Seefracht

Seefracht gilt allgemein als günstige Alternative zum Lufttransport. Doch ist diese Variante oftmals mit deutlich mehr Arbeits- und Organisationsaufwand verbunden – und
man muss auf sein Motorrad bereits sechs bis acht Wochen vor Reisebeginn verzichten.
Der Preis für Seefracht setzt sich neben den reinen Frachtkosten für eine etwa drei Kubikmeter große Transportkiste (75 bis 90 Euro pro Kubikmeter) aus den Hafenkosten (etwa
90 Euro) sowie Ausschiffungskosten zusammen. Letztere können je nach Destination 500 bis 800 Euro betragen und stellen somit den größten Posten in der Rechnung. Zusätzlich muss man im Zielland mit Zollgebühren, Steuern und Lagergeldern rechnen. Während
es sich in Chile, den USA oder in Australien um feste Beträge handelt, können besonders in Ländern der Dritten Welt diverse Dollars (»Schmiergelder«) dazukommen, die im Voraus nicht zu kalkulieren sind.
Anders als bei Luftfracht, die an nahezu jedem Flughafen abgewickelt werden kann, muss für die Seefracht das Fahrzeug (oftmals mit einer Kiste) im Hamburger oder im Bremer
Hafen abgeliefert werden. Das bedeutet: Je weiter man im Süden Deutschlands lebt, umso höher sind die Transportkosten zum Hafen. Vor der Abgabe unbedingt die speziellen
Anforderungen an die Transportkiste mit der Spedition absprechen.
Für die beiden in einer Kiste im Hamburger Hafen aufgegebenen Enduros müsste man
nach Chile (Valparaiso) etwa 1200 bis 1500 Euro, nach Sydney zwischen 800 bis 1300 Euro und nach Kapstadt ab 1400 Euro rechnen.
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