Schweiz: Alpen-Wintertour durch das Engadin (Archivversion) INFOS

Im Vorfrühling die weiße Pracht mit erster Sonnenwärme verbinden? Im Engadin ist das möglich. Hier sind viele Pässe bereits geräumt, die Berge dagegen noch herrlich verschneit. Warme Kleidung ist allerdings Voraussetzung.

D Anreise:
Wer aus Norden oder Osten anreist, fährt
entweder via A 81 beziehungsweise A 7/A 96 in Richtung Bodensee und nimmt dort nahe
Bregenz den Schweizer Grenzort St. Margrethen ins Visier. Von dort auf der Autobahn
A 13 (Vignettenpflicht, 28 Euro, erhältlich an der Grenze und den meisten Tankstellen) oder auf der winkeligen Landstraße N 13 Richtung Chur fahren. Kurz vorher bei Landquart in
östlicher Richtung nach Davos auf die N 28
abzweigen. Aus Richtung Karlsruhe geht es über die A 5 nach Basel und von dort weiter über die N 3 Richtung Zürich und Chur bis
zur Ausfahrt Landquart.
D Literatur
Gute Informationen bietet der Baedecker-Reise-
führer Schweiz, ISBN 3-87504-521-1, den es
inklusive Straßenkarte für 25,95 Euro gibt. Wer wenig Platz hat, nimmt den Schweiz-Band aus der Marco-Polo-Reihe, ISBN 3-8297-0175-6, für 7,95 Euro mit. Der passt in jede Jackentasche.
Als Straßenkarte eignet sich die Marco-Polo-Generalkarte Ostschweiz in 1:200000 gut oder alternativ das von mehreren Verlagen angeboten Gesamtblatt des Landes in 1:305000.
D Übernachten
Unterkünfte aller Preiskategorien bieten das Engadin und Graubünden in fast jedem Dorf, insbesondere in den vielen Wintersportorten ist das Angebot groß. Eine Alternative für
gesellige und sparsame Biker ist in Zernez das Touristenlager Hummel, Telefon 0041/81/
8561874. Hier gibt’s Betten schon ab etwa zehn Euro. Eine etwas gehobenere Klasse
bietet das Hotel Chamanua Cluozza, ebenfalls in Zernez. Übernachtung mit Frühstück kostet ab 20 Euro. Telefon 0041/81/8561235 oder
E-Mail: cluozza@hotmail.com.
In Tiefencastel hat man ebenfalls die Wahl zwischen Massenlager (Schulhaus Cumpogna, Telefon 0041/81/6811754) oder dem ge-
hobenen Hotel Rätia, wo die Übernachtung ab
35 Euro pro Nacht kostet. Telefon 0041/81/
6811162, E-Mail gmonta@spin.ch.
D Das Gespann
Im Einsatz war ein Moto Guzzi 850 T-Gespann mit Squire ST 2-Seitenwagen. Als Besonderheit für winterliche Straßenverhältnisse
waren Metzeler-Enduro-Reifen der Dimension 4.10-18-60 P montiert. Die bieten auf Schnee etwas mehr Grip, und auf Asphalt bringen sie keine Nachteile. Weiterhin wurde die 30 Jahre alte Guzzi mit heizbaren Griffen und zwar altmodischen, aber hochwirksamen Lenkerstulpen ausgerüstet. So bleiben die Finger selbst bei Minusgraden warm. Belebende Unterstützung für die Füsse bieten heizbare Einlegesohlen. Auf die Bordspannung achten!
Bei der Bekleidung kam die ganze Palette an Motorrad-Winterausrüstung zum Einsatz. Von Funktionsunterwäsche über Winterstiefel und
-handschuhe, die vor allem wasser- und windabweisend sein müssen, bis zum Thermoanzug und einer auch die Nase schützenden Sturmhaube. Bei den großen Zubehörketten wird man hier in vielen Fällen fündig.
Sehr zu empfehlen für Gespannfahrer sind
zusätzlich Kniedecken und Stiefelüberzieher
sowie für den Beifahrer ein Sitzsack aus Lammfell. Beim Helm darauf achten, dass
ein beschlagfreies Visier montiert ist. Für
die Gepäckunterbringung sind weiche Roll-
säcke und Softbags bei einer Wintertour
unter Umständen sinnvoller als Koffer, da dann keine Schlösser einfrieren können.

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