Riesengebirge (Archivversion)

Durch die EU-Mitgliedschaft sind Reisen nach Osteuropa nun erheblich einfacher
geworden. Gleichzeitig sorgen ursprüngliche Landschaften, stille Straßen und noch
niedrige Euro-freie Preise
für echte Entdeckerfreuden.

D Anreise
Von Berlin sind es etwa 300, von Dresden
etwa 200 Kilometer ins Riesengebirge. Von Nordwesten gelangt man über die A 15 nach Cottbus und den Grenzübergang bei Forst, dann geht es weiter Richtung Jelenia Góra. Wer über Dresden anreist, nimmt den deutsch-polnischen Grenzübergang bei Görlitz oder Zittau. Von Südwesten fährt man am besten über Prag, dann weiter auf der E 65 Richtung Turnov und Hacharow.
D Formalitäten
Da Polen seit dem 1. Mai 2004 EU-Mitgliedsstaat ist, haben sich die Einreiseformalitäten
erheblich vereinfacht. Inzwischen genügen
Personalausweis und nationaler Führerschein sowie die Grüne Versicherungskarte für den Grenzübertritt. Kinder unter 16 Jahren be-
nötigen allerdings einen Kinderausweis. Zollkontrollen finden nicht mehr statt, für die
Warenein- und -ausfuhr gelten ebenfalls
die EU-Bestimmungen, und auch die Tempo-
regelungen sind ähnlich wie hier zu Lande.
Einziger markanter Unterschied: Die Promillegrenze liegt bei 0,2! Nähere Infos beim
Polnischen Fremdenverkehrsamt (siehe unten).
D Reisezeit
Riesen- und Isergebirge sind bekannt für
ein raues Klima. Der Winter beginnt in
der Regel schon im November und dauert
bis in den April – was die Skifahrer freut.
Für Motorradfahrer eignen sich daher die
Monate Mai bis Oktober. Besonders schön
ist es von September bis Mitte Oktober, wenn die Wälder in herbstlichen Farben leuchten.
D Übernachten
Urgemütlich fanden wir die familiär geführte Pension Liczyrzepa (Pension Rübezahl), ul. Slowackiego 8 in 58580 Szklarska Poreba,
Telefon und Fax 0048-75/7173400. Für die Übernachtung mit Frühstück zahlt eine Person 55 Zloty (rund 15 Euro), für Halbpension
70 Zloty (zirka 19 Euro).
Etwa doppelt so teuer, dafür aber todschick
ist das Hotel Rezydencja, ul. Parkowa 6,
58540 Karpacz, Telefon 0048-75/7618020, Fax 7619513, Internet: www.hotelrezydencja.pl. Übernachtung mit Frühstück kostet pro Nase ab 110 Zloty (rund 30 Euro), Halbpension
ab 148 Zloty (rund 40 Euro). Der bewachte Parkplatz wird mit 10 Zloty (rund 2,70 Euro) extra berechnet.
D Literatur
Gut ausgerüstet ist man mit dem 272 Seiten starken Reiseband »Das Riesengebirge
entdecken« von Franz Schüttig. Erschienen
im Trescher Verlag für 13,95 Euro. Viele
interessante Hintergrundinfos liefert auch
der DuMont Kunst-Reiseführer »Schlesien«, 288 Seiten, Preis: 25,90 Euro.
Gute Orientierung bietet die Generalkarte Tschechien, Blatt 2 »Ostböhmen, Westmähren«, in 1:200000, die auch den polnischen Teil des Riesengebirges verzeichnet. Eben-
falls brauchbar ist die im Lande erhältliche Freizeitkarte »mapa wakacyjna Sudety« im Maßstab 1:250000. Auf der Kartenrückseite findet sich eine Auflistung der wichtigsten
Sehenswürdigkeiten zu den jeweiligen Orten (polnisch und deutsch). Erhältlich an Tank-
stellen und in Buchhandlungen für 5,80 Zloty (rund 1,60 Euro).
D Informationen
Allgemeine Auskünfte, Zimmernachweis sowie ein Verzeichnis der wichtigsten kulturellen
Ereignisse und Sehenswürdigkeiten gibt
es beim Polnischen Fremdenverkehrsamt,
Marburger Straße 1, 10789 Berlin, Telefon 030/2100920, Fax 21009214, E-Mail: info@polen-info.de, Internet: www.polen-info.de.
Infos zum tschechischen Teil des Riesenge-
birges erteilt die Tschechische Zentrale für Tourismus in Berlin, Telefon 030/2044770, Internet: www.czech-tourist.de. Den aktuellen Tageskurs des Zloty fragt man im Internet
unter www.bankier.pl oder www.portfel.pl ab. Ein Euro entspricht grob 3,6 Zloty.

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