Südamerika: Chile und Patagonien (Archivversion) Infos

Patagonien ist ein Traumland für Enduro-Fahrer. Schotterpisten winden sich durch eine Landschaft weit jenseits europäischer Dimensionen. Und dank einer relativ guten Infrastruktur lässt es sich in diesem Teil Südamerikas sehr gut reisen.

Anreise: Flugtickets nach Buenos Aires oder Santiago de Chile gibt es ab etwa 1300 Mark. Beim Transport des eigenen Bikes hat man zwei Möglichkeiten: per Flieger oder Schiff. Der Lufttransport ist schnell und zuverlässig und wenn man alles selber organisiert, wird´s nicht allzu teuer. Eine Honda Dominator (mit Transportpalette etwa 220 Kilogramm) fliegt ab 1450 Mark nach Argentinien. Am besten Infos von mehreren Luftfracht-Speditionen einholen und vergleichen. Wir machten beste Erfahrungen mit MBS-Air-Cargo in Köln, Info unter Telefon 02203/93384143, Stephan Schuster. Ebenfalls empfehlenswert: Bikeworld Travel, Thomas Bergmeier, Detmold, Telefon 05231/580262, oder In Time, Olaf Kleinknecht, Hamburg, Telefon 040/405051013.Der Rücktransport von Santiago ist billiger, wenn er vor Ort organisiert wird (für zwei Maschinen mit mindestens 500 Kilo etwa 2000 Mark). In Santiago bietet das Lufthansa Aircargo-Büro den mit Abstand besten Service, Telefon 0056/26301670.Wer das Ganze nicht selbst organisieren will, dem hilft GS-Sportreisen in München weiter. Für den Hin- und Rücktransport eines Bikes (bis 220 Kilogramm) nach Buenos Aires sind 4116 Mark fällig. Bei zwei Motorrädern kostet es nur noch 3487 Mark pro Maschine. Allerdings verlangen die Münchner 500 US-Dollar Paletten-Lagergebühr, wenn man mehrere Monate bleibt. Nähere Auskünfte unter 089/27818484.Infos zum Seetransport gibt es bei den entsprechenden Speditionen: MBS-Sea-Cargo, Telefon 02203/933 842; Woick Travel Center 0711/7096 710; Reiseagentur Hamburg Süd 040/3705 2593. Die Transportkosten für ein Motorrad betragen von Hamburg nach Valparaiso oder Buenos Aires etwa 900 Mark. Zusätzlich fallen am Zielhafen Gebühren bis zu 300 US-Dollar an.Dokumente: Der Reisepass reicht, ein Visum ist nicht nötig. Für das Motorrad wird offiziell kein Carnet de Passages verlangt; Zollbegleitpapiere werden bei der Einfuhr ausgestellt. Ein internationaler Führerschein ist Pflicht, fürs Motorrad reicht der nationale Fahrzeugschein. Von allen Dokumenten Kopien mitnehmen.Klima: Die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel sind konträr zu unseren. Die beste Reisezeit für Patagonien ist der Südsommer (November bis Februar). Tagestemperaturen im Süden etwa 15 Grad, im Norden bis 25 Grad. Westlich der Anden muss mit viel Regen gerechnet werden. Dafür bläst östlich der Anden fast ständig der Wind aus Süd bis West, der nicht selten Sturmstärke erreicht.Übernachten: Hotels und Hosterias finden sich in allen Orten, teilweise schon ab 20 Mark pro Person. Campingplätze sind - außer in den Nationalparks - eher selten, Preise ab 10 Mark. Freies Zelten ist kein Problem, allerdings sollte die Nylon-Behausung wirklich sturmstabil sein. Motorräder: Patagoniens Schotterpisten sind oft holprig und mit Wellblech verziert. Grobstollige Reifen wie Continental TKC 80, Michelin T63, Barum ED9T oder Pirelli MT21 erleichtern das Vorwärtskommen und haben ordentliche Lebenserwartungen. Obwohl die Benzinversorgung kein Problem darstellt, sollte die Reichweite der Motorräder mindestens 300 Kilometer betragen. Reifen und Ersatzteile sind in den Großstädten zu bekommen.Literatur: Die Bibel für Südamerikafahrer ist nach wie vor das englischsprachige, aber sehr leicht verständliche »South American Handbook” vom Footprint Verlag. Das Buch wird jedes Jahr aktualisiert und kostet 75 Mark. Zur Einstimmung eignet sich besonders die Merian-Ausgabe »Chile und Patagonien« für 14,80 Mark, die neben hervorragenden Fotos auch zahlreiche Reiseinfos bietet. Weitere aktuelle Infos über Patagonien stehen außerdem im Internet unter: www.sectur.gov.ar oder http://protours.hypermart.net/html/links.html.Der argentinische Automobilclub ACA gibt Detailkarten fürs ganze Land heraus, die es an jeder ACA-Tankstelle oder bei der ACA-Zentrale in Buenos Aires gibt. Als Übersichtskarte eignet sich die R+V-Karte Südamerika im Maßstab von 1:4 Millionen für 19,90 Mark. An den chilenischen Copec-Tankstellen wird ein brauchbarer Straßenatlas für etwa sechs Mark verkauft. Einen gleichwertigen Straßenatlas von Lonely Planet gibt es hierzulande für 35,80 Mark. Sowjetische Generalstabskarten sind in verschiedenen Maßstäben beim Expeditionsservice Därr in München erhältlich, Telefon 089/282033.Zeitaufwand vier Monategefahrene Strecke 13000 Kilometer

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