sich der mächtige Eispanzer der Arktis. Zur Feier des Tages mieten wir uns im Prudhoe Bay-Hotel ein. Eigentlich nur eine bunt angestrichene Unterkunftsbaracke der Ölarbeiter, die hier oben den Sommer verbringen. Aber wir sind in Champgner-Laune, lassen unter der Mitternachtssonne den Korken knallen. 1015 Tage nach unserer Ankunft in Buenos Aires haben wir unser Ziel erreicht. Drei Monate später stehen wir in Toronto am Flughafen und verabschieden uns von Amerika. Einen Tag später landen wir in Amsterdam. Unser Motorrad wartet schon auf uns: Batterie anhängen, Spiegel und Windschutzscheibe montieren, Gepäck aufladen, tanken und nach Hause fahren.An der Schweizer Grenze in Thayngen fragt uns der Zöllner: »Ah, sind ihr i dä Feriä ghsi?« (Ah, ward ihr in den Ferien?) Tja, was sollen wir da antworten?
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Infos (Archivversion)

Eine Reise von Feuerland nach Alaska ist ein einmaliges Erlebnis. Und anders als zum Beispiel in Afrika lassen sich auf dem Doppelkontinent alle Länder relativ problemlos bereisen. Man sollte nur viel Zeit haben.
Anreise:Egal ob eine solche Reise in Alaska oder Argentinien beginnt - ein Motorrad dorthin zu bekommen ist heute leicht und vor allen Dingen bezahlbar. Der Lufttransport funktioniert schnell und zuverlässig. Wenn man alles selber organisiert, sind für ein Motorrad, das mit Palette rund 220 Kilogram wiegt, einfach nach Buenos Aires (Argentinien) oder nach Seattle (USA) jeweils etwa ab 1500 Mark zu bezahlen. Der Rücktransport kann mühelos bei den entsprechenden Frachtabteilungen vor Ort organisiert werden und ist in der Regel günstiger. Auf Luftfracht spezialisierte Speditionen sind in der Regel billiger als die Frachtabteilungen der Fluglinien. Folgende Firmen bieten Motorrad-Transfers in (fast) jedes Land an: In Time (Olaf Kleinknecht). Hamburg, Telefon 040/4050751013. MBS-Air-Cargo in Köln (Stephan Schuster), Telefon 02203/93384143. Bikeworld Travel (Thomas Bergmeister), Detmold, Telefon 05231/580262. GS-Sportreisen, München, Telefon 08927818484 (Katalog). Ein Schiffstransport dauert länger, ist nur unwesentlich billiger und mit deutlich mehr Papierkram verbunden. Reisezeit:Bei einer Fahrt von Feuerland nach Alaska passiert man zwangsläufig jede Klimazone. Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto leichter lässt sich eine Reiseroute zum Beispiel »um« eine Regenzeit herum planen. Eine bestimmte Reisezeit kann es in diesem Fall nicht geben. Wer allerdings in Alaska beginnt, sollte im Nordsommer zwischen Juni und September dort hinfliegen; in Patagonien kommen dagegen nur die Südsommermonate November bis März in Frage.Zur Reisedauer: Wer sich ohne große Pausen nur auf der Panamericana aufhält, kann diese etwa 20000 Kilometer lange Strecke in drei Monaten bewältigen, hat dann aber nicht viel von Land und Leuten gesehen und erlebt. Besser sind ein halbes Jahr oder – am besten – kein Zeitlimit. Viele Panamericana-Fahrer verlängern unterwegs, weil sie feststellen, dass ihr gesetztes Zeitlimit sowieso nie reicht und man unterwegs viel billiger leben kann als geplant. Langzeitreisende rechnen mit etwa 1000 bis 1500 Mark pro Monat inklusive aller Transfers. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.Dokumente: Nord- und Südamerika sind in diesem Punkt leicht zu bereisen. Für alle Länder genügen ein gültiger Reisepass sowie der nationale Führer- und Fahrzeugschein. Für das Motorrad ist in Südamerika ein Carnet de Passage (ADAC) empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig. In den USA ist eine Extra-Versicherung empfehlenswert, in Kanada sogar vorgeschrieben. Infos bei Norwag-Versicherung, Wiesbaden, Telefon 06122/15646, oder Tour Insure, Hamburg, Telefon 040/25172150. Geld:Zwischen Alaska und Feuerland lässt sich fast alles mit US-Dollars regeln. Größere Beträge in Travellercheques mitnehmen, und immer ein paar Dollar in kleinen Scheinen bereithalten. Beides kann mühelos in Banken oder Wechselstuben getauscht werden. Nur im Notfall auf der Straße wechseln. Die gängigen Kreditkarten sind auch in Südamerika weit verbreitet. Unterkunft: In Argentinien, Chile, den USA, Kanada und teilweise auch in Mexiko lässt es sich sehr gut zelten. In allen anderen Ländern finden sich in jedem Ort günstige Unterkünfte. Auf Wertsachen jedoch immer achten. Das Motorrad kann in den meisten Fällen in einer Garage oder auf einem bewachten Parkplatz untergestellt werden. Literatur: Sehr gute Reiseführer für Selbstfahrer kommen von Lonely Planet und Reise Know-How. Das vermutlich beste Buch für Südamerika ist allerdings das »South American Handbook« aus dem Footprint Verlag, das es inzwischen auch auf Deutsch gibt und 75 Mark kostet. Die Automobilclubs in Argentinien, Chile und den USA halten vor Ort sehr gutes Kartenmaterial bereit. Für Südamerika eignet sich als Übersichtskarte die gleichnamige R+V-Karte im Maßstab von 1:4 Millionen für 19,80 Mark. Zusätzliches Kartenmaterial muss dann je nach Reiseroute in den Buchhandlungen, bei Expeditionsausrüstern oder vor Ort gesucht werden. Auf ihrer Homepage bieten die Autoren dieser Geschichte weitere Infos an: www.sbampato.ch.Gefahrene Strecke: 120 000 KilometerZeitaufwand: drei Jahre

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