Schweiz: Graubünden (Archivversion) INFOS

Der südöstlichste Kanton der Schweiz bietet
ein Traumrevier für Motorradfahrer. Jede Menge Passstraßen überqueren die Alpenketten im Bündnerland. Dazwischen liegt mit dem Umbrail auch der höchste Pass der Schweiz.

D Anreise
Die schnellste Anfahrt nach Graubünden führt am Bodensee vorbei über Lindau und Bregenz nach Chur, die schönere über den Fernpass oder das Hahntennjoch zum Reschenpass. Unser Tipp: Anstatt auf der Hauptstrecke vom Reschenpass Richtung Sankt Moritz zu fahren, lieber einige Kilometer den Reschenpass hoch und erst in Nauders in die Schweiz abbiegen. Die kurze, aber knackige Abfahrt von Nauders nach Martina lohnt sich sehr.
D Gastronomie
Die Schweizer Küche ist hervorragend, die Preise sind indessen eher
abschreckend. Viele Restaurants bieten jedoch ein Tagesmenü an, dessen Preis einem nicht gleich den Appetit verdirbt. Spezialität Graubündens
ist das Bündnerfleisch, luftgetrocknetes, hauchdünn geschnittenes Rindfleisch. Eine weitere Schweizer Erfindung sind Pizzarösti: Anstatt auf
Pizzateig werden hier die Zutaten auf geröstete Kartoffeln gebettet. Zur Tour durch die Ostschweiz gehört natürlich auch ein herzhaftes Stück Bergkäse, der oft noch in traditioneller Weise auf Almen hergestellt wird.
D Übernachten
Graubünden ist eine beliebte Ferienregion der Schweiz und das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten entsprechend umfangreich. Auch in der Hochsaison findet sich zumindest in Hotels und Albergos fast immer ein Zimmer. Die Preise beginnen bei rund 50 bis 60 Franken (30 bis 36 Euro) pro Person (Frühstück geht meist extra) und kennen nach oben je nach Region kaum Grenzen. Besonders schön kann oft in alten Orten wie beispielsweise Guarda
in liebevoll renovierten Häusern übernachtet werden. Logis im Stroh mit eigenem Schlafsack bieten mitunter Bauernhöfe für relativ kleines Geld an. Für mehrere Personen sind Ferienwohnungen oft günstiger. Wer gerne autonom unterwegs ist, findet mehr als 20 Campingplätze in Graubünden, meist recht gepflegt und gut ausgestattet. Eine Liste gibt es im Internet unter www.camping.ch.
D Sehenswert
Guarda vermittelt den besten Eindruck eines typischen alten Engadiner Dorfes. Nicht
weit davon entfernt steht die Burg Tarasp über dem Südufer des Inns und bei Promontogno in italienischen Landesteil residiert Schloss Castelmur. Es ist vor allem wegen seiner
Innenausstattung sehenswert. Ebenfalls einen Eindruck vom früheren Leben in der Schweiz vermittelt das Bergdorf Soglio, Infos zum Schweizer Nationalpark das Infozentrum in
Zernez. Eisenbahnfans können sich im Museum von Bergün an einem Modell die Streckenführung der Rhätischen Bahn über den Albula ansehen.
Wer es terminlich einrichten kann, sollte einen Schwingerwettbewerb besuchen. Der
»Sertigschwinget« im Sertigtal bei Davos findet jährlich Anfang August statt. Die Termine werden im Internet auf der Seite des Eidgenössischen Schwingerverbandes bekannt
gegeben: www.esv.ch.
D Literatur
DuMont bietet einen Reiseführer ausschließlich über Graubünden an. Das handliche Reisetaschenbuch für zwölf Euro informiert sehr gut über Sehenswertes, Kultur und Geschichte und verfügt im Anhang sogar noch über eine ordentliche Landkarte im Maßstab 1:315000.
Ansonsten eignet sich das Michelin-Blatt Nr. 553 Regional, Schweiz Süd-Ost. Im Maßstab 1:200000 gehalten, lassen sich mit ihm auch die kleinsten Nebenstrecken entdecken.
Für die Tour ebenfalls gut geeignet ist die Schweiz-Gesamtkarte von Hallwag in 1:303000.
D Informationen
In Deutschland: Schweiz Tourismus, Postfach 16 07 54, 60070 Frankfurt,
Internet: de.myswitzerland.com, E-Mail: info.de@switzerland.com, Telefon 00800/10020030 (gratis), Fax 00800/10020031 (gratis), Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr.
In der Schweiz: Graubünden Regionales Büro, Postfach, CH-7001 Chur,
Telefon 0041/(0)81/2542424, Fax 0041/(0)81/2542400, E-Mail: contact@graubuenden.ch,
Internet: www.graubuenden.ch.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote