Slowakei (Archivversion)

Mit Ausnahme der Hohen Tatra, die als Naturschutzgebiet vielmehr ein Ziel für Wanderer ist, locken in der Slowakei unzählige attraktive Strecken - nur in Sachen Unterkunft und Gastronomie sollte man nicht zuviel erwarten.

Anreise: Wer vom Süden Deutschlands zu einer Reise in die Slowakei startet, fährt in Österreich entweder über Linz oder Salzburg in Richtung Wien und überquert kurz vor Bratislava die Grenze. Von Norddeutschland bleibt nur die lange Anreise quer durch die tschechische Republick via Prag und Brno.Die Hauptstraßen in der Slowakei sind in der Regel gut ausgebaut. Auf kleineren Straßen muß allerdings immer mit Schlaglöchern und Rollsplitt gerechnet werden. Uralte Fahrzeuge, die knapp über Schrittempo fahren, oder Pferdefuhrwerke sind ebenfalls keine Seltenheit, und die slowakische Polizei hält bei Verletzungen des Überholverbots besonders bei Fremden gern die Hand auf. Wie in allen osteuropäischen Staaten gilt auch in der Slowakei ein striktes Alkoholverbot am Lenker. Bleifreies Benzin ist inzwischen überall erhältlich.Reisezeit: Die Monate Juni (Frühsommer) oder September (Altweibersommer) eignen sich am besten für eine Reise in die Slowakei. Während der Sommerferien zwischen Juli und August werden besonders die Nationalparks der Hohen und Niederen Tatra von Gästen aus Polen und Tschechien stark besucht. Ein Hotelzimmer ist dann kaum zu bekommen. Wegen der langen und kalten Winter ist von einer Motorrad-Tour zwischen Oktober und April abzuraten.Übernachten: Hotels und Pensionen finden sich in allen größeren Städten und in der Nähe der bekannten Nationalparks. Einigermaßen gut schlafen läßt es sich bereits ab 20 Mark. Einfache Zimmer werden auf dem Land fast überall angeboten und sind teilweise noch günstiger. Der Service und die Gastronmie läßt vielerorts jedoch zu wünschen übrig. Die Slowakei verfügt zudem über ein dichtes Netz an Campingplätzen. Eine empfehlenswerte Unterkunft im Nationalpark »Kleine Fatra« ist die rustikale Pension Stárek in Stefanová. Pro Person sind inklusive Frühstück zirka 25 Mark zu zahlen. Lohnenswert ist auch eine Nacht im stilvollen, aber nostalgisch-verstaubten Ambiente des Grand Praha in Tatranská Lomnica. Das prachtvolle Haus zu Füßen der Hohen Tatra war um die Jahrhundertwende das Refugium für betuchte Herrschaften aus aller Welt. Übernachtung und Frühstück schlagen mit rund 100 Mark für ein Doppelzimmer zu Buche. Das Motorrad sollte allerdings immer und überall gut gesichert abgestellt werden.Literatur: Das Angebot an Reiseführern über die Slowakei ist überschaubar. Der praktische Marco Polo-Führer »Slowakei« für 12,80 Mark paßt in jede Tasche und reicht mit seinen knappen, aber guten Infos für den schnellen Überblick. Ausführlicher ist das »Reisehandbuch Slowakei« aus dem Michael Müller-Verlag für 39,80 Mark. Eine gute Karte kommt von Marco Polo: die »Generalkarte Slowakei« im Maßstab 1:200000 für 16,80 Mark.Zeitaufwand fünf TageGefahrene Strecke 600 Kilometer

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