Reise-Infos (Archivversion)

Ihre zerklüftete Landschaftsstruktur machte die abgelegenen Cevennen im 17. Jahrhundert zum idealen Rückzugsgebiet für verfolgte Hugenotten – und ist heute Garant für ein erstklassiges Motorradrevier.

Anreise
Von der deutsch-französischen Grenze bei Saarbrücken sind es via Lyon und Le Puy-en-Velay bis nach Meyrueis, Start- und zentraler Angelpunkt der beschriebenen Tour, etwa 800 Kilometer. Am schnellsten abzuspulen sind diese auf der (mautpflichtigen) Autobahn bis Saint-Étienne; ab da führen N 88, N 106 und D 986 schwungvoll ans Ziel.

Unterkunft
Prächtig untergebracht ist man im Hotel Château d’Ayres in F-48150 Meyrueis, Telefon 0033/466456010, Fax 0033/466456226, chateau-d-ayres@wanadoo.fr, www.chateau-d-ayres.co; Zimmer von 99 bis 166 Euro. Eine günstige Alter-native ist das Hotel Sully, Place de Sully 28, F-48150 Meyrueis, Telefon 0033/466456838, Fax 0033/466454087, contact@hotellesully.com, www.hotel-meyrueis.com; Zimmer ab 31 Euro. Chambres d’hôtes (französische Variante von Bed & Breakfast) auf seinem „Eselhof“ inmitten der Natur bietet für 30 Euro an: Pierre Alvard, „La Lauze“, F-48240 St. Privat de Vallongue, Telefon 0033/466459178, Fax 0033/466459429, legavoircevenol@voila.fr. Wie üblich, kann es in den Ferienmonaten Juli und August voll werden, eine rechtzeitige Reservierung ist deshalb ratsam. Weil die Cevennen mit ihrer an einen Winnetoufilm erinnernden, kargen Bergwelt Naturliebhaber besonders ansprechen, bieten sich für den hautnahen Kontakt mit der Umwelt auch Campingplätze zum Übernachten an: Infos beispielsweise unter: www. rentocamp.de/campingplaetze-cevennen.htm.

Aktivitäten
Ausgesprochen populär sind erlebnisreiche Touren auf den Spuren von Robert Louis Stevenson und dessen Buch „Reise mit dem Esel durch die Cevennen“. Wer selber mal mit einem langohrigen Begleiter unterwegs sein möchte, dem helfen nicht nur Pierre Alvard (siehe Unterkunft), sondern auch diverse andere Anbieter weiter. Näheres weiß das Netz, beispielsweise unter www.chemin-stevenson.org.

Sehenswert
Über die Geschichte der Kamisarden und Hugenotten in den Cevennen informiert eindrucksvoll das Musée du Desert, Le mas Soubeyran, F-30140 Mialet, Telefon 0033/466850272, musee@museedudesert.com, www.museedudesert.com. Vergleichsweise knapp dargestellt wird dieses Thema im Écomusée du mont Lozère (es sei denn, die rührige Museums-leiterin Odile Rival nimmt sich Zeit für eine ganz persönliche Geschichtsstunde), F-48220 Le Pont-de-Monvert, Telefon 0033/466458073, ecomusee@cevennes-parcnational.fr, www.mescevennes.com/visiter/ecomuseeliteratur Kapitel über die Cevennen finden sich in den Reiseführern – alle mit dem Titel „Languedoc, Roussillon“ – vom Michael Müller Verlag für 19,50 Euro, von DuMont Richtig Reisen für 22,50 Euro sowie von Marco Polo für 8,95 Euro. Als Straßenkarte erste Wahl für die Region ist Blatt 339 „Languedoc“ von Michelin, Maßstab 1:150000, 7,50 Euro.
Adressen Maison de la France, Telefon 0900/1570025 (0,49 Euro/Min), www.franceguide.com; www.lozere-tourisme.com.

Reisedauer: 4 Tage
Gefahrene Strecke: 750 Kilometer

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