Per Heckträger (Archivversion)

Das Fahrrad auf dem Fahrzeugheck – keine Seltenheit. Aber auch das Motorrad würden viele Träger ohne
Probleme packen. Vorausgesetzt, sie finden am Auto stabile Aufhängepunkte. Und das ist das Problem.

Wohnmobilausstatter Alfred Weih, vornehmlich für Hymer-Mobile tätig, setzt das Limit sehr hoch: »300 Kilogramm packen unsere Heckträger locker!« Damit sind zur Hardware klare Aussagen getroffen. Kritisch wird es allerdings in der Peripherie. Denn der Heckträger verlangt nach einer stabilen Aufhängung, die ab Werk nicht immer gegeben ist. Vor allem Wohnmobile stellen die Entwickler von Heckträgern vor größere Probleme.
Denn das rollende Häuschen ist im Regelfall so konstruiert, dass die Kräfte neben dem Rahmen auch in die Aufbauwände eingeleitet werden. Das reicht für den normalen Fahrbetrieb, nicht aber für ein Motorrad, das am Heck hängt. Hier sind solide Hilfsrahmen notwendig, die am Fahrzeug verschraubt werden und den Trägerpreis auf bis zu 3500 Euro hinaufschrauben.
Deutlich einfacher gestaltet sich die Anbringung an klassischen Transportern oder Vans. Aufgrund der Fahrzeuggeometrie mit stabilen Aufhängepunkten lassen sich je nach Modell Motorräder bis 300 Kilo auf das Heck wuchten. Die Preise liegen inklusive Anbausatz für das Fahrzeug bei durchschnittlich 1000 Euro. Das Bepacken ist allerdings kein Kinderspiel. Ein 200-Kilo-Bike ist nur mit viel Hilfe und Routine auf dem Heckträger verstaut. Einfacher geht’s, wenn man sich einen absenkbaren Träger zulegt, bei dem das Motorrad auf Bodenniveau aufgeschoben wird. Kosten: mindestens 2500 Euro.

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