Richtig trinken (Archivversion)

Es passiert immer wieder: Vor allem im Sommer wird während der Motorrad-Tour viel zu wenig getrunken. Bewusstes Trinken mag lästig sein, doch es bewahrt uns vor noch viel nervigeren Effekten. Wenn wir zu wenig trinken, verdickt sich unser Blut. Es gelangen weniger Sauerstoff und Nährstoffe zum Gehirn. Kopfschmerzen, nachlassende Vitalität und Aufnahmefähigkeit sind die Folge. Was ist schlimmer, als mit Konzentrationsproblemen Motorrad zu fahren?

Also lasst uns trinken. Im Zuge der ohnehin empfohlenen Regenerationspausen oder während der Fahrt aus dem Camel-Bag. Bei großer Hitze sind auch aus diesem Grund ausreichend Pausen lebenswichtig. Warum nicht im Voraus Flüssiges bunkern? Weil der Körper immer nur aufnimmt, was er braucht, unfreiwillige Pinkelpausen am Wegesrand sind die Folge solcher Hamstermentalität.
Der bekannte Rennarzt Dr. Christoph Scholl empfiehlt als optimalen Energiespender Wasser, Apfelschorle oder ungesüßten Früchtetee. Sämtliche isotonischen Getränke und Q2-Wässerchen hält er für Geldschneiderei. Auch Energy-Drinks sieht Scholl kritisch. Wer glaube, seine Müdigkeit in der Hitze mit diesen Koffeinbomben bekämpfen zu können, gefährde sich und andere, da die Gesöffe zu Aussetzern führen könnten: „Dümmeres Zeug kann man im Sommer nicht trinken.“ Dr. Scholl empfiehlt als Trink-Faustregel fünf Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht und Stunde. Das scheint viel, hält uns aber fit.

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